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RE: Schluss mit dem Sesseltanz! | 30.06.2016 | 15:28

Was Butterwege (und andere) immer unterschlagen:

Die Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) mit Hilfe einer einheitlichen Quellensteuer* auf ausnahmslos alle Einkommen als »Basic Income Flat Tax« (BIFT) ist ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel und kostet keinen Cent.

Wenn wir das Existenzminimum (8.652 Euro/Jahr, 721 Euro/Monat in 2016), das schon heute jedem Bundesbürger entweder per steuerfreiem Grundfreibetrag oder via Grundsicherung (ALG 2, Grundsicherung im Alter etc.) zusteht, ab morgen direkt an die gleichen Bürger auszahlen, kostet das den Staat keinen Cent extra (für Kinder* wäre das BGE analog etwas niedriger).

Eine BIFT würde nicht nur auf Löhne (Arbeit), sondern auch auf Leistungslose Gewinne (»arbeiten lassen«) erhoben. Bei 50 % schließt sie die Einkommensschere von Löhnen und Gewinnen. Bei einem jährlichen Volkseinkommen* von 2260 Mrd. (2015) fallen bei Grenzsteuersatz 50 % 1130 Mrd. im Jahr an. Ein monatliches BGE in Höhe von 1165 Euro ist bei 80,8 Mio. Einwohnern so aus den Primär-Einkommen finanzierbar.

Der Schweizer Ökonom Peter Ulrich erläutert in einem Interview, wie die Ausschüttung eines BGE an alle Bürger finanziert und bewerkstelligt werden kann:
https://youtu.be/_5nPV7GKfIc?t=5m12s

Darüber hinaus lässt sich eine BIFT zur Finanzierung des BGE auch mit Konsum- bzw. Verbrauchsteuern zur Finanzierung der übrigen Staatsausgaben und dem Abbau der Staatsschulden mittels Abbau privater Vermögen kombinieren:
https://www.youtube.com/watch?v=SV0Pg5ZMk14&feature=youtu.be&t=37m21s



*Indem jedem Bürger ein Grundeinkommen ausgezahlt wird, kann der einheitliche Steuersatz (BIFT) auf alle Einkünfte erhoben werden, ohne dass hierbei persönliche Steuersätze oder Freibeträge zu berücksichtigen sind. Der »Steuerfreibetrag« ergibt sich aus der Höhe des Einkommensteuersatzes und des Grundeinkommens.

*Aktuell (2016) beträgt das vom Bundesverfassungsgericht festgestellte soziokulturelle Existenzminimum für Kinder 604 Euro monatlich (7.248 Euro pro Jahr). Es setzt sich aus der Höhe des sächlichen Existenzminimums (4.608 Euro/Jahr, 384 Euro/Monat) und dem Freibetrag für die Betreuung und Erziehung bzw. Ausbildung (BEA) in Höhe von 2.640 Euro/Jahr, 220 Euro/Monat) zusammen.

*Das Volkseinkommen umfasst das von Inländern empfangene Arbeitnehmerentgelt sowie die Unternehmens- und Vermögenseinkommen.



Für die Kranken- und Unfallversicherung könnte eine Grundversicherungspflicht eingeführt werden. In Grundeinkommen wäre dann ein Gutschein über 200 Euro Krankenversicherungsbeitrag enthalten. Dieser »Versicherungsgutschein« könnte bei einer freigewählten Kranken- beziehungsweise Unfallversicherung eingelöst werden, wobei alle Krankenkassen zu deren Annahme verpflichtet wären (also einem Diskriminierungsverbot und Kontrahierungszwang unterliegen würden).

RE: Was würdest Du arbeiten, wenn... | 24.05.2016 | 15:31

Die Finanzierung der Grundeinkommen z.B. in Form einer Negativen Einkommensteuer ist ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel und kostet keinen Cent.

Wenn wir das Existenzminimum (ab 2016 8.652 pro / 721 € pro Monat), das schon heute jedem Bundesbürger per Steuerfreibetrag oder Grundsicherung (ALG 2, Grundsicherung im Alter etc.) zusteht ab morgen direkt an die gleichen Bürger auszahlen, kostet das den Staat keinen Cent extra (für Kinder wäre das BGE dann natürlich analog etwas niedriger).

Eine Negative Einkommensteuer würde nicht nur auf Löhne (Arbeit), sondern auch auf Leistungslose Gewinne (»arbeiten lassen«) erhoben. Bei 50 % schließt sie die Einkommensschere von Löhnen und Gewinnen. Bei einem Volkseinkommen von 2096 Mrd. fallen bei Grenzsteuersatz 50 % 1048 Mrd. im Jahr an. Das BGE von 1080 Euro monatlich ist bei 80,8 Mio. Einwohnern so aus den Primär-Einkommen finanziert.

Der Schweizer Ökonom Peter Ulrich erläutert in einem Interview, wie die Ausschüttung eines BGE an alle Bürger finanziert und bewerkstelligt werden kann.

Dirk-Justus Henschel kombiniert in seinem »Drei-Säulen Modell« eine Negative Einkommensteuer (Negative Income Flat Tax, NIFT) zur Finanzierung der Grundeinkommen, Konsum- u. Verbrauchsteuern zur Finanzierung der übrigen Staatsausgaben und den Abbau der Staatsschulden durch Abbau privater Vermögen.

RE: Angela Merkels teurer Irrweg | 27.03.2015 | 23:15

»Geld wird ausschliesslich als Schuld/Kredit erzeugt«
Das ist doch nichts neues, das gab es schon vor 5.000 Jahren:
https://youtu.be/E7efvLgeKP8

RE: Wir arbeiten dran | 01.10.2014 | 15:46

Grundeinkommen – nicht warten sondern starten!

Im Netzwerk BGE-Kreise besteht die Möglichkeit, eigene Erfahrungen in einem geschützten Rahmen mit dem Grundeinkommen zu machen. Elemente von Tauschring, Komplementärwährung und Grundeinkommen wurden hier zu einer Einheit verschmolzen.

http://bgekoeln.ning.com/profiles/blogs/bedingungsloses-grundeinkommen-nicht-warten-sondern-starten

RE: Utopie trifft Politik | 25.09.2014 | 18:42

Bedingungsloses Grundeinkommen – nicht warten sondern starten!

Kaum eine Idee bewegt die Menschen in den letzten Jahren so sehr wie das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE). Das lässt sich leicht an der Vielzahl von Modellen ablesen, die mittlerweile die Diskussionen durchfluten. Je nach Modell und Finanzierungsansatz gibt es unterschiedliche Begriffe für im Prinzip Vergleichbares: »Gesellschaftsdividende«, »Negative Einkommensteuer«, »ausgezahlter Mehrwertsteuerfreibetrag«, »Teilhabeabgabe« sind nur einige davon. Überall wird diskutiert, theoretisiert – wie soll das gehen? Arbeitet dann noch einer? Was ist mit den Schmarotzern? Aber wie geht es denn nun wirklich? Wie wäre es endlich mal mit Praxis statt mit Theorie?!

Im Netzwerk BGE-Kreise besteht die Möglichkeit, eigene Erfahrungen in einem geschützten Rahmen mit dem Grundeinkommen zu machen. Elemente von Tauschring, Komplementärwährung und Grundeinkommen wurden hier zu einer Einheit verschmolzen.

http://bgekoeln.ning.com/profiles/blogs/bedingungsloses-grundeinkommen-nicht-warten-sondern-starten

RE: Her mit der Knete | 13.08.2014 | 16:03

Im Netzwerk BGE-Kreise besteht die Möglichkeit, eigene Erfahrungen in einem geschützten Rahmen mit dem Grundeinkommen zu machen. Elemente von Tauschring, Komplementärwährung und Grundeinkommen wurden hier zu einer Einheit verschmolzen.

RE: Rückzieher mit Folgen | 02.07.2013 | 15:37

Europäische Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen

Am 14. Januar 2013 hat die Europäische Kommission unsere Europäische Bürgerinitiative zugelassen und damit eine Unterschriftenkampagne in Gang gesetzt, die für die Dauer eines Jahres die EU-Mitgliedsländer beschäftigen wird.

Die Herausforderung besteht darin, bis zum 14. Januar 2014 500 Millionen Bürger in der Europäischen Union zu erreichen und 1 Million Unterstützungsbekundungen zu sammeln. 15 Mitgliedsländer haben sich der Initiative bereits angeschlossen. In 7 Ländern muss eine bestimmte Mindestanzahl von Unterstützungsbekundungen zusammen kommen.
Europäische Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen Setzt Euch ein für ein Grundeinkommen als Menschenrecht!

Wenn wir 1 Million Unterstützungsbekundungen erreichen, ist die Europäische Kommission gehalten, unsere Initiative sorgfältig zu prüfen und eine Anhörung im Europäischen Parlament zu ermöglichen. Die Antwort der Kommission ist ausführlich zu begründen.

Jetzt mitzeichnen …!

RE: 90 Euro im Schnitt | 04.12.2011 | 16:12

Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Brandbrief eines entschiedenen Bürgers

Ralph Boes strebt an, das in jeder Weise grundgesetzwidrige Sanktionssystem in Hartz IV über eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe zu stoppen. Hierzu hat er begonnen, den dafür notwendigen Präzedenzfall zu schaffen, indem er sich selbst offen in die Schusslinie aller Sanktionen stellt.

Ein offener Brief an den Bundespräsidenten, die Bundeskanzlerin, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales und an die für ihn zuständigen Obrigkeiten in den Arbeitsämtern, der das Spannungsfeld herstellt, ist auf den Weg gebracht. Er ist in kürzester Zeit von über 1000 Menschen mitunterzeichnet worden.

Mehr Informationen zu dieser neuartigen Kampagne unter:
www.grundrechte-brandbrief.de

RE: Finanzkrise: Die Macht der (Geld-)Menge | 25.10.2011 | 15:41

„Die Finanzwirtschaft und alle beteiligten scheinen zum Gegner in einem neuen kalten Krieg zu werden - parallel zur Religionsfrage.“

Weshalb es irgendwann, als Teil einer neuen Aufklärung, zu einer Trennung von Staat und Finanzwirtschaft kommen wird.

„Diese Misere ist auch nicht mit mehr Demokratie zu beheben, wie es auf den nun aufkeimenden Demo´s zu hören ist. Wer wolle denn da über alles entscheiden und mit welchen Wissen?“

Das Thema ist komplex und der Diskurs über Handlungsmöglichkeiten löst in der Regel Ängste bei den Betroffenen – also uns Bürgern, als Besitzer von Vermögensbeständen in Form von Bargeld und Bankkonten – aus.

Trotzdem kann sich jeder schon heute über Funktion und Auswirkungen unseres Geldsystems informieren, damit wir uns im gesellschaftlichen Diskurs gegenseitig für anstehende (direkt-demokratische) politische Entscheidungen weiterbilden.

Warum eine gesellschaftliche Debatte über unser Geldwesen notwendig ist, erfährt man in diesem sehr informativen Vortrag, in dem auch Lösungsstrategien zur Reform unseres Geldsystems präsentiert werden:

Jörg Buschbeck – Soll = Haben! Wie falsches Sparen Finanzkrisen auslöst
www.youtube.com/watch?v=Lp_BvqcCGwA

Mit besten Grüßen aus Köln
Henrik Wittenberg

RE: Die Grenze des Wachstums | 26.08.2011 | 19:26

Anstatt von technokratischen Zukunftsträumereien à la „Green New Deal“ zu schwärmen, sollten die Grünen mehr über Gesellschaftliche Innovationen nachdenken – denn hier entscheidet sich die Zukunft einer Gesellschaft:
gruene-denkfabrik.de/workshop/das-bedingungslose-grundeinkommen-eine-alternative/