RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 18:00

Ich bin mir sicher, Ihnen wird das Ergebnis der internationalen Geschichtsschreibung missfallen. Solche nationalen Narrative wie die russische Krym haben darin keinen Platz. Haben Sie sich mit diesen Historikern mal auseinandergesetzt? Nur mal so gefragt.

RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 12:14

Wenn schon hier andere mit Links um sich werfen. Einen aus der russischen Gegenwart habe ich zu bieten. Zurück ins 19. Jahrhundert: Neuer Gesetzentwurf in Russland zur Regelung von Duellen

RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 11:15

Um Ihnen mal etwas Lektüre zu empfehlen. Jan Claas Behrends ist der Herausgeber eines sehr interessanten Buches: 100 Jahre Roter Oktober. Zur Weltgeschichte der Russischen Revolution. Besonders interessant ist das Kapitel über die 70er Jahre unter Breshnev und das letzte Kapitel über Putins Erinnerungskultur. Ich habe aber meine Zweifel, ob Ihnen dieses Buch zusagen wird. Oder sind Sie über diesen Artikel nur gestolpert, weil die Worte International und Krym aufgetaucht sind? So recht ist mir noch nicht klar, was Sie mir mit der Verlinkung des Artikels sagen wollen.

RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 10:54

Und? Ich habe einige Werke von Jan Claas Behrends gelesen. Ich bin mir aber nicht so sicher, ob Ihnen dessen Aussagen gefallen werden. Ich vermute, er wird mir eher zustimmen als Ihnen. Ach ja- was sagt denn der Artikel Ihrer Meinung nach aus?

RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 10:19

Sie haben eine interessante Vorstellung von einem Geschichtsstudium. Und noch interessanter, dass Sie glauben, Lücken in Geschichtsbüchern finden zu können. An welche denken Sie?

RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 09:55

Ich habe Geschichte studiert. Da ist es logisch, wenn man sich für historische Ereignisse interessiert.

RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 09:40

Was soll das jetzt werden? Wenn Sie glauben, andere Gesprächspartner an Auschwitz erinnern zu müssen, scheinen Sie davon auszugehen, der andere wüsste nichts davon. Das kann durchaus peinlich für Sie enden. Ich habe Auschwitz, Buchenwald, Neuengamme, Babyn Yar und Kamjanez Podilskij besichtigt. Ich habe letzte Woche in Lviv die Veranstaltungen zum 75. Jahrestag der Auflösung des Lemberger Gettos angesehen. Ich habe die vielen Litfassäulen gelesen, die derzeit in der Stadt zu sehen sind. Darauf kann man die Geschichten der Täter, der Opfer, der Mittäter und der Widerstandskämpfer finden. Sowie die Orte, an denen die Verbrechen geschehen sind. Daher mal die dezente Frage: Worauf möchten Sie mich hinweisen, was ich noch nicht weiss?

RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 09:19

Die Frage der Nationalität einer Person scheint in Deutschland eine elementare Rolle zu spielen. Wie jüngst auch in Chemnitz und in Köthen. Gibt es einen Grund, warum das die erste Frage ist, die Sie gestellt haben? Ich bin es gewohnt, mich inhaltlich auseinanderzusetzen. Da spielt für mich die Frage der Natiomalität keine Rolle. Im Gegensatz z.B. zu Anhängern der AfD, bei denen die Frage nach der Nationalität einer Person auch die Wichtigste zu sein scheint. Darüber hinaus scheinen Sie meiner Antwort auf einen Artikel intellektuell nicht folgen zu können. Es ging um die unsinnige Behauptung, den Widerstand der in Ostpolen und in der Westukraine lebenden Ukrainer habe es quasi nur gegeben, weil dies eine geheime Aktion der USA war. Vielleicht haben Sie aber auch den Artikel von Punk und meine Antwort darauf nur nicht gelesen.

RE: Schon aus Prinzip | 13.09.2018 | 00:13

Gerne. Wenn Sie den Zeitraum und den Zweck der 5 Mrd. benennen und dann noch die Zahlen aus Russland aus dem gleichen Zeitraum nennen. Aber meinen Sie nicht, dies wär ein so alter Hut, der schon ein paarmal diskutiert wurde? Schon den Zeitraum vergessen?

RE: Schon aus Prinzip | 12.09.2018 | 23:45

Allein der erste Artikel eine masslose Überschätzung der Macht der Geheimdienste. Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass Sie und auch Herr Heyden gerne daran glauben. Das funktioniert auch prima ohne jegliche historische Kenntnisse. Aber wenn Sie sich mal in Galizien oder auch in der angrenzenden polnischen Region aufhalten und sich die Geschichte der Aktion Weichsel anhören, wenn Sie die Familiengeschichten betrachten, dann werden Sie viele Gründe der Menschen finden, sich gegen die Sowjetisierung zu wehren. Die geplanten CIA-Aktionen fallen einen da zuletzt ein. Ich weiss nicht, ob Sie die Gelegenheit hatten, mit einer alten Frau zu reden, die in dieser Zeit für 10 Jahre nach Magadan verschleppt wurde. Mag sein, dass Sie kein Problem damit hätten, morgen früh um 4 klopft der NKWD bei Ihnen an die Tür und siedelt Sie nach Kazakhstan um. Sie kommen dort im Novemberr ohne Essen an und werden in der Wildnis ausgesetzt. Das war sowjetische Wirklichkeit für die Ukrainer. Und Sie glauben, Widerstand gabs nur dank der CIA. Sie habe keine Ahnung. Keine. Null. Kommen Sie mir bitte nicht mit den Nazigeschichten. Ich kenne viele Familiengeschichten. Der eine Grossvater hat die Leningrader Blockade überlebt. Der andere den Holodomor im Donbas. Beide einte eines. Sie hatten täglich weniger zu essen als KZ-Insassen in Auschwitz. Und das gilt mit vollem Recht als eines der grössten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Ich kenne Familien, da war der eine Grossvater bei der Roten Armee, der andere bei der SS. Gehen Sie davon aus, beide haben Verbrechen begangen. Die Kinder beider Grosseltern haben geheiratet. Zwischen Inen und mir gibts einen Unterschied. Sie wissen nichts über die osteuropäische Geschichte und leben in dem Glauben, alles zu wissen. Mir kommt angesichts der Lebensgeschichten, die ich gehört habe, Ihre Klarheit abhanden. Sie leben in Ihrer Welt mit klaren Bildern und klaren Antworten. Ich sage Ihnen, Sie haben nichts verstanden. Weil Sie nicht zuhören können. Sie sind kein Punk, sondern ein satter Bürger.