Wolle Ing
19.06.2017 | 11:08

Brainstorming über ein Gesellschaftsmodell

VOXPOPULI Über ein Modell aus einer Parallelwelt.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Wolle Ing

Liebe Freunde, NUR SO EIN GEDANKE! Gestattet mir (uns?) ein Nachdenken über folgende Idee bzw. eine Vision. Denn - weil wir denken, weil wir Dinge in der Entwicklung und im Zusammenhang sehen, weil wir friedliche Diskurse führen, sind wir intelligent und nicht, weil wir uns für die »Kriegsverdiener« die Köpfe einschlagen.

Zum Thema. Manchmal kommen einem bei der Arbeit an einer Sache Gedanken über Parallelitäten zu einer anderen, aber möglicherweise analogen Sache. Als wenn man in einer Parallelwelt unterwegs wäre. Dazu ein Beispiel. Ich war gerade beim Thema »Qualitätsmanagement« unterwegs und »schwups« - schon waren meine Gedanken bei der Gesellschaft.

Wie macht man eine ORGANISATION (z.B. ein Unternehmen) erfolgreich, so dass alle Beteiligten daraus Nutzen ziehen? Betriebswirte wissen das i.d.R. und Politiker scheren sich einen »Scheißdreck« (sorry) darum. Man schafft einen Kreislauf der ständigen Verbesserung.

Tut man das nicht, "geht der Laden vor die Hunde".

Wie macht man aber eine GESELLSCHAFT (die Gemeinschaft der Menschen) erfolgreich, so dass alle Mitglieder den Nutzen daraus ziehen? Hm ... man schafft vielleicht einen Grundstock, nennt das Ganze »Grundgesetz« und ...

... lässt der »Demokratie der Herrschenden« - der »Lobbykratie« - seinen Lauf.

Wie wär's damit für die Gesellschaft? Man schafft im Staate einen Kreislauf der ständigen Verbesserung. Tut man das nicht, "geht der Laden vor die Hunde". Man unterstellt also alle Grundlagen und die Demokratie einem Prozess der ständigen Verbesserung - einem Kreis, der sich immer während dreht.

TUT MAN DAS, dann sollte sich der »Laden« permanent entwickeln zum Nutzen aller Beteiligten.

Was war schon heute zu hören? Politiker sagen das sogern - auch wenn sie es anders meinen: "WIR WOLLEN ein friedfertiges, starkes Europa schaffen, das den Frieden auf dem Kontinent sichert und einen aktiven Beitrag zur Friedenssicherung auf der Welt leistet." Nur - SO WIE DIE SACHE STEHT, wird der Karren in den Dreck gefahren.

Soziale Ungleichheiten und Kriege wachsen uns über den Kopf.

Gut oder besser gesagt - nicht gut. Nehmen wir uns also das Modell im folgenden Bild zur Hand. Wollen wir mal über so einen Kreis, der durch den Souverän beherrscht wird - »beherrschen« im Sinne von »in der Lage sein« - für Deutschland und Europa angedenken? Einen »Plan-Do-Check-Act-Regelkreis« (PDCA nach William Edwards Deming) für eine wahre Demokratie namens »Voxpopuli« statt »Lobbykratie«?

Vielleicht macht das Ganze dann Sinn mit einer Demokratie in Bewegung. Wen gilt es dann zu wählen? Ich habe vielleicht eine Idee, wen ich wähle, bin mir aber nicht sicher. Was meint Ihr?

Hier mein Vorschlag zur Güte in Form einer Grafik:

Eingebetteter MedieninhaltxVoxpopuli-Regelkreis für eine NEUE MODERNE

Die Grafik lässt Interpretationsspielraum, verweist aber auf ein Grundproblem - dem Problem, dass nach aktueller Demokratiefunktion (1.) eben keine Verbesserung der demokratischen Grundlagen eintritt (sich NICHTS verbessern wird - es also Stillstand gibt, was so sicher ist, wie das Ahmen in der Kirche) und (2.) der Souverän nicht der wirkliche Herrscher ist, er aber beherrscht wird ...

... durch einen unkontrollierten Lobbyismus und eine Hegemonie des Finanzkapitals.

Nennen wir das Modell »Voxpopuli-Regelkreis« - »VOXPOPULI« als einen anderen Namen für wahre Demokratie - einer Demokratie der Stimme des Volkes, in der der Souverän die volle Kontrolle über die Staatsgewalten ausübt - einer Voxpopuli als Sinnbild einer NEUEN MODERNE - denn die alte hat jämmerlich versagt!

Funktionieren kann das Ganze nur und einzig nur, weil es einen ständigen Verbesserungsprozess in sich beinhaltet.

Das wäre wahre Demokratie in Bewegung!

Die Welt hat sich immer nur zum Guten entwickelt, weil es Verbesserungsprozesse gab - wie auch immer die hießen. Wenn es die nicht gab - ja, da gab es zwangsläufig irgendwann gewaltige Destruktion. Und gab es die Destruktion - ja ... schau an - dann gab es plötzlich auch die Verbesserung.

Wollen wir auf die Destruktion erst warten? Klar, "dann bleiben wir weiter in den RTL-Sesseln sitzen, bis das Licht ausgeht, weil die Zünder in unseren Kellern aktiviert wurden."

Wäre dieses Modell nicht ein Weg für eine Welt voller Frieden, Teilen, Offenheit, Vielfalt, Toleranz sowie gemeinsamer dezentraler, gerechter Nutzung aller Ressourcen? Wäre dieses Vorgehen nicht auch ein Beispiel für Europa und die Welt? Könnte dieses Konstrukt einer Voxpopuli - einer Demokratie neuen, wahren Typus - nicht endlich eine Basis schaffen zum wirksamen Handeln gegen Atomwaffen, Rüstung, Waffenproduktion, Waffenlieferungen, unkontrollierten Lobbyismus, globale Massenüberwachung und die Hegemonie des Finanzkapitals - ...

... zum Handeln gegen die wahren Kriegs-, Terror- und Fluchtursachen?

Übrigens, im Modell werden nicht Menschen gemanaged, sondern Menschen managen den Aufbau, das System einer Demokratie und seiner Grundlagen. Das ist ja das Besondere - der Souverän hat hier erst wirklich einen direkten Einfluss und die Kontrolle.

Sorry, Leute. Wollte nur mal etwas Stoff zum Brainstorming liefern.

***

Wolle Ing - folgen unter

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentarfunktion deaktiviert

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert. Deshalb können Sie das Eingabefeld für Kommentare nicht sehen.