Welche Volkshochschule braucht das Land?

Workshop - Welche Volkshochschule braucht das Land - Über die Erneuerung der VHS im Zeichen der Staatsschuldenkrise - Einladung
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Autonomes Seminar an der Humboldt-Universität zu Berlin - Berlin-Pankow, den 18.9.2012

eMail: autonomes.seminar@t-online.de

Liebe Mitlesende und Interessierte,

in Zeiten einer permanenten System-Krise tut philosophisch-politische Bildung besonders Not, und nicht nur die. Schließlich geht es darum Horizonte von System-Transformation aufzuspannen.

Insbesondere tut es weh mitzuerleben, wie sich kritische und motivierte BildungsarbeiterInnen in inhaltsleer-absurden Jobs in privaten oder "gemeinnützigen" Aus- und Weiterbildungseinrichtungen verdingen müssen, und nur deshalb, weil es für sie keine Brot-Alternativen gibt.

Ein Neubeginn der ursprünglichen freien Volksbildungsbewegung könnte ein Hoffnungshorizont sein.

Ein Schrittlein hierzu macht der Workshop "Welche Volkshochschule braucht das Land? - Über die Erneuerung der Volkshochschule im Zeichen der Staatsschuldenkrise".

Im Einführungsvortrag wird ein klein wenig die Tradition systemkritischer und -transformierender Volksbildung des 19. und 20. Jhs. aufgezeigt - also Horizont, Ziele, Didaktik der dänischen Grundtvig-Heimvolkshochschulbewegung, der radikaldemokratischen und sozialistischen Handwerker- und Arbeiterbildungsvereine und vor allem der Volkshochschulbewegung "Neue Richtung".

Danach geschieht eine breite Aussprache, die versuchen wird, eine zeitgemäß-erneuerte Volkshochschule und Volksbildungsbewegung zu denken.

In der Vorbereitung des Workshops eröffnete sich eine untergründige Verbindung zwischen der Tradition des Autonomen Seminars und der ab 1933 von der NSDAP gleich- und ausgeschalteten ursprünglichen Volksbildungsbewegungen.

Die Brücke zwischen Volksbildung und Universität war die Universitätserweiterungsbewegung des späten 19. Jh, die ab 1850 aus den USA über England nach Deutschland hereinschwappte.

Aus dieser Bewegung entstand die Humboldtakademie, die sich anno 1915 mit der 1902 gegründeten Freien Hochschule Berlin zur Humboldt-Akademie, Volkshochschule Groß-Berlin zusammenschloss.

Könnte das kleine Autonome Seminar, das in der Tradition der Kritischen-Universität 1967/68 und der Volks-Uni der 80erjahre des 20. Jahrhunderts steht, mit seiner schwachen Kraft einen solchen Neubeginn unterstützen?

..............................................

Alle, die als TeilnehmerInnen oder als BildungsarbeiterInnen an einer Erneuerungsbewegung von außerschulischer, freier Volksbildung interessiert sind, sind herzlich zur Teilnahme am Workshop eingeladen.

Die Teilnahme ist entgeltfrei.

Die Anmeldung kann unbürokratisch per eMail an mich geschehen: wolfgang.ratzel@t-online.de - oder über: www.vhspankow.de

Servicedaten: Kurs-Nr.: Pa1001-H - Wolfgang Ratzel (Input und Moderation): "Welche Volkshochschule braucht das Land? - Über die Eneuerung der Volkshochschule im Zeichen der Staatsschuldenkrise"

Zeit: Samstag, 22.9.2012, 13:00 bis 16:00 Uhr

Ort: Volkshochschule Pankow, Bildungszentrum am Antonplatz (Berlin-Weissensee, Tram-Haltestelle M4, M13, 12), Bizetstraße 27, Großer Veranstaltungssaal

ciao, Wolfgang Ratzel

12:21 18.09.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Wolfgang Ratzel

Aus einem drängenden Endbewusstsein entsteht der übermäßige Gedanke an einen anderen Anfang.
Avatar

Kommentare