Wolfgang Albath

Die Wahrheit liegt irgenwo in der Mitte
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RE: Machtlose Gitter | 07.12.2010 | 19:23

Das Thema Wikileaks ist für mich bedrückend und macht mich wütend. Zu anderen Rechtsordnungen kann ich nichts sagen, hier scheinen doch massive Verstöße gegen die Art. 1-19 GG und die Strafprozessordnung vorzuliegen. Der Arm des Gesetzes ist lang und das ist auch ok solange nicht vor einem Urteil und ohne Strafe eines Gerichts die Existenz eines Angeschuldigten vernichtet wird. Das bedrückt mich. Es macht mich wütend, dass ich so wenig Handlungsspielraum habe. Pay Pal konnte ich kündigen, bei Amazon muss ich nicht einkaufen. Was kann ich noch tun?
Die tagtäglichen Meldungen aus den USA betreffend TSA, Homeland Security, CIA und NSA, Übergriffe der dortigen Polizei auf Zivilisten, der Hinweis nicht über TSA und Wikileaks in Sozialen Netzwerken zu plaudern (soweit es Studenten der Columbia University betrifft), der Befehl an Soldaten, sich nicht mit diesen Themen zu beschäftigen, tauchen in der heimatlichen Presse nicht auf, sind möglicher Weise „Einzelfälle“. Das verunsichert und macht Angst. Ich habe vor 50 Jahren in Geschichte gut aufgepasst und die ganze 68iger Zeit mitgemacht. Da schlage ich, so lange es noch erlaubt ist, gedankliche Brücken.
Solange Europa die „Führungsrolle“ der USA noch anerkennt, besteht Ansteckungsgefahr. Der Fisch stinkt vom Kopf, der kranke Mann im Westen ist nur ein Schatten seiner selbst. In www.abgeordnetenwatch.de/ können Sie Ihrem Politiker diese Frage stellen und beim nächsten Mal eine bessere Entscheidung treffen.
Wem hat Assange was verraten? Dass unsere Politiker immer wieder gewählt werden wollen, dass einige mehr andere weniger begabt sind? Für mich wirklich nichts Neues. Nein, er hat einen Spiegel aufgehängt, in den jeder Betroffene sich so sieht, wie er sich selbst darstellt. Der getroffene Hund bellt. Der „Angstbeißer“ schnappt zu und verletzt die Hand, die ihn füttert. Sehr bald werden wir unterscheiden müssen, von welchem Terror wir sprechen.
Das ist nicht mehr mein Amerika, das ich Anfang der 80er in Cincinnati, Ohio, USA kennengelernt habe. Wo sind die Watergate Journalisten? Wo sind die Menschen wie Daniel Dan Ellsberg? Wo sind Redakteure, die einen Artikel wie“Bedingt Einsatzbereit“ (Spiegel 19??) recherchieren? Franz Josef Strauß witterte einen Abgrund von Landesverrat, der Rest wurde von der Justiz erledigt.
Zufällig ist mir ein Artikel der TAZ untergekommen, der unter www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/11/17/a0141 zu erreichen ist.
Schon 2005 wurde gewarnt (S.3) und die Richtung angedeutet. Es bleibt zu hoffen, dass wir hier nichts importieren!
Ich verstehe nun nichts von Politik und kann mich da nur auf meinen Verstand und meine Erfahrungen verlassen. Ich rate mir daher, verlege das Familentreffen aus den USA nach CAN, sofern die Nachrichtenlage dort keine Ängste hervorruft. Oder Nach Iceland. Das ist für alle gleich weit weg.
Sie können ruhig hinfliegen, wenn Sie es mögen beim Rückflug befummelt zu werden oder nie etwas „unamerikanisches“ geschrieben haben.

RE: Ein schmaler Grat | 04.12.2010 | 15:12

Wir brauchen keine Öko Diktatur, weil die Natur selbst uns schon jetzt zeigt, wo es langgeht. Überschwemmungen zum Anfang des Winters im Osten Europas, hier klirrende Kälte, dort sengende Sonne. Es scheint in den Menschen ein mehrere 10T Jahre altes kollektives Bewusstsein vorzuherrschen, dass gegen die Natur, die so ist wie sie ist, nicht ausgerichtet werden kann. Wir spucken in die Hände, steigern das Bruttosozialprodukt und bauen, nicht anders als vorher, wieder auf.
Der Film „Atavar“ wird wegen seiner, zugegeben brillanten Effekte, in den Himmel gehoben, kaum einer sieht die Story, wie ein (unser) Planet den ausbeuterischen partikular Interessen geopfert wird. Ist es nicht erstaunlich, dass fast alle SF Filme in einer ökonomisch und darwinistisch tristen Umwelt spielen?
Wie sollten die Notwendigkeiten angepasst werden? Leider ist der sonst so kreative menschliche Geist auf Verbote nicht eingerichtet: „Den Rasen nicht betreten“ verführt zum Betreten, während „Bitte auf dem Weg bleiben“ keine Änderung der Handlungen nach sich zieht. Diktatorische Verbote reizen eher zur Übertretung und die nachfolgende Kriminalisierung bringt noch mehr Unmut. Dieser Unmut entsteht auch, wenn die Staatsverwaltung „wegsteuert“ oder „einfordert“. Die Subventionen für bestimmte Projekte muss von allen aufgebracht werden, wie Paul Kirchhof – Das Maß der Gerechtigkeit – so treffend schreibt und die Steuern steigen. Jeden Menschen interessiert überwiegend der eigene Vorteil und, da wir in eine monetäre Gesellschaft haben, die alles in Kosten/Nutzen misst, der eigne Geldbeutel.
Einen positiven Ansatz habe ich heute in der RNZ S.23 unter Nachrichten versteckt gefunden: www.cleanvehicle.eu . Hier sehe ich einen positiven, dem menschlichen Denken entsprechenden Ansatz in der Umsetzung einer EU Richtlinie.
Die Werbung konfrontiert uns tagtäglich mit Aufforderungen, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen um Menschen zu imponieren, die wir nicht leiden können.
Warum wirbt MB nicht damit, wie es ihnen gelungen ist z.B. den Energieverbrauch für die Produktion von x nach y oder z zu verringern.
Das wäre doch mal was!
Im Übrigen: Ich finde es schon eigenartig, an welchen Orten derartige Begegnungen stattfinden. Und als Ergebnis: Hornberger Schiessen.!

RE: Bekenntniszwang mit extremen Folgen | 22.11.2010 | 15:16

Zusammenfassung:
Es geht um Extremismus in Prina, in Sachsen und eine Petition sowie die Ermunterung an die Autorin, investigativen Journalismus zu betreiben.

Ich habe ein wenig nachschauen lassen, was oder wer sich hinter dem AKuBiz verbirgt. Ebenfalls habe ich unter Pirna nachgeschaut. Leider gibt die Stadtseite für die Zusammensetzung des Stadtrates nicht viel her. CDU/FDP stehen aber oben auf der Liste und ich könnte vermuten, diese stellen die Mehrheit. Sollte das so sein, wäre eine „klammheimliche Sympathie“ für die rechte Seite nicht auszuschließen. Jedoch: Ich mag nicht spekulieren.
AKuBiz stellt sich informativ und offen dar. Die Aktivitäten decken sich mit Ziel über den Rechtsextremismus zu informieren und Basisarbeit zu betreiben. Am 13.11. 2010 wurde eine Petition über www.petitiononline.de/petition/wer-sich-gegen-rechtsextremismus-engagiert-macht-sich-verdaechtig-aufruf-gegen-generalverdacht-und-bekenntniszwang/160 ins Netz gestellt. Hier steht auch mein Name, wohl wissend, dass nur wenig bewegt wird.
Rechtsextremismus Sachsen versorgt den Leser mit Besorgnis erregenden Links.
Ich muss hier vor „Gleichschaltung“ warnen. Wenn Anerkennung an „Persilscheine“ gebunden ist, dann wird nur der anerkannt, der sich den Politikern anbiedert und auf der „Parteilinie“ läuft. Solange das Verfassungsgericht auf der Grundlage des Art. 18 (Grundrechtsverwirkung) bei AKuBiz keinen Missbrauch der dort zitierten Grundrechte festgestellt hat, besteht kein Anlass für Erklärungen, das Grundgesetz zu achten.
Dass Staatsbeamte eine solche Erklärung abgeben, bedingt das besondere Gewaltverhältnis. Schlimm an der Angelegenheit ist der vorauseilende Gehorsam. Das Gesetz ist wohl noch in Arbeit und vom Verfassungsgericht noch nicht begutachtet. Da fällt mir dann immer „Der Untertan“ von Heinrich Mann ein. An Aktualität hat er nichts eingebüßt.
Auch in Zeiten von Wikileaks ist es mehr denn je nötig, wachsam zu sein und investigativen Journalismus zu betreiben. Denken Sie mal nach, ob Sie das anpacken wollen und die Personen der Jury durchleuchten.
Kennen Sie das Gefühl, als Sie früher vielleicht Geld erhielten mit der Bemerkung etwas „Vernünftiges“ zu kaufen. Hat dieses Geschenk noch Freude gemacht?

RE: Nur eine Schmierenkampagne? | 19.11.2010 | 10:02

Insoweit erinnere ich an AL Capone, der auch nicht wegen der Verbrechen, --die er tatsächlich begangen oder angeordnet hat, was ich nicht billigen kann -- sondern wegen Steuerdelikten verurteilt wurde. Die Freiheit der Presse ist in den USA noch relativ intakt. Auf alle Fälle erlebe ich sie schärfer als unsere Medien. (Zwei meiner Töchter sind auch dort Staatsbürger). Wegen der Aufdeckungen anzuklagen wäre auch in Schweden wegen der Beweislage und der Pressefreiheit schwierig. Ich wäre nicht so kooperativ; die Einreise in einen Staat, der schützt und das Recht der Aussageverweigerung wäre für mich angezeigt. (Wenn ich mir nichts vorzuwerfen habe). Wie wäre es mit investigativem Journalismus in Bezug auf das mögliche Opfer?
Im Beispiel "Kachelmann" ist die unabhängige Justiz geschickter vorgegangen. Höchstzeit der U- Haft wurde ausgenutzt für den Fall, das es ausgeht wie das Hornberger Schießen, was möglich und wahrscheinlich ist. Zur Info: Ich spreche hier von der "Beweislage". Das etwas unschönes vorgefallen ist glaube auch ich! Nur: recht haben ist nicht gleich recht bekommen.

RE: Das Opferfest 2010 | 16.11.2010 | 17:00

ich bitte um eine Quellenangabe, Wiki gibt das nicht her.

RE: Das Opferfest 2010 | 16.11.2010 | 09:29

Zusammenfassung: Es geht um ein Lob an den Author, der mithilft den Christen und anderen Wesensmerkmale des Islam zu erschließen und die Veränderungen in der Auslegung und Handhabung eines Brauches darstellt.

Text: Derzeit gehe ich als Senior zur Vorlesung "Geschichte der islamischen Theologie" in der nahen Universität. Für mich gilt es, mehr zu erfahren, mein Wissen zu vertiefen und Ansichten zu korrigieren.
Die Macht der Medien versteht es immer wieder die Zuhörer und Zuschauer mit Bildern und Nachrichten zu versorgen, die eher ein Zerrbild darstellen.
In meiner Zeitung habe ich heute vergeblich nach einem Hinweis gesucht, der auf das Opferfest aufmerksam macht und dabei die Sage des Hl.St. Martin anspricht. Ist das nicht (auch) Aufgabe der Presse, gerade in einer Zeit, die sich wandeln soll?
Hier wie dort gilt es von klein auf zu lernen, die Situationen der Armut zu erkennen, Empathie zu entwickeln und dann sinnvoll zu handeln. Ein weiterer Wesenszug, der beiden Religionen gemeinsam ist.
Vielen Dank

RE: Satire darf das | 14.11.2010 | 16:42

Wen verdächtige ich des Terrors? Der Kampf um die Quoten wird Echtzeit Reportagen kreieren, wogegen die Satire alt aussieht.

RE: Ein Wolf führt sein Rudel | 14.11.2010 | 16:07

Möglicherweise ist nicht klar genug dargelegt, dass ich hier die US Geheimdienste auf die Schippe nehme. Anstelle der Freigabe zum Abschuss stelle ich hier eine -in Anlehnung an die Sharia- andere Strafe zur Diskussion. Die Terroristen brauchen keine Bomben mehr zu legen. Die Angst lähmt schon jetzt und verbaut den Blick zu Alternativen.

RE: Satire darf das | 14.11.2010 | 13:33

Zusammenfassung: Ausgehend von einem Straßenfeger 1970 von Wolfgang Menge „Das Millionenspiel“ befürchte ich eine weitere Verrohung des TV. Muss ich auf Western umsteigen oder besser die Kiste abschaffen?

Text: Satire hin, Satire her, es wird eine bedenkliche Entwicklung aufgezeigt. Als 44er kann ich mich noch gut? an diesen Straßenfeger erinnern. Menge hat noch weitere Filme produziert, die alle Straßenfeger waren.
Damals war das Medium neu, das Format realistisch und weit jenseits aller Vorstellungskraft.
Heute besteht kein Bedarf an Formaten dieser Art, weil der tagtägliche reale Fernsehmüll zur besten Zeit in Heute und ARD keinen Platz für Satire lassen. Die Satire ist Realität geworden.
Es bleibt jetzt nur zu warten, und ich könnte darauf wetten, wann die ersten Ü-Wagen die Drogen Killer Kommandos begleiten und dem Zuschauer in echtzeit über NBC oder CNN der „Schauer“ ins Haus geliefert wird. Das wäre mal was Neues; ein Alptraum der anderen Art.
Winnenden und Lörrach lassen grüßen.

RE: Ein Wolf führt sein Rudel | 14.11.2010 | 12:42

Wieso gelingt es CIA, NSA, FBI, oder anderen nicht, Anwar al-Awalki endlich dingfest zu machen?
Meine zwei möglichen Antworten:
Die ganzen Überwachungsapparate auch hier in der Republik taugen nur dazu „stationäre“ Ziele (die üblichen Verdächtigen) zu überwachen
oder
die Liquidation beschert zwar einen Buh - Mann weniger zugleich aber eine Märtyrer mehr.
Als Jurist habe ich gelernt, dass Recht niemals dem Unrecht weichen muss und alle Mittel erlaubt sind. Daher: Auf der Grundlage des GG 18 oder ähnlichem den Wolf einfangen, den Bart abschneiden in eine Boss Anzug (Spende) stecken und dann auf einer Sau durchs Dorf treiben. Das Video kommt auf arabisch nach Youtube. Es wird ein Freiflug in den Jemen mit Fallschirmabsprung spendiert. Mal sehen, was dann dort passiert.
(Nehmen wir nicht alles viel zu ernst?) (Auch uns selbst?)