RE: Der Kodex der Zwietracht | 04.08.2017 | 11:52

Nur der Kommandant des Rettungsschiffes ist in der Lage und befugt, einen „sicheren Ort“ für die Ausschiffung der Geretteten auch unter juristischen Gesichtspunkten auszuwählen.[2]

Dies konterkariert die Aussage der "Seenotretter", sie hätten gar keine andere Wahl, als italienische Häfen anzulaufen, da sie durch MRCC Rom (Maritime Rescue Coordination Centre) diese Anweisung hätten.

Gehen wir aber davon aus, dass der Kommandant die alleinige Entscheidungsbefugnis hat, grenzt das Handeln der Kommandanten an Rechtsmissbrauch, da die offenkundig ein Transport nach Libyen überhaupt nicht in Erwägung gezogen wird.

RE: Kein afrikanisches Muster | 04.08.2017 | 11:31

Nur die Ruander selbst können hoffentlich eines Tages entscheiden, was für sie mehr wiegt: Kagame als Begründer des modernen Ruanda und Versöhner der Volksgruppen oder Kagame als blutrünstiger Kriegsherr und Destabilisator Ruandas und des Kongo in den 90er-Jahren des 20.Jahrhunderts!

Jetzt ist die Antwort der Ruander auf diese Frage eindeutig und angesichts der Geschichte Ruandas tun wir alle gut daran, dies zu respektieren.

RE: Totgesagte leben länger | 22.04.2017 | 10:02

Hundertprozentige Zustimmung. Man könnte es mit dem üblichen 1. Mai - Kopfschütteln bewenden lassen, wenn es sich nur um die "Antifa" - Meinungsdiktatoren handeln würde. Was mich bedenklich stimmt ist, dass ausgerechnet jene, die sonst in den entlegensten Ecken der Welt Demokratie und Meinungsfreiheit einfordern, ihren eigenen Ansprüchen in Deutschland nicht gerecht werden wollen.

RE: Ist Widerstand dagegen kein linkes Thema? | 23.12.2016 | 11:18

Ich überlege gerade, in welchem Konflikt es einer UN Truppe jemals gelungen ist, für Ordnung zu sorgen. Dafür müsste die UN Truppe ja aus schlagkräftigen Nationen zusammengesetzt sein und im Zweifel sogar schießen (Igitt....). Und die ihr vorgesetzten Special Representatives müssten eventuell für die politische Rückendeckung sorgen. 3 Wünsche auf einmal - das geht nun wirklich nicht....

RE: AfD -Demokratieverständnis & Meinungsfreiheit | 26.11.2016 | 12:12

Wir brauchen seriöse Menschen, glaubhafte Persönlichkeiten, starke Politiker und keine Marktschreier in politischen Gremien.

Prima, Herr Dinc, dann fangen Sie doch damit an oder verlassen Sie das politische Gremium Ortsrat Süd Salzgitter.

In punkto Marktschreierei stehen Sie Herrn Höcke jedenfalls in Nichts nach.

Gut zu wissen, dass in der SPD Salzgitter die allein gültige politische Wahrheit gepflegt wird.

RE: Ein Einsatz an der Grenze | 07.11.2016 | 07:52

Der Einsatz deutscher AWACS-Aufklärungsflugzeuge im syrischen Krieg wird die NATO mehr in den Konflikt ziehen, statt ihn zu bremsen

Es gibt keine deutschen AWACS Aufklärungsflugzeuge. Wenn überhaupt gibt es NATO - AWACS Aufklärungsflugzeuge deren Besatzung teilweise auch aus Angehörigen der Bundeswehr besteht.

So ein wenig Präzision tut auch dem Freitag gut.

RE: Der Pilot ist schuldig! | 18.10.2016 | 11:11

Lassen wir also das "fiktiv" weg. Die dargestellte Faktenlage war ein Flugzeug, dass von einem islamistischen Terroristen entführt wurde, dass nicht mehr kommunizierte, das auf Warnschüsse und Abdrängversuche nicht reagierte, dessen Kurs und Flugverhalten nach Analyse des Führungszentrums der Luftwaffe in Richtung Stadion gerichtet war. Das Dilemma, in dem sich der Kampfpilot befand, wurde ausreichend thematisiert. Die Theologin bei Plasberg hat es sinngemäß so formuliert: Er hatte zwei falsche Möglichkeiten zur Auswahl und hat sich für die weniger falsche Möglichkeit entschieden. Ich persönlich teile diese Auffassung.

RE: Der Pilot ist schuldig! | 18.10.2016 | 11:05

Das mag sein. Ich bin kein Jurist und wenn ich mir ansehe, was die Rechtsprechung mit Hinweis auf BVG und Grundgesetz so "im Namen des Volkes" als Recht erkennt, wäre dies nur ein Beispiel von vielen Urteilen, die mit meinem Rechts- und Verfassungsempfinden nicht vereinbar sind. Ich erkenne durchaus die gesetzliche und moralische Zwickmühle und vielleicht gerade deshalb ärgert mich der arrogante Auftritt von Baum gestern abend.

RE: Der Pilot ist schuldig! | 18.10.2016 | 10:36

Wie in dem Stück bereits gesagt wurde, sind in dem betreffenden Lagezentrum Vertreter der Polizei und anderer Behörden rund um die Uhr anwesend. Diese sitzen in einem derartigen Fall sicherlich nicht mit Popcorn in der Ecke und sehen zu, was die Luftwaffe denn da so macht.

Von Schirachs Idee war wohl die, das Handeln eines Piloten moralisch zu beleuchten, der sich über das BVG hinwegsetzt und Menschenleben die Würde nimmt, indem er sie zum Objekt macht, zur Waffe eines Terroristen, die auszuschalten sei.

Nicht der Kampfpilot nimmt den Passagieren und Crew des Airliners die Würde - der Flugzeugentführer hat sie zu einer - zu seiner Waffe degradiert. Der Kampfpilot gibt ihnen insofern ihre Würde zurück, in dem er den Missbrauch als Waffe verhindert.

RE: Der Pilot ist schuldig! | 18.10.2016 | 10:15

Die gegenteilige Annahme ist das (fiktiv) tatsächlich Geschehene, nämlich das bis zum Zeitpunkt des Abschusses der Airliner Pilot das Ruder eben nicht herumgerissen hat. Statt dessen ist er in den Sinkflug gegangen in Richtung des Stadions.