RE: Cicero und die Medienkrise | 18.02.2019 | 13:51

Kurz ot zum vorstehenden Gespräch.

„Wahlverwandtschaften“ sind (in einer linken Perspektive) die bessere funktionale Alternative zur bürgerlichen Institution Ehe/Familie. Die bürgerliche Gesellschaft zerstört nicht nur den organischen Zusammenhalt der Kleinstgruppe Familie zugunsten einer größeren, umfassenderen sozialen, tatsächlich leeren ideologischen Identität, sondern auch zugunsten eines solipsistischen Individualismus eines leeren Willens-Ichs.

RE: Sternstunde der Aufklärung | 18.02.2019 | 13:25

Nachdem ich mich lange zurückgehalten habe, möchte ich folgendes zur Diskussion stellen:

Wenn ein Mensch, eine Frau autonom entscheidet, daß es besser ist, das Kind kommt nicht zur Welt, ist gegen diese Entscheidung absolut nichts einzuwenden. Denn sie schließt eine verantwortliche Berücksichtigung des unterstellten Kindswohls ein, nein, sie stellt das sogar in den Vordergrund. Wenn die Frau nichtautonom entscheidet, dann entweder aus Unwissenheit oder Egozentrik (Egoismus). Im ersten Fall sollten die Ärzte, in deren Obhut sich die Schwangere begeben hat, in der Lage sein, die nichtautonome Entscheidung in eine autonome umzuwandeln, was heißt, ergebnisoffen zu einer Entscheidungsfindung zu kommen, und voraussetzt, daß die Ärzte nicht bloß Biotechniker sind, sondern auch über hinreichende psychologische und soziologische Kenntnisse verfügen, und solche Beratung ist nichts anderes als die Aufklärung über Medikamente oder chirurgische Eingriffe, die letztendlich von Patienten in Autonomie angenommen oder abgelehnt werden können. Und im problematischsten Fall einer hartnäckig verweigerten verantwortungsvollen Entscheidung dürfte die Akzeptanz der pseudoautonomen Entscheidung der Schwangeren nicht allzu schwer fallen, da die zu erwartende elende Existenz als ungeliebtes oder der Verwahrlosung anheimgegebenes Kind dem werdenden Menschen nicht zuzumuten ist (ich erinnere an das hier vorgestellte Tucholsky-Zitat). Natürlich kann auch unter solch restriktivsten Umständen der Mensch sich zu einem starken und glücklichen Subjekt entwickeln, das ist aber sehr unwahrscheinlich (ganz plakativ: wir sollten dann eher mit einem Hitler rechnen als mit einem Einstein). Ein Abtreibungsverbot produziert also in der Regel menschliches Unwohl. Die nichtautonome Entscheidung ist, allerdings aus den entgegengesetzten als den zugrundeliegenden Gründen, richtig bzw die erwartbar bessere.

Übrigens gibt es die spiegelbildliche Problematik bei der Sterbehilfe. Ich kann nicht erkennen, warum man Sterbehilfe verweigern sollte, wenn der Patient nur noch durch Augenbewegungen den Todeswunsch signalisieren kann und dies tut, es sei denn, die Ärzte können verantwortlich angeben, daß die Entscheidung nur eine vorübergehende, sehr instabile Entscheidung ist. Ohne Aussicht auf eine subjektive Verbesserung für den Patienten müßte Ärzten sogar das Recht zugesprochen werden, gegen den Wunsch der Angehörigen die lebenserhaltenden Maschinen abzustellen.

Hinweisen muß ich noch auf die aberwitzige Heuchelei, die darin besteht, das Töten von pränatalem Leben - und Leben ist es in der Tat, und auch wenn man etwas richtiges meint, „mein Bauch gehört mir“ ist eine schräge Verdinglichung der Tatsache, daß mein Bauch ein Teil von mir ist - als skandalöses Unrecht anzusehen, aber das zynische Verhalten (das brutale Töten) Tieren gegenüber, die eine deutlich höhere Entwicklungsstufe von Leben einnehmen, unwidersprochen hinzunehmen. Die allgemeine Achtung vor dem Leben sollte selbstverständlich sein, weil Leben die Grundlage unseres Lebens ist. Aber die Moralisierung, die prinzipielle Ächtung des Tötens ist Unsinn, das Leben beruht zum größeren Teil auf Töten, mit dem Obst verzehren wir „Pflanzenkinder“, und wir sind strukturell nicht als reine Pflanzenfresser und noch weniger als bloße Aasfresser angelegt. Allerdings auch nicht als Kannibalen, der Krieg ist eine menschliche Geisteskrankheit, da könnte man mal etwas aktiver werden, sich von dieser Absurdität zu verabschieden.

PS. Abtreibung ist ein Indiz für unzulängliche gesellschaftliche Verhältnisse. In einer guten Gesellschaft wird sie marginal sein.

RE: Sternstunde der Aufklärung | 17.02.2019 | 10:26

Ein Thema, über das sich erst einmal Frauen klar und vielleicht sogar einig werden sollten. Ich hatte mir vorgenommen, nicht selbst zu kommentieren. Ich glaube zwar, darlegen zu können, warum man sich auf der Grundlage einer „linken“ Vernunft sowohl gegen den §218 als auch gegen die Fristenregelung aussprechen muß, freilich ganz unaufgeregt, man (Mann/Frau) kann mit beidem leben, die Kampagnenform ist überzogen. Auch befürchte ich Beifall von der falschen Seite, da schweige ich lieber.

Was nun meinen hier erwähnten Tunnelblick angeht, ist der mindestens breit genug, der dialektischen Bewegung in die Zukunft zu folgen. Ich erblicke zwar in früheren Formen der Vergesellschaftung „niedrigere kulturelle Stufen“, aber nicht im Sinne einer linearen ethischen Höherentwicklung, sondern gemäß der Hegelschen Entwicklungslogik. Man sollte nicht meine Kritik an Kapitalismus bzw bürgerlicher Gesellschaft unterschlagen. Obwohl die Menschen noch nie in solch umfassender Interdependenz zueinander standen und sich als eigensinnige Individuen erfahren, sind sie im gesellschaftlichen Organismus auf asoziales Verhalten festgelegt. Es ist doch gerade die Kritik, daß die Menschen in einer falschen Form leben, ihre (gesellschaftlich entwickelten) Bedürfnisse und Fähigkeiten nicht dem entsprechen, was gesellschaftlich nachgefragt wird. Es ist überfällig, daß die Gesellschaft sich in eine solidarische autonomer Subjekte verwandelt.

RE: Verklärte Sicht | 14.02.2019 | 19:02

Lethe als Verteidiger der pc, pikant. „beten wir heute andere Sachen an, vornehmlich kleine bedruckte Papierscheine“ - der Punkt geht an Dich.

Es ist lustig, wie wir beide mit fast den gleichen Argumenten zu entgegengesetzten Konklusionen kommen. Das ist unsere Differenz, bei halbe-halbe sieht der eine voll, wo der andere leer sieht. Ich will nicht auf alles eingehen, unsere Spielchen sollten hauptsächlich in den eigenen Blogs stattfinden. Darum nur eins: „… dass er beim Beobachtungswissen geblieben wäre und sich nicht um die Erklärung von Zusammenhängen bemühen würde ...“. Genau das meine ich, wie wir hat er sich erfolgreich um Zusammenhänge bemüht und auch die Generationen nach ihm, deswegen ist er schlau geworden, deswegen sind wir heute schlauer. Deine Version wäre richtig, wenn wir immer wieder bei Null begönnen, Bewußtsein und Einsichten unserer Vorgänger total vergessen würden. Das passiert auch, aber nicht durchgängig.

RE: „Ein Selbstbild der Verachtung“ | 14.02.2019 | 11:21

„Warum?“

Das beantworte ich gerne noch einmal ganz explizit, obwohl ich es auch selbst schon gefühlte 1000mal mindestens implizit gesagt habe.

Ich unterstütze mit keinem Wort die Gegenaufklärung, die an der Maxime „dem Wahren, Guten, Schönen“ herumkratzt. Das Gute ist ein kategorischer Wert. Das Individuum sollte einen kognitiven, ethischen und ästhetischen Kompaß in sich haben. Und die Gesellschaft sollte entsprechend durch Wahrheitsliebe, einen ästhetischen Feinsinn und ein Niveau der Sittlichkeit gekennzeichnet sein, das erhalten und ausgebaut werden sollte. In früheren Gesellschaften mag es progressiv gewesen sein, die Gesellschaft durch Moralsysteme, vor allem religiöse, zu binden. Heute sehe ich das als hinderlich an, heute sollte Ethik die Moral ersetzen. Also kein „Sollen“, sondern ein reflexives ethisches „Wollen“. Das hat zur Voraussetzung, daß mehrheitlich die Stufe der Autonomie in der moralischen Entwicklung erreicht ist, und davon bin ich überzeugt. Wenn heute unethisch gehandelt wird, dann nicht, weil das ethische Motiv fehlte, sondern weil dem praktisch so viel entgegensteht. Weil dieses Gesellschaftssystem das ethische Verhalten strukturell bestraft, die Ideologie die Ethik überdeckt, usw.

Nehmen wir das Beispiel des dunkelhäutigen Menschen in der Bahn. Der Reisende, der sich wegsetzt, wird eher Spott und Fremdscham ernten als Mitgefühl. Ein ganz gewitzter Mitreisender könnte ihm eine Atemmaske reichen mit der Bemerkung, daß er das Abteil verlassen möge, da hier die Luft durch schwarze Atemluft verunreinigt ist. Aber das Wegsetzen moralisch zu beanstanden und zu ahnden, ist sehr übertrieben. Die Sittlichkeit ist ein Durchschnittswert, das Recht ist dafür gemacht, diesen Wert nicht beliebig zu unterschreiten, und das zu ahnden, sollte dem Recht vorbehalten bleiben. Wenn es zu Beleidigungen, gar Handgreiflichkeiten kommt, greift das Recht, und es gehört zur Sittlichkeit, solches Fehlverhalten anzuzeigen. Mangelnde Zivilcourage ist ebenfalls nur ab einem bestimmten Niveau justiziabel.

RE: „Ein Selbstbild der Verachtung“ | 14.02.2019 | 00:24

Zu diesem Interview muß man den „Freitag“ beglückwünschen und auf große Beachtung hoffen.

RE: Cicero und die Medienkrise | 14.02.2019 | 00:22

<Zuerst einmal geht es doch darum, dass es Medien gibt, die darstellen, wie es sich verhält („was ist“).>

Journalismus ist die Vermittlungsarbeit, etwas, was ist, allgemeiner bekannt zu machen, aber auch Fakten in einen nicht geläufigen Zusammenhang zu stellen. Das schließt ein, Zusammenhänge, die weniger zwingend sich ergeben, hypothetisch vorzustellen, sogar nur mögliche zu erörtern. Fakten und Interpretationen sind nicht lupenrein zu trennen, aber die Differenz sollte so klar wie möglich offengelegt werden.

Sachen zu schreiben, die ein Bedürfnis befriedigen, das nichts mit Wahrheitsorientierung zu tun hat, also auch nicht mit dem Bedarf an einem glaubwürdigen Verständnis der Welt und der Möglichkeiten in der Welt, definieren die Schreibtätigkeit als reine Warenproduktion, solche Schreiberei als Produkt der Kultur-/Unterhaltungsindustrie. Das ist kein Journalismus.

Natürlich ist Unterhaltung ein legitimes Bedürfnis. Aber wenn der Journalismus die Differenz von Wahrheit und Unterhaltung nicht einhält, hat er seine Existenzberechtigung verloren. Und wenn die Menschen auf solchen wahrheitsorientierten Journalismus verzichten können, haben sie den Endzustand der totalen Verblödung erreicht.

RE: Verklärte Sicht | 13.02.2019 | 15:40

<Ist das die typische Arroganz ...>

Natürlich nicht. Die „Wilden“, das sind „wir“ in einem unentwickelten Zustand. Nur hat Denken Voraussetzungen, diejenigen des heutigen Denkens standen den Frühmenschen noch nicht zur Verfügung, waren noch nicht erarbeitet.

<Wir? Als Individuen nein.>

Doch, auch als Individuum. Deshalb beten wir nicht mehr zu den Göttern, wenns donnert und blitzt. Und stellen uns nicht unter bestimmte Bäume. Ich verstehe nicht, wieso Du auf der gleichbleibenden quantitativen Konstanz von individuellem Wissen bestehst. Ich bestreite ja nicht, daß sich das Wissen ändert und Wissensverluste neben -gewinnen stehen. Aber da könnte man mal einen Computer zum Vergleich heranziehen. Der gleiche Computer arbeitet besser oder schlechter, abhängig von seiner Programmierung. Die Menschen sind in einem ständigen Selbstumprogrammierungsprozeß, dessen Sinn ist, bessere Ergebnisse zu liefern. Und ja, das geht nicht immer in die richtige Richtung. Mit den Suchmaschinen hast Du recht, sie fördern iA unser Wissen nicht.

<Nun, von mir wurde dieser Wunsch nicht geäußert.>

Ich habe auch nicht angenommen, daß Du mein Gedankenexperiment mißverstehst. Aber zurück zu Deinem geschilderten Beispiel der Konfrontation von ursprünglichem Wissen und Wissenschaftsbewußtsein. Der Ureinwohner hatte zweifellos ein größeres Beobachtungswissen, wer kennt heute noch Sternbilder? Da muß man aber fragen, weiß der naive Beobachter, daß diese Zusammenfassung von Sternmengen keine reale Basis hat? Hat er eine Vorstellung davon, wie weit die Sterne entfernt sind, und warum sich der Sternenhimmel um die Erde zu drehen scheint? Der Wissenschaftler sollte es wissen, der Ureinwohner kann es nicht wissen. Meinst Du, es besteht zwischen dem Beobachtungswissen und dem theoretischen ein Äquivalenzverhältnis?

Ich brauche hier hoffentlich nicht extra zu betonen, für wie entsetzlich ich es halte, daß die Menschen systematisch in diesser Gesellschaft davon abgehalten werden, ihre Kognition im Rahmen ihrer natürlichen Ausstattung zu entfalten. Insofern stimmt es, es ist ungeheuerlich, für wie dumm sich die Menschen verkaufen lassen. Aber sollen wir die Menschen statt der Verhältnisse dafür verantwortlich machen?

RE: Verklärte Sicht | 13.02.2019 | 12:19

In einem vorstehenden Kommentar hat iDog darauf hingewiesen, daß das menschliche Zusammenleben in systemischen Zusammenhängen stattfindet, marxistisch ausgedrückt: in Gesellschaftsformationen. Da redet man von einem autopoietischen, sich selbst organisierenden und stabilisierenden System, in Unterschied zu einem technischen. Idog bemerkt zurecht, daß damit per se keine positive Qualität benannt ist außer der der Bestandserhaltung. Der Kapitalismus ist ein solches System. In ihm sind die Gattungskräfte der Menschen sehr weit entwickelt, bei gleichzeitiger Entwertung und Entmündigung der Einzelnen, der Bevölkerungsmehrheit. Die Menschen verlieren „sich in irrationale Illusion und Wunschvorstellungen (...), anstatt sich dieser Wirklichkeit zu stellen“. Sie sind durch Konsum und Vergnügungen verführt, sie haben sich nicht entschieden gegen die Entmündigung zur Wehr gesetzt, sie stecken in einem Verblendungszusammenhang.

Das beschreibt die Realität mE besser als die Metapher vom „Esel“ (Jonah Jarvis), das Bewußtsein ist Teil ihrer Selbstorganisation, aber weniger ein dummes, als vielmehr ein ideologisches, „lemminghaftes“. Und Frytom schließt: „Unser Spezies fehlt ein universalistisches Narrativ.“ Das paßt zur Diagnose und Empfehlung von Tom Strohschneider, weshalb ich hier noch nachreichen möchte, warum für mich sein Beitrag ein guter ist:

Er empfiehlt, wohl mit Bezug auf L. Steinkopf, <keineswegs „Toleranz gegenüber Idioten“, sondern das Anerkenntnis eigener Fehlbarkeit: „das Risiko, selbst ein Idiot zu sein“.> Also, nicht das Kriterium Wahrheit aufzugeben, aber es mindestens auch auf sich selbst anzuwenden. Wenn wir wahrheitsorientiert handeln wollen, muß unser Denken ähnlich funktionieren, wie es in der Wissenschaft funktioniert. Ich lasse einmal das experimentelle, induktive Denken beiseite. Das deduktive ist in den Wissenschaften axiomatisch gefaßt. Es gibt die Denkvoraussetzungen, die sich durch Plausibilität auszeichnen sollten, und es gibt die theoretische Arbeit, aus diesen Voraussetzungen durch richtiges Schließen die Menge der möglichen Schlußfolgerungen zu ziehen. Dieser zweite Prozeß muß widerspruchsfrei, also absolut begründet sein, das ist überprüfbar. Für die axiomatischen Setzungen gilt das nicht, in denen steckt die formalisierte Realitätserfahrung. So sollte auch unser planvolles Denken funktionieren, wir machen Annahmen und formulieren Wünsche, über die wir uns einigen können oder nicht, die aber immer den Charakter von Setzungen haben, denen man nicht zustimmen muß, der zweite Schritt ist, daraus Konsequenzen zu ziehen, und die sollten nachvollziehbar begründet sein. Unsere Diskussionen müssen also um zweierlei kreisen, um das, was wir subjektiv anerkennen wollen, und das, was sich zwingend, als objektive Wahrheit, aus unseren Vorannahmen ergibt. Sind Konsequenzen möglich, die unerwünscht sind, sind unsere Prämissen nicht haltbar. Das wäre kritisches, reflektiertes Bewußtsein (gegen Vorgaben, gegen Andere, gegen sich selbst). Wenn das unkritische und ideologische Bewußtsein aufgelöst und die materialistischen Grundlagen der kapitalistischen Gesellschaft aufgehoben werden, wird eine bessere Gesellschaft möglich.

RE: Verklärte Sicht | 13.02.2019 | 12:15

Der kulturlose Einzelgänger in der Wildnis wird intuitiv gelernt haben, wie er auf wilde Tiere reagieren muß (sonst hätte er nicht überlebt), explizit wissen können wir alle es aufgrund der tierischen Verhaltensforschung heute besser, und könnten uns daher auch angemessener verhalten. Daß wir es nur virtuell, in Bibliotheken nachlesbar, wissen, hängt damit zusammen, daß es nicht mehr zu unserer Lebenswirklichkeit gehört. Wir wissen heute über unglaublich viele Dinge bescheid, die jenseits unserer unmittelbaren Erfahrung liegen, das ist ein riesiges kulturelles Mehr. Der einzelne Wilde ist in unserer Welt verloren, weil es für ihn keine Jagdgründe mehr gibt. Meine Frage nach der Präferenz zielte gedankenexperimentell auf die Alternative eines ursprünglichen tierischen Lebens oder eines zivilisierten (einschließlich freilich der dann unvermeidlichen Zivilisationskrankheiten). Ich glaube nicht, daß der Wunsch zurück zu den Ursprüngen, der tatsächlich geäußert wird, ehrlich oder durchdacht ist.