Gras fressen für die Bombe

Pakistans Atomwaffen Das latente Kriegsrisiko sowie die islamistischen Kader in der Armee sind eine Gefahrenquelle sondergleichen
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Die Furcht vor einem nuklearen Inferno war nach dem Ende des Ost-West-Konflikts weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Wenn heute die alten Ängste wieder hoch kommen, fällt häufig der Name Pakistan, das sehr viel mehr für einen Risiko-Staat gehalten wird als sein Gegenspieler und Atomrivale Indien.

Das Streben nach der ultimativen Waffe geht bis in die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück: "Wir bauen die moslemische Bombe, und wenn wir dafür Gras fressen müssen", formulierte Zulfikar Ali Bhutto einst als Ministerpräsident seinen Anspruch. Mehr als 500 pakistanische Atomwissenschaftler ließen sich daraufhin in den USA, Kanada und Westeuropa ausbilden. Mit der Bundesrepublik Deutschland schloss Pakistan 1972 e