Wolfbert

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RE: Konsum schafft CO₂ | 27.07.2020 | 18:30

Auch von mir – wenn auch etwas spät – vielen Dank an Michael Jäger für diesen Artikel.

Wenn man die hier angesprochenen Gedanken weiterverfolgt, gelangt man meines Erachtens zur Wertkritik, jener marxistischen Denkschule, die den Fetischismus des heutigen warenproduzierenden Systems und der Arbeit thematisiert.

Schön wäre es, würde diese Theorie auch mal im Freitag diskutiert. Gerade Michael Jäger hat ja an verschiedenen Stellen gezeigt, dass er es versteht über die aktuelle Lage hinausreichende Gedanken auf geerdete Weise darzustellen.

RE: „Die neoliberale Ordnung bricht zusammen“ | 19.02.2020 | 13:38

Schon die Informationen, die Chomskys liefert, machen den Artikel lesenswert, etwa:

"… So erfahren wir aus jüngst veröffentlichten Studien, dass 65 Prozent des Wachstums in den USA in den vergangenen zehn Jahren an die Allerreichsten geflossen ist; als [über]nächstes kam Deutschland mit 51 Prozent, danach fiel der Wert stark ab. Dieselben Studien zeigen, dass, wenn die gegenwärtigen Trends anhalten, in den kommenden zehn Jahren das gesamte Wachstum an die Reichen gehen wird."

Es lohnt sich speziell dem ersten Link zu folgen. Er führt zur "Brookings Institution", bestimmt keine "linke" Quelle. Man beachte die Tabelle 1:

"Die Top 10 der Länder, in denen die Reichen den größten Zuwachs beim Anteil vom Konsum erzielt haben, 2010-2020".

Deutschland ganz vorne! Das bedeutet aber, dass die Ungleichheit in Deutschland mehr als in den meisten anderen Ländern zunimmt.

Wieviel hat man davon in den Leitmedien gehört?

RE: So foltert Amerika | 23.12.2019 | 17:00

"Da ist keine Partei, keine Gruppe ausgenommen."

Na ja, es gibt schon Unterschiede.

Siehe z.B. der Link von Magda auf Ulla Jelpkes (DIE LINKE) Homepage.

RE: Das ist die ganze EU nicht wert | 13.12.2019 | 14:42

Leider haben Sie so Recht. Und es steht zu befürchten, dass Bernie Sanders in den USA ebenfalls scheitert – schon in den Vorwahlen. Womöglich sind die Demokraten irre genug, einen Milliardär aufzustellen.

RE: Das ist die ganze EU nicht wert | 13.12.2019 | 11:24

Wieder eine Hoffnung weniger.

Sicherlich muss man zugeben, dass Jeremy Corbyn durch seine unklare Position zum Brexit seinen Beitrag zum Scheitern geliefert hat, nur: was hätte er angesichts der Spaltung auch in seiner eignen Partei besser machen können?

Das Entscheidende findet man aber sicher an anderer Stelle.

Sogar die ZEIT schreibt: „Ein Grund für Corbyns Imageproblem liegt in einer jahrelangen Medienkampagne gegen den Labourchef, angeführt vom rechtskonservativen Boulevard.“

Diejenigen, die Geld und Macht haben, kämpfen mit allen Mitteln gegen jeden Versuch ihre Privilegien anzutasten. Flegen hat an anderes Exempel erinnert: Griechenland.

Die Eliten erkennen nicht, dass die wachsende Spaltung letztendlich eines bewirken wird: dem Faschismus die Tür zu öffnen. Oder sie nehmen es in Kauf, sie brauchen die Demokratie nicht mehr.

RE: „Alle müssen auf die Straße!” | 23.08.2019 | 16:18

Richtig.

Wie man an vielen Stellen sieht, fruchtet die Propagandaschlacht immer noch.

RE: „Alle müssen auf die Straße!” | 23.08.2019 | 14:59

Was oft übersehen wird, ist das kritische Potenzial, das in der Klimabewegung steckt. Auf den FfF-Demos sieht man auf Plakaten und hört in Reden immer wieder Kapitalismuskritik. Viele jungen Leute werden politisiert und fangen an weiter zu denken.

Jean Ziegler sieht das, im nd steht aktuell ein passender Artikel von Lorenz Gösta Beutin (Klima- und Energiepolitiker der Linken im Bundestag).

RE: „Alle müssen auf die Straße!” | 23.08.2019 | 13:53

"Klimaleugner sind rechts":

Wer sagt denn das? Ich jedenfalls nicht. Ich habe nur darauf verwiesen, dass man auf rechten Plattformen (nahezu) ausschließlich klimawandelskeptische Äußerungen findet. Ebenso bei rechten Politikern: Trump, Bolsonaro, Orban, AfD, …

"Dazwischen gibt es nichts":

Ganz und gar nicht meine Meinung.

RE: „Alle müssen auf die Straße!” | 23.08.2019 | 12:11

Vielen Dank Ihnen und den anderen Foristen, die das Feld nicht den Klimawandelleugnern (sorry: es muss ja heißen Menschen-gemachten-Klimaveränderungs-Skeptikern) überlassen.

Denjenigen, die böse, verschwörerische Mächte hinter den Warnern sehen oder auf auch sie überzeugende Beweise warten, vielleicht ist der Eisberg vor der Titanic ja doch nur eine Spiegelung im Wasser, da wäre es unverantwortlich das Tempo zu drosseln.

Auf stramm konservativen und rechten Plattformen findet man ausschließlich solche Meinungen (wenn auch oft anders begründet), dass es auch hier noch so viele gibt, stimmt traurig.

Um ein Zitat von Jean Ziegler zu benutzen: der „Obskurantismus im Namen der Vernunft“ trägt noch Früchte.

RE: „Wir dürfen den Mut nicht verlieren“ | 27.07.2019 | 16:17

Das hab ich ja versucht, leider wohl vergeblich. Das gibt mir in der Tat zu denken.

Na immerhin haben Sie mir (in Ihrem letzten Posting, dem ich übrigens in weiten Teilen zustimme) teilweise Recht gegeben.