Waschsalon, wunderbarer

BERLINER ABENDE Für die Herren ist der Gang der Dinge traditionell: Erst wäscht die Mutter, dann die Freundin, bald darauf die Gattin im stimmungsabhängigen Wechsel ...
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Für die Herren ist der Gang der Dinge traditionell: Erst wäscht die Mutter, dann die Freundin, bald darauf die Gattin im stimmungsabhängigen Wechsel mit der Schwiegermutter, dann wäscht das Spitalpersonal und am Ende die Aushilfskraft des Bestattungsunternehmers. Wenig haben wir mit Wäsche zu tun, es sei denn, es gälte, ein zartes Gespinst am willigen Leib zu zerreißen. Erst mit der Zufuhr dunkler, erstaunlich auf Sauberkeit achtender Männer, zwecks Verbrauch durch die einheimische Kapitalistenklasse, nahm das Waschsalonwesen seinen berüchtigten Aufschwung.

Der einheimische Single, besserverdienend, nennt eine Maschine sein Eigen. Dennoch gibt es Umstände, die den Besuch eines Waschsalons erzwingen. So stellt sich in nicht wenigen Wohnungen