Entsetzen am Neumarkt

Dresden Wie die Stadt ihr Gemüt heilen und dabei auch noch Geld verdienen will
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Sollte es wirklich so sein, dass achtzig Prozent der Dresdner zur wieder aufgebauten Frauenkirche auch eine historisch angepasste Umrahmung wünschen, dann kam diese Strafe zurecht. Kaum stehen auf dem umkämpften Neumarkt die ersten Kulissen, stellt sich Ernüchterung ein. "Diese Einkaufspassage ist ein Skandal! Da hat man uns italienisches Flair versprochen, und jetzt fehlt jegliche Noblesse."

Das Entsetzen des Lokalfeuilletons gilt dem sogenannten Quartier Eins. Direkt gegenüber dem Eingang zur Frauenkirche wurde von dem Investor Arturo Prisco ein kompletter Straßenblock aus dem Boden gestampft. Während zur eigentlichen Platzfläche hin barocke Fassadenbilder eine bunte Reihe schmaler Bürgerhäuser vortäuschen, hatte sich der Innenhof bei der