Querlenker

Zu den Problemen unserer Zeit stelle ich funktionierende Lösungen vor, die aber aus Gründen der Konvention, der Moral oder Faulheit niemand anpackt.
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RE: Blackrock draußenhalten | 26.05.2020 | 06:31

Ich habe es so verstanden, dass Blackrock das alleinige Mandat der norwegischen Regierung hat, den norwegischen Staatsfond zu verwalten, natürlich nach den ethischen Vorgaben der norwegischen Regierung.

RE: Corona in der DDR | 25.05.2020 | 09:41

Geringer Vireneintrag heißt nicht "gar kein Vireneintrag" aus dem Ausland und verhindert ja nicht, dass im Landesinneren der Corona Bär tobt. Es genügen ja ganz wenige Ansteckungsherde (in Deutschland aktuell: Webasto, Heinsberg und Ischgl-Rückkehrer) um eine exponentielle Ausbreitung des Virus zu bewirken.

Man stelle sich für die DDR folgende Ansteckungskette vor: Ein SED Funktionär kommt von einem Meeting aus Moskau zurück, wo er sich angesteckt hat. Er nimmt an einer SED Kreisleiter-Sitzung teil, auf der sich viele Teilnehmer anstecken und den Virus in ihre jeweiligen Kreise mitnehmen.

RE: Corona in der DDR | 24.05.2020 | 22:14

Der DDR Staatsapparat hätte behauptet, das sei eine "kapitalistische" Seuche, mit der die DDR nicht zu tun hat. Die Grenzen waren ja bereits abgeriegelt, also wäre der Eintrag des Virus aus dem Ausland gering gewesen. Die Devisen hätten nicht ausgereicht um genügend medizinisches Equipment im Ausland einzukaufen. Vermutlich hätte man Herdenimmunität praktiziert und die vielen Toten heimlich verscharrt und behauptet, diese hätten "nach drüben gemacht". Die überlebenden Krankheitsfälle wären als gehäufte Fälle von Lungenentzündung deklariert worden. Wie derzeit in Nordkorea wäre in den Medien pausenlos über das gesundheitliche und ökonomische Desaster mit der Pandemie im Ausland, vor allem in der BRD, berichtet worden.

RE: Die Karikatur von Protest | 24.05.2020 | 21:56

<<eine Bewegung, die eine noch unversöhnlichere Stufe der gesellschaftlichen Polarisierung vorantreibt und deren Unterstützungs- und Propagandakreise bis tief in die Popkultur reichen (Attila Hildmann, Xavier Naidoo, Fler, Leon Lovelock und viele weitere Personen mit viel Reichweite über Youtube, Instagram, Twitter und Telegram-Gruppen).>>

Ich verorte mich mal in der "Noch-Mehrheitsgesellschaft". Von den genannten Popkünstlern habe ich außer von Xavier Naidoo noch nie etwas gehört. Auf Instagram, Twitter und Telegram treibe ich mich nicht herum und auf Youtube gucke ich im wesentlichen Handwerker-anleitungen und Kochrezepte. Mich erreicht also ein Sven Liebich, den ich ebenfalls nicht kenne, schon mal nicht mit seiner verschwurbelten Rede.

Ich wage daher mal die Behauptung: Soooo wichtig für den gegenwärtigen Diskurs über die Bewältigung der Corona Krise können Herr Liebig und sein Anhang gar nicht sein. Mein Zahnarzt ist übrigens auch Corona Leugner. Er bezieht seine Abneigung aber aus dem Spiegel, der berichtet hatte, ein Beamter des Innenministeriums habe auf Briefpapier des Innenministeriums Corona als Fake dargestellt, woraus mein braver Zahnarzt flugs folgerte, 'das Innenministerium" vertrete insgeheim diese Position, und die müsse deshalb richtig sein. Meine Zähne vertraue ich ihm dennoch gerne an.

RE: Blackrock draußenhalten | 24.05.2020 | 21:36

Blackrock managed auch den Norwegischen Staatsfond, den größten Anleger der Welt mit Beteiligungen an über 9.000 Aktiengesellschaften weltweit. Der norwegische Staatsfond hat in seinen Statuten stehen, dass alle Beteiligungen, die mit Kohle mehr als 30% ihres Geschäfts machen, verkauft werden müssen. Es ist daher nicht verkehrt, wenn die Firma mit der größten Expertise in der Aktienanlage die EU berät. Die Grünen im EU Parlament müssten halt nur sicherstellen, dass auch Umweltschützer und Firmen, die mit grüner Energie ihr Geld verdienen, als Ratgeber angeheuert werden. Sie haben doch Frau von der Leyen ein bisschen in der Hand, denn sie muss ihren grünen Worten, die ihr im EU Parlament die Zustimmung zu Ihrer Wahl als Kommissionspräsidentin gesichert haben, nun auch grüne Taten folgen lassen.

Black Rock hat auch sicher registriert, dass fossile Energien im Zuge der Corona Pandemie starke Preiseinbrüche erlitten haben, die sich in den Bilanzen dieser Unternehmen wiederspiegeln werden. Black Rock dürfte eigentlich kein Interesse an Firmen haben, die ein bestimmtes Thema vertreten, sondern an Firmen, die eine gute Rendite erwarten lassen. Wenn grün sich als renditeträchtig oder zuminest zukunftsträchtig entpuppt, wird Black Rock sicher nicht zögern, sich das grüne Mäntelchen umzuhängen.

RE: Kampagne aus der Luxussuite | 24.05.2020 | 21:01

Die Mehrheit der Bevölkerung in Spanien ist NICHT links, sondern es herrscht allenfalls ein Patt. Die letzten beiden Wahlergebnisse sind da eindeutig. Die sozialdemokratische PSOE hat sich in der Vergangenheit als genauso korrupt erwiesen wie die konservative PP. Der ERE Skandal in Andalusien mit 800 Millionen Euro unterschlagenen EU-Geldern läßt grüßen, während die PP den Gürtel-Korruptionsskandal mit ca. 1 Milliarde an der Backe hatte. Wegen der ziemlich gleich verteilten Korruption haben sich seinerzeit rechts die Ciuadadanos und links Podemos abgespalten.

Vox muss man nicht mögen, aber diese rechtspopulistishe Partei hat keinesfalls nur Mitglieder aus den priviligierten Klassen. Wegen ihrer Kritik an der Migrationspolitik, den Sonderrechten der Autonomien und der Ablehnung der katalanischen Abspaltungsbemühungen zieht sie auch einfache Leute an.

Das Grundübel sind die vielen lokalen Kleinstparteien. Ob sie sich selbst links oder rechts verorten, ist eigentlich Nebensache. Die meisten von ihnen sind vor allem separatistisch. Und sie verschaffen demjenigen Lager politische Mehrheiten, das sie am ehesten dabei gewähren läßt. Wenn es nach ihnen ginge, gäbe es einen spanischen Reststaat neben einem Kanarische Inseln Staat, einem unabhängigen Katalonien sowie einem unabhängigen Galizien, Baskenland und Valencia.

Der Lockdown ist nigends in Europa härter als in Spanien. Dass er in Stufe Eins von Vier z.B. in Teilen Andalusiens immer noch andauert, ist auch der 'gemäßigten' Bevölkerung nicht mehr zu vermitteln. Wirkliche Corona Hotspots sind nur noch Madrid, Barcelona und Castilien-La Mancha. Wer einmal erwischt wird, ohne 'triftigen Grund' oder zur falschen Uhrzeit auf der Straße zu sein, kriegt ein Bußgeld von 601 Euro, das in Einzelfällen bis zu 32.000 Euro ansteigen kann. Seit Beginn des Ausnahmezustands wurden 900.000 Bußgelder verhängt. Es ist nicht erstaunlich, dass viele Menschen das nicht mehr einsehen wollen. Leider ist Vox die einzige politische Kraft, die diesem Anliegen eine Stimme verleiht und zu Demonstrationen mittels Autocorsos aufruft. Zu Details lesen Sie gerne meinen spanischen Coronablog auf https://www.andalusien360.de/blog/coronavirus-11813

RE: Grundeinkommen – es ist Zeit! | 19.05.2020 | 17:55

Da ja auch der vorliegende Beitrag wieder zeigt, dass die Hoffnungen oder Befürchtungen, die mit einem bedingungsloses Grundeinkommen verbunden werden, mannigfaltig und widersprüchlich sind, sollten wir die Gunst der Corona Stunde nutzen und es einfach mal an einer Bevölkerungsgruppe im Praxistest ausprobieren. So eine Testgruppe könnten z.B. die Kulturschaffenden sein. Da gibt es Soloselbständige, die derzeit ohne jedes Einkommen sind, aber auch Angestellte bei staatlichen Institutionen, bei denen das Gehalt jeden Monat wie bisher aufs Konto kommt. Bei den Soloselbständigen könnten wir uns die ganze kurzfristige und vermutlich immer wieder zu verlängernde Zuschussarie sparen. Bei den fest Angestellten könnten wir sehen, ob deren Kreativität durch ein BGE leidet oder sogar aufblüht.

Nach einem Jahr Lernen kommen wir hoffentlich zur Normalität zurück und können dann auf einer soliden Datenbasis entscheiden, ob wir das BGE als Normalfall einführen und alle sozialen Wohltaten im Gegenzug streichen.

RE: Die Welt steht Kopf | 26.04.2020 | 17:51

Eine Sondersituation besteht in Nordkorea. Dort gibt es offiziell keinen einzigen Infizierten und keinen einzigen Toten. Es wurde nur über mehrere Tausend Menschen in Quarantäne berichtet, die dort 30 Tage dauert.

Südkorea lebt seit dem Ende des Koreakriegs 1954 in einer Art permanentem Ausnahmezustand. Die Bevölkerung nimmt jedes Jahr regelmäßig an landesweiten Notfallübungen teil für den Fall eines Angriffs aus Nordkorea aber auch wegen der Gefahr durch einen Tsunami. Zusätzlich gab es 2015 in Südkorea eine SARS Epidemie, die dazu führte, dass jetzt genügend Masken und Testkits sowie eine Tracking-App verfügbar waren. Und in Südkorea ist es seit Jahrzehnten eine kulturelle Übung, bei einer Erkältung oder Grippe einen Mund-Nasenschutz zu tragen, so dass Mitmenschen kaum angesteckt werden.

Die Wirtschaft ist in Südkorea allerdings durch die Pandemie schwer angeschlagen. Käme nun durch den angeblichen Tod des nordkoreanischen Führers Kim Jong-Un evtl. noch eine vom Norden eausgelöste Wiedervereinigung hinzu, würde das den finanziellen Kollaps bedeuten.

Wenn man sich die Corona Pandemie in Entwicklungsländern ansieht, sollte man vor allem Brasilien und Indien im Auge behalten. Wenn man dort auf die Herden-Immunisierung setzt, werden wir bald über Millionen Tote lesen müssen.

RE: Der Corona-Staat | 14.04.2020 | 13:21

Da das alles ja überhaupt nur einen Sinn ergibt, wenn man unterstellt, dass der Virus von irgendeiner Regierung oder irgendeinem Kapitalisten unters Volk gebracht wurde um das Volk zu unterdrücken, seiner Freiheitsrechte und seiner ökonomischen Existenz zu berauben, möchte ich hier mal auf das lesenswerte Buch 'Leben 3.0: Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz' von Max Tegmark verweisen. Der Autor geht der Frage nach, wie eine außer Kontrolle geratene Künstliche Intelligenz (KI) wohl vorgehen werde, um sich die Welt untertan zu machen? Er erwähnt als Mittel zu diesem Zweck zwar keinen Virus, aber eine von Maschinen angestoßene Corona Pandemie würde gut ins Schema passen. Da so eine KI intelligenter ist als der Mensch, oder zumindest anders denkt, wäre es ihr möglich, die wahren Beweggründe zu verschleiern, die gerade dazu führen, dass die Menschen global 'freiwillig' auf ihre Freiheitsrechte und demnächst auf ihren Wohlstand verzichten und immer das Damoklesschwert eines potentiell tödlichen Virus über sich kreisen fühlen, das mit medizinischen Mitteln nicht eingedämmt werden kann. Da Menschen anders denken als die KI, merken die Menschen entweder gar nicht, was mit ihnen geschieht oder sie mißinterpretieren es. Falls es Menschen gibt, die den Trick durchschauen, könnte man diese als "Verschwörungstheoretiker" und Volksverhetzer schnell mundtot machen. Denn sie könnten ihre abweichende Meinung ja niemals beweisen.

RE: Und wenn sie mich auslachen? | 14.04.2020 | 12:58

Meine Tochter hat mir jetzt eine selbstgemachte helle baby-blaue geschenkt. Jedenfalls wird mich damit niemand für einen Bankräuber halen.