Wellenschlag

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RE: Hartz 4: Regelsatz = staatl. organisierte | 01.11.2020 | 08:52

Ergänzend zu den Aufzählungen im Text empfehle ich die ausführliche schritliche Stellungnahme von Inge Hannemann zur morgigen öffentlichen Anhörung (Regelsätze nach dem SGB XII) im Sozialausschuss des Bundestages. https://www.bundestag.de/ausschuesse/a11#url=L2F1c3NjaHVlc3NlL2ExMS9BbmhvZXJ1bmdlbi83MDcwNzAtNzA3MDcw&mod=mod538356

RE: Die Show läuft hinter dem Vorhang | 24.09.2020 | 15:15

Ich empfinde den Text so, dass die Kandidatinnen für den Parteivorstand der Linken in diesem Text sekundär sind und die Erwähnung derer als Einstieg in das Frauenplenum und deren Teil-Ablauf dienen. ist die Wiedergabe von Worten subjektiv? Eine Wertung erkenne ich nicht. Bin aber lernfähig. Ist es nicht vielmehr eine Wiedergabe des Gehörten? Für mich schon. Manchmal sind die Vorgänge hinter einem Vorhang interessanter und ehrlicher als das was davor passiert.

RE: Die Show läuft hinter dem Vorhang | 24.09.2020 | 11:51

Vielleicht weil das Thema: "Die Show läuft hinter dem Vorhang" heißt und den Sexismus hinter dem Vorhang behandelt. Sexismus gibt es auch leise.

RE: Die Show läuft hinter dem Vorhang | 24.09.2020 | 09:08

Es bleibt leider die Frage offen, wie die Partei DIE LINKE sich anschließend dazu positioniert hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese 45 Minuten und der Bericht der Frau im geschlossenen Raum des Frauenplenums blieb. Zumindest hoffe ich es nicht. Vielleicht mag auch der oftmals vertretene Patriarchalismus eine Rolle spielen. Und das ist nun mal nicht selten, dass Frauen Vorschläge, Redebeiträge o.ä. vorbringen und ein Mann die selben Worte im Anschluss wiederholen muss. Das entwertet nicht nur die Frau, sondern stellt eigentlich ein Armutszeugnis des Mannes aus. Nur, wird diese Wiederholung gerne ignoriert und gar beklatscht, was bei der Frau dann eher nicht der Fall war. Kann es sein, dass auch hier die Linkspartei aufholen und lernen muss? Zeit wäre es und dann wäre auch die Frauenquote eine ehrliche Quote.

RE: Ich wünsche mir eine Linke … | 24.09.2019 | 15:47

Danke. Ich wünsche mir eine Linke, die die Erwerbslosen und prekär Beschäftigten wieder sieht. Ich wünsche mir eine Linke, die nicht weiterhin dem erzkonservativen Gedanken hinterläuft, dass nur abhängige Arbeit wertvoll ist. Ich wünsche mir eine Linke, die sich treu bleibt, auch in Koalitionen. Ich wünsche mir eine Linke, die auch untereinander sozial ist.

RE: Sanktionshungern für alle Hartz IV Empfänger | 05.08.2015 | 10:00

"Hartzer stirbt öffentlich Deutschland muss nun einen Hartz IV Aktivisten öffentlich "Hinrichten" und "Farbe" bekennen!"

Überspitzung als Aufmacher? Das wievielte "Hungern" ist das nun von Ralph Boes?

Boes und Hannemann haben ein Ziel: Die Auswirkungen durch Hartz IV öffentlich zu machen und doch unterscheiden sie sich wesentlich:

Boes bezieht seine Kritik auf die Sanktionen und im Kreise der Arbeitslosen. Seine Botschaft kommt nicht bei denen an, die sich damit aufgrund ihres Amtes politisch befassen, noch bei den Medien, noch bei der Mittelschicht und noch weniger bei den Verantwortlichen und Unterstützern des Systems (Verbände, Gewerkschaften, Lobbyisten, Vereine). Vielleicht mag es an seinem Status liegen, dass er seit vielen Jahren arbeitslos ist und sich das legitime Mittel zur Hilfe nimmt: Recht auf Faulheit. Sein "Hungern" ist provoziert und klammert leider diejenigen aus, die durch die Willkür der Jobcenter tatsächlich zum Hungern genötigt sind. Vielleicht mag er diese ansprechen, aber diejenigen haben andere Probleme als sich mit einem Boes zu befassen.

Frau Hannemann hat von Beginn an einen anderen Status, da sie durch ihre Erwerbstätigkeit, Ex-Mitarbeiterin aus dem Inneren und nun politisches Amt, ohne Stigmatisierung agieren kann. Ihre Zielgruppe ist und war von Anfang, neben den Arbeitslosen eine ganz andere: Mittelschicht, Vorstände, Politik, Medien. Ihr Standing ist ein ganz anderes, da sie auch medial, auf ihrem Blog und in der Öffentlichkeit ganz anders auftritt. Neben Aufklärung und Whistleblowing aus dem Inneren sucht sie die Kommunikation mit den Herrschenden und den Strippenziehern und erhält sie.

Unterschätzen darf man nicht die Außenwirkung, die sich bei Boes im Dunstkreis der Arbeitslosen befindet und von denen unterstützt wird, die einen oftmals generellen Hass auf die Jobcenter und deren Mitarbeiter vertreten. Dieses Phänomen findet sich nicht nur bei Boes, sondern vielfach auch in anderen Arbeitslosenszenen und Gruppen. Gerade auf Facebook. Es ist eine geschlossene Community in sich und die mit Sicherheit kein wirkliches gutes, souveränes Bild abgibt.

Man mag die Wut und die Hilflosigkeit derer verstehen. Aber führt das zum Ziel? Führt dieses in die Kommunikation? Es scheint nicht so. Boes wird gemieden und ist medial tot. Stattdessen wird diese in Ansetzen vertretene Radikalität (auch wenn sie berechtigt ist und erscheint) Tür und Toren für alle Strömungen geöffnet. Querfrontler, Links von rechten und verschwörungstheoretischen Quellen geben diesen Strömungen ihren Platz. Eine Haltung, dass es kein rechts oder links gibt und das Motto, sie haben das selbe Ziel, führen in die falsche Richtung und grenzen damit gleichzeitig den Kampf gegen Hartz IV aus. Dieses besagt nicht, dass Boes in diese Richtung gestellt werden darf. Allerdings könnte diese Offenheit in die Unglaubwürdigkeit führen und damit der Arbeitslosenszene den Stempel aufdrücken, dass diese so ausgerichtet ist. Nicht jeder hat die Lust und Zeit sich mit den einzelnen Initiativen zu befassen, die eh kaum bekannt sind. Boes hat hier eine "Vorbildfunktion", die er für die Szene stückweise in das falsche Licht rückt und für sich beansprucht.

Manchmal ist weniger mehr.

RE: Jutta Ditfurth – Fall einer Ikone | 04.06.2014 | 23:33

Was will die Jutta eigentlich? Die Aufklärung hat inzwischen aufgehört. Die Stammkommentatoren sind da, sie hat Aufmerksamkeit und hetzt. Schade. Hätte mehr werden können. Allerdings schadet sie der Linken und möchtet dieses vielleicht auch. Ihre Unterstützer betreiben sektenartig ihre Aluhut-Seite, um als bisher erfolglose Künstler Fuß zu fassen? Ach ja, und Hannemann kommt dann auch noch dran mit Verbreitungen von Lügen, Diffamierungen usw. über sie. Übrigens die selben Personen. Da darf auch keine Jutta fehlen. Spendenaufruf von Jutta für was? Ihre Bücher verkaufen sich. Für was sammelt sie tatsächlich? Es ist was faul im Staate Jutta. Aber dieNeuen Montagsdemos sind durchaus mit Vorsicht zu genießen. Und Aufklärung IST wichtig, aber nicht mit Jutta. Sondern sachlich, gut recherchiert, souverän und mit Fakten. Und das nächste Buch wird kommen: Kommentare ihrer Seite zusammen gefasst. Juttas Facebook Welt.