Reich werden durch Nichtstun

mit Schweizer Aktien Der Schweizer "Blick "berichtet über den Börsengang von Stadler Rail, einem Schweizer Produzenten von Schienenfahrzeugen.
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Während sich in Berlin die Volksmassen erregen, dass Vonovia, Deutsche Wohnen und Co aus der Wohnungsnot Gewinne ziehen, wofür sie immerhin einige Hundertausend Wohnungen verwalten müssen, zeigt die Schweiz, wie man ohne einen Finger zu rühren, an einem Tag mehrfacher Millionär werden kann. Man muss halt nur zur richtigen Zeit im richtigen Gremium sitzen.

Der Börsengang der Stadler Rail hat heute 18 Personen zu Millionären gemacht, einfach weil ihnen wegen ihres Amtes Aktienpakete zugeschustert wurden. Darunter die Pressesprecherin, die mit 40.000 Aktien Vorlieb nehmen musste, die schlappe 1,7 Millionen Schweizer Franken wert sind. Aber auch unser Möchtegern-Kanzler Friedrich Merz, der sich mit 150.000 Aktien im Gesamtwert von 6,5 Millionen sfr bescheiden muss. Besser hat es Werner Müller getroffen, den früheren parteilosen Wirtschaftsminister im Kabinett von Gerhard Schröder. Werner Müller darf jetzt 999.950 Stadler Aktien sein eigen nennt, für 43,1 Millionen sfr.

Wie grotesk die wirklichen Relationen aussehen, demonstriert Christoph Franz. Er ist Präsident des Schweizer Pharma Konzerns Roche und verdient in dieser Eigenschaft 6,2 Mio sfr pro Jahr. Nehmen wir mal an, dass Franz bei Roche für dieses Gehalt tatsächlich etwas arbeiten muss. Für ein nahezu bescheidenes Trinkgeld im Vergleich zu seinen 1,3 Millionen Stadler Aktien, die ihm heute 56 Mio sfr einbrachten. Dafür müsste der gute Mann bei Roche 9 Jahre "malochen". Warum tut der sich das eigentlich noch an?

17:15 13.04.2019
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Geschrieben von

Querlenker

Zu den Problemen unserer Zeit stelle ich funktionierende Lösungen vor, die aber aus Gründen der Konvention, der Moral oder Faulheit niemand anpackt.
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