Wolfgang Ratzel

Aus einem drängenden Endbewusstsein entsteht der übermäßige Gedanke an einen anderen Anfang.
Avatar
RE: AB SOFORT DREI GESCHLECHTER! | 06.11.2013 | 16:38

wieso rutscht mein Kommentar janz nach unten?

RE: AB SOFORT DREI GESCHLECHTER! | 06.11.2013 | 16:36

Hallo FEGALO,

stimmt nicht ganz: Die Eltern bzw. das Kind können die Bezeichnung des Geschlecht auch auf Dauer offenlassen. Dann wäre das de facto die Anerkennung eines Geschlechts jenseits des Männlichen und Weiblichen, das auf der symbolischen Ebene NICHT bezeichnet wird.

Nun, die deutsche "Kulturrevolution" kommt in der Tat zögerlich und halbherzig daher. Besser wäre gewesen, das dritte Geschlecht mit einem X zu kennzeichnen (wie in Neuseeland oder Australien - oder "The Others" wie in Indien, Pakistan, Nepal).

Im übrigen wird das Geschlechtskennzeichen X auch in Deutschland kommen, nämlich dann, wenn Intersexuelle einen Pass beantragen. Dann gilt europäisches Recht (siehe: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/intersexualitaet-das-dritte-ist-ein-offenes-geschlecht-12642963.html )

Im übrigen lehne ich die Bezeichnung Drittes Geschlecht ab und bevorzuge die seinsgemäße Bestimmung des Menschlichen als "vielgeschlechtlich". Vielleicht wäre es auch sinnvoll, neben der Anerkennung aller Geschlechter die Angabe des Geschlechts in der Geburtsurkunde, in Pässen oder Bewerbungen u.a. überhaupt wegzulassen.

An Intersexualität gibt es nichts zu feiern. Man ist intersexuell oder nicht oder empfindet sich so.

Viele Grüße, wolfgang.ratzel@t-online.de

RE: Jenseits des Wertdenkens - ein Resümee | 02.07.2013 | 14:43

Hallo Luggi,

nur wer versucht, eine Antwort auf die Frage nach dem Nichts zu finden, kann sich auch der "Realität" zuwenden - weil sich nämlich das Nichts in der "Realität" zeigt, z.B. als Vernichtung

RE: An die "Monitor"-Redaktion | 06.04.2013 | 09:05

Wir leben seit 11/9 in der Epoche der absoluten Feindschaft (analog dem Diktum von Carl Schmitt). Der Feind ist nicht mehr ein Gegner, mit dem man sich auf gleicher Augenhöhe schlägt, der Schutzrechte hat und den man als Gegner achtet. Der Feind ist nurmehr ein Krimineller und Verbrecher.

Das ist keine spezielle Sicht des Staates Israel. Das gezielte Töten, insbesondere durch Drohnen, ist die Strategie und Taktik der post-heroischen Gesellschaften. Man will ein hohes Maß innerer und äußerer Sicherheit, will aber keine oder fast keine Opfer hierfür erbringen. Moralische Argumente greifen hier nicht, schließlich geht es um das eigene bequeme und saturierte Leben, das sich nicht mehr aufs Spiel setzen muss, sagt: wolfgang.ratzel@t-online.de

RE: Auftakt: Das Sokratische Gespräch und Yoga | 06.04.2013 | 08:48

Der Mensch existiert nicht als Menschheit oder "der Mensch". Das Dasein ist je meines. Und deshalb geht es um je-mein Selbstbild. Das spezifisch Menschliche besteht darin, dass er erkennen kann, dass er destruktiv ist. Ich habe die Wahl und kann deshalb mein Leben ändern.

Mir geht es darum, Strukturen und Regeln zur Geltung zu bringen, die das, was als "gut" erachtet wird, fördern und das, was als "böse" erachtet wird, bestrafen. Ich nenne dieses Vorhaben in Anlehnung an das antike griechische Denken das "Nemesis-Projekt".

RE: Gibt es ein richtiges Leben im falschen? | 14.03.2013 | 12:31

All dem stimme ich vollumfänglich zu. Trost: Steter Tropfen höhlt selbst den Beton(kopf)!

Und: Daß Schwaches das Starke besiegt und Weiches das Harte besiegt, weiß jedermann auf Erden, aber niemand vermag danach zu handeln." (Laotse: Tao te king)

RE: Gibt es ein richtiges Leben im falschen? | 14.03.2013 | 12:28

All dem stimme ich vollumfänglich zu. Trost: Steter Tropfen höhlt selbst den Beton(kopf)!

Und: Daß Schwaches das Starke besiegt und Weiches das Harte besiegt, weiß jedermann auf Erden, aber niemand vermag danach zu handeln." (Laotse: Tao te king)

RE: Gibt es ein richtiges Leben im falschen? | 14.03.2013 | 12:23

Drei kurze Antworten:

Erstens denken viele von uns nicht um des Denkens willen (was aber auch o.k. ist), sondern UM IHR LEBEN ZU ÄNDERN, weshalb ich Deinen m.E. wichtigen Kommentar über den Verteiler des Autonomen Seminars weiterverbreiten werde (falls Du nichts dagegen hast). Es geht um die Einheit von Denken und Handeln (wobei Denken auch eine Tätigkeit ist, vielleicht sogar die allerschwerste).

Philosophieren heisst für viele von uns, den Weg zu einem guten und glücklichen Leben (für sich selbst und für viele) suchen und Philosophieren heisst vor allem auch Sterben lernen.

Zweitens fliegt bei uns niemand raus, es sei denn, er würde mit Gewalt die Mitlesenden und Interessierten angreifen und gewalttätig das Seminar zerstören wollen.

RE: Warum ist Etwas und nicht vielmehr Nichts - | 07.03.2013 | 11:48

Frage an Andreas Kemper: Worin besteht die oben behauptete Anschlussfähigkeit des Heidegger-Satzes:

"Dasein ist je seine Möglichkeit! (Heidegger, "Sein und Zeit", §9, S.42)

zur NS-Grundaussage: "Du bist nichts, dein Volk ist alles!"

Heideggers Gesamtwerk, insbesondere Sein und Zeit, Was ist Metaphysik, Beiträge zur Philosophie, Nietzsche I und II und Über den Humanismus, stellt eine Fundamentalkritik nicht nur des Nationalsozialismus, sondern auch jedes Totalitarismus dar.

RE: Bruttosozialglück für das Sein als Ganzes? | 01.03.2013 | 12:31

Das war ein Tippfehler; die Veranstaltung war gestern, 28.2.2013.