RE: Scholz und Vorurteil | 17.02.2018 | 07:42

Schöner Satz von Stefan Reinecke in der heutigen TAZ:

"Wer Scholz zuhört. bekommt Zweifel, ob das Finanzministerium wirklich an die SPD gegangen ist."

Aber wer hört denn heute noch zu?

RE: Der letzte Maoist als erster Kommunist | 09.02.2018 | 14:17

Ich sehe es ähnlich.

Bei den Beispielen, die Badiou anführt, wird die Gefahr für die unterdrückten Massen (bei Mirabeau die "Nation", bei Lenin das Proletariat, bei Tsipras das "Volk") nicht so deutlich, wie sie war, und zwar real. Lenins Sieg in Petersburg war alles andere als sicher. Tsipras, so meine bescheidene Einschätzung aus der Ferne, hätte als Revolutionär kaum eine Chance gehabt. Und ein Lenin ist er halt nicht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Badiou, bei aller argumentativen Eleganz, eine Art intellektuelles Vergnügen hat, zu beobachten, wie alles auf eine Karte gesetzt wird, wie gespielt wird. Ist hier ein Zusammenhang mit Pascals Wette auf Gott? Wäre zu untersuchen.

RE: Der letzte Maoist als erster Kommunist | 09.02.2018 | 13:01

Kleine Korrektion: Lenin ergriff die Situation natürlich im Jahre 1917. Ein Jahr später allerdings schien in Deutschland die Situation die Möglichkeit einer analogen radikalen Entscheidung zu eröffnen (um in den Badiouschen Kategorien zu bleiben).

RE: Porzellan, Revolution und Kunstmarkt | 09.02.2018 | 12:36

"Einige Jahre später, 1890, verabschiedete die SPD in Erfurt ein neues Grundsatzprogramm, in dem sie u.a. das Frauenwahlrecht einforderte".

Und das "u.a." war 1891 nichts weniger als

- "direkte Gesetzgebung durch das Volk, vermittelst des Vorschlags- und Verwerfungsrecht, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung des Volks..., Wahl der Behörden durch das Volk, Verantwortlichkeit und Haftbarkeit derselben..."

- "Abschaffung aller Gesetze, welche die Frau in öffentlicher und privatrechtlicher Beziehung gegenüber dem Manne benachteiligen"

- "Erklärung der Religion zur Privatsache, Abschaffung aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln zu kirchlichen und religiösen Zwecken..."

- "Weltlichkeit der Schule..., Unentgeltlichkeit des Unterrichts, der Lehrmittel und der Verpflegung in den öffentlichen Volksschulen sowie in den höheren Bildungsanstalten..."

- "Unentgeltlcihkeit der Rechtspflege und des Rechtsbeistands. Rechtsprechung durch vom Volk gewählte Richter..."

- "Unentgeltlichkeit der ärztlichen Hilfeleistung..."

- "Stufenweise steigende Einkommens- und Vermögenssteuer..., Erbschaftssteuer... Abschaffung aller indirekten Steuern"

Das "u.a." war also ein wenig mehr als die Forderung des Frauenwahlrechts. Vielleicht braucht die SPD (und auch DIE LINKE?) ein neues Erfurter Programm.

Übrigens war Friedrich Engels mit dem Programm so zufrieden zufrieden nicht:

"Wenn alle diese 10 Forderungen bewilligt wären, so hätten wir zwar diverse Mittel mehr, um die politische Hauptsache durchzusetzen, aber keineswegs die Hauptsache selbst."

Ich fürchte, heute würden sich einige Akteure der Linken (in Kleinbuchstaben) fragen, welche "Hauptsache" Engels wohl meint.

RE: Der letzte Maoist als erster Kommunist | 07.02.2018 | 18:26

"...ob Tsipras jemals ein revolutionärer Kanditat gewesen ist", diese Frage stellt sich Badiou, wenn ich ihn richtig verstehe, nicht. Für ihn ist die Frage wichtig, ob er zum revolutionären Kandidaten wird in der Situation der Entscheidung (wie Mirabeau im Juni 1789, Lenin war schon lange einer und nutzte die Situation 1918 zu einer revolutionären Entscheidung im Sinne Badious). Ich erinnere mich aber noch an die Spannung des 5. u nd 6. Juli 2015, als sich wirklich die Frage der zwei Wege stellte und Tsipras den scheinbar notwendigen Weg der Anpassung ging.

Ich selbst kann Tsipras in der damaligen Situation durchaus verstehen, sein heutiges Verhalten allerdings weniger. Was seine Motive wirklich waren, vielleicht erfahren wir es irgendwann. Andererseits - gegen Badiou formuliert - gehört es zur "historischen Größe" zu "entscheiden", ob eine "Entscheidung" die großen Risiken, großen Gewaltmöglichkeiten und großen Härten, von denen Badiou spricht, wert ist, ob sich die Alternative der beiden Wege wirklich stellt. In der Geschichte siegt das Unmögliche selten über das Mögliche.

RE: Der letzte Maoist als erster Kommunist | 07.02.2018 | 16:17

Ich möchte Badious Ausführungen zur "griechischen Chance" doch noch ausführlicher darstellen.

Er geht aus von der Frage:

"Ist die Verwirklichung dieser 4 Möglichkeiten in die Geschichte eingeschrieben? Oder wird die Geschichte so weiter gehen und in einer Katastrophe für die Menschheit enden? Können wir, von unserer Geschichtskenntnis ausgehend, vorhersagen, dass dieses Herausgehen notwendig ist? Oder unmöglich?"

Badiou diskutiert dies am Beisiel der griechischen Krise unter Antwendung der bekannten Kategorie des Ereignisses.

2015 ist es notwendig (erklärbar), dass die globale Finanzkrise existierte und gerade auf Griechenland übergriff.

Es ist notwendig, dass die EU eine gewaltsame Austeritätspolitik von Griechenland verlangen würde.

Es ist erklärbar, aber historisch nicht (!) notwendig, dass eine neue Kraft zum Akteur wurde (Syriza).

Es ist verständlich, dass das griechische Volk Widerstand gegen den europäischen Druck verlangte.

Es ist historisch logisch, dass Syriza die Wahlen gewann.

Und dann. Es gab (wieder) die zwei Wege: Entweder die europäische Politik zurückweisen (gegen die herrschende Logik). Griechenland würde die Führung im antikapitalistischen Kampg gegen die Oligarchen und ihre Vollstrecker führen. Oder Griechenland (Syriza) würde denselben Weg wie die Vorgänger gehen.

Beide Wege existierten notwendig. Aber die Wahl hatte keine Notwendigkeit. Für den antikapitalistischen Weg brauchte es die Hilfe des Ereignisses (per definitionem nicht berechenbar, ein radikaler Schnitt in einer "revolutionären" Situation).

Die Aktion des Volkes, die Revolution, "macht möglich, was unmöglich ist. Die Demonstration der Möglichkeit des Unmöglichen ist der Schlüssel jeder schöpferischen Politik...ein sehr risikoreicher, sehr gewalttätiger und sehr harter Weg."

Das griechische Volk betrat diesen Weg mit er Abstimmung vom 5. Juli 2015.

Dann aber verweigerte Tsipras das Ereignis "im Namen der historischen Gesetze des Möglichen". Tsipras verweigerte sich dem Neuen. Er hatte für Badiou nicht die Größe eines Mirabeau oder Lenin. Die Dialektik von Geschichte und Ereignis war ihm verschlossen.

RE: Der letzte Maoist als erster Kommunist | 07.02.2018 | 13:09

Das neue (Mélenchon-nahe!) Alternativmedium hat einen Vortrag, den Badiou vor einigen Tagen in Athen gehalten hat, veröffentlicht. Angesichts der Diskusssion zu meinem Artikel ist er vielleicht recht interessant. Ich habe ihn kurz zusammengefasst. Als "merci" für die Kommentatoren.

Badiou beschäfigt sich mit den drei historischen Vorhersagen, den möglichen kurzfristigen, den sehr langfristigen , und den fast unmöglichen "intermedairen" Vorhersagen. Es ist sicher, dass in zehn Jahren der liberale Kapitalismus noch dominieren wird, aber auch, dass er in 1000 Jahren verschwunden sein wird. Was aber in 200 oder 300 Jahren sein wird, darüber sind nur widersprüchliche Hypothesen möglich. Geschichte besteht nun einmal aus "determinierten Phänomenen" (historische Gesetze), aber auch unvorhersehbaren Brüchen.

Er kommt dann wieder auf das Neolithikum zurück. Vorher habe die menschliche Gattung aus kleinen Jäger-und-Sammler-Gruppen bestanden, nach der "Revolution" haben sich Privateigentum am Land, ein Staat, der Besitzeroligarchie schützt, und ein bestimmtes, die Erbschaft regelndes Familiensystem entwickelt. In diesem Sinne ist unsere Gesellschaft noch immer "neolithisch". Die langfristige Voraussage muss also die Frage beantworten: Ist die akutelle Welt des globalisierten Kapitalismus die letzte mögliche Form der neolitischen Gesellschaft? Werden wir in eine egalitäre Gesellschaft, ohne Besitzeroligarchie, übergehen können? Können wir aus dem "neolitischen Dreieck" (Privateigentum, Familie, Staat) heraus-gehen?

Interessanterweise bezieht er sich im folgenden auf den Historiker Thukydides, dem Historiker und Zeigenossen des Peloponesischen Krieges, und dessen berühmter methodischen Einleitung . Für Th., so Badiou, bestand die Relevanz der Geschichte in der Verbindung von Faktenwahrheit und der "Konstanz der menschlichen Gattung". Die Menschen verändern sich wenig in der Zeit. Die historischen Fakten können ihnen also nützlich sein, da manche Dinge sich wiederholen. Geschichte macht also "wachsam".

Anschließend bezieht Badiou sich auf Hegel: Weltgeschichte als Weltgericht. Geschichte ist nicht die Entwicklung von Wiederholungen. Sie durchquert vielmehr besondere gesellschaftliche und geistige, individuierte Figuren. Schon bei Platon (der darf nicht fehlen) entsprachen unterschiedliche Politiken subjektiven Unterschieden. Der Oligarchie, der Demokratie, der Tyrannis hatten ihren eigenen Menschentyp. Bei Hegel nun ist jede historische Figur gleichzeitig (übrigens ein Lieblingsadverb Macrons) eine Figure des Absoluten. Das Absolute ist also "gleichzeitig" Substanz und Subjekt, was für Badiou bedeutet: Die Geschichte lehrt uns, dass wir als Subjekte am Absoluten partizipieren können. Wir müssen uns von der "schöpferischen Negativität" ergreifen lassen, die die vollendete Vergangenheit überwunden hat. "Sie lehrt uns, uns nicht von der Wiederholung einschläfern zu lassen."

Der dritte "dialektische" Bezug ist, wie zu erwarten , Marx. Die Geschichte als Geschichte von Klassenkämpfen (nach dem Manifest). "Geschichte" ist hier für Badiou die Geschichte seit dem Neolithikum, und zwar des westlichen. Drei historische Figuren werden präsentiert (Antike, Mittelalter, Kapitalismus mit den entsrpechenden Klassen). Wichtig ist das dialektische Prinzip des Widerspruchs (zwischen den Klassen). Der dritte Punkt ist die Vereinfachung des Widerspruchsfelds in der Moderne. Damit wird diese (vierter Punkt) zum "letzten möglichen Typ der neolithischen Gesellschaft".

In dieser Logik kann nur der "Kommunismus" folgen. Interessant ist dessen Definition: "Der Produktionsprozess des Gebrauchswerts wird dem Privateigentum entzogen und zu einer der Formen kollewktiver Existenz."Damit entsteht ein neuer Bezug zur Geschichte. Anders als bei Thukydides oder auch Hegel liefern Marx und Engels ei1 neues Verhältnis ur Geschichte: 1) man kann das kollektive Leben anders als privatwirtschaftlich organisieren (die Abschaffung des Privateigentums findet man schon bei Platon gedacht), der Kapitalismus ist also nicht das Ende der Geschichte. Er darf es auch nicht sein. 2) Man kann die Produktion anders durch strikte Arbeitsteilung organisieren ("polymorphe Arbeit"). Hier wird Badiou konkreter: "Es gibt keinen Grund es als rational zu betrachten, dass ein Afrikaner ein Loch in eine Straße bohrt, während ein anderer, ein Weißer, die Anweisungen gibt". 3) Das kollektive Leben kann organisiert werden (sich organisieren?), ohne sich auf festen "identitären Ensembles" zu gründen (Nation, Sprache, Religion, Gebräuche), wobei diese existieren können und müssen. Die kommunistische Politik steht quasi "transversal"zu ihneen. 4) Nach und nach wird es möglich, dass der Staat verschwindet, auch sein Monopol auf Gewalt, Polizei, Armee. "Zwang und Gesetz werden durch die freie Assoziation ersetzt.

Diese Punkte, so Badiou, sind kein Programm, sondern Prinzipien. Ihre Durchführung verlangen Entscheidungen (die Entscheidung ist für Badiou eine besondere Kategorie), die die scheinbare Alternativlosigkeit überwinden, die mit Risiken verbunden sind. Badiou zeigt dies ausführlich am Beispiel der griechischen "Politiken" in der Finanzkrise.

Es ist ein wenig wie im Mai 68: "Seid realistisch, verlangt das Unmögliche", besser das nur unmöglich Scheinende.

RE: Der letzte Maoist als erster Kommunist | 04.02.2018 | 14:41

Danke für die Kommentare. Ich bin aber nur fast einverstanden, denn: Das französische Chanson ist um Klassen besser als der deutsche Schlager!

RE: Der letzte Maoist als erster Kommunist | 04.02.2018 | 14:36

Jetzt sitze ich am Schreibtisch, schaue auf die schöne Winterlandschaft, genieße meinen Espresso, würde gerne den dekadenten Proust lesen - und muss mich zur Frage Kommunismus oder Barbarei äußern. Dabei haben haben sowohl Kapitalismus als auch der reale Kommunismus barbarische Essenzen. Historisch und gegenwärtig.

Sie schreiben am Ende Ihres Kommentars: "Aus Demokratie wird Kommunismus. Das ist meine "kommunistische Hypothese"." Mir scheint, nicht nur in Marxscher Perspektive, richtiger wäre die Alternative Kapitalismus und Kommunismus, oder - mit Badiou - Neolithikum oder Kommunismus. Ansonsten klingt das sehr nach Rousseau, der sein Demokratiemodell nur in kleineren Staaten zu verwirklichen sah (Modell Schweiz). Aber vielleicht ist das mittlerweile kein großes technisches Problem mehr.

Ein Problem ist aber nach wie vor die Eigentumsfrage (w.endemann geht unten darauf ein). Das wird nicht ohne Konflikte, ohne Gewalt, zu lösen sein, wenn sich die Kapitalbewegung nicht selbst irgendwann minimiert. Dafür gibt es noch keine Anzeichen. Und dafür braucht es eine riesige demokratische Mehrheit. Badiou spricht übrigens sehr wenig von Demokratie. Er denkt eher in Kollektivaktionen gegen die Oligarchie, die Kapitalisten etc. Er weiß auch - und da stimme ich ihm zu -, dass der Oligarchie zwei schreckliche Grundtaktiken zur Verfügung stehen, um eine Basisbewegung der "kommunistischen Hypothese" zu erdrücken:

- die Zerstörung

- oder die Vereinnahmung.

Beides kann man sehr gut am Mai 68 verifizieren, den zu diskutieren wir demnächst viel Gelegenheit haben werden.

Aber wo sind die Massen? Das einheimische Proletariat ist verstummt, verängstigt, hat Angst vor dem noch "schlechteren" Leben, hofft, dass der neoliberale Kelch vorbeigeht (was nicht sein wird). Dem "Prolétariat nomade" Badious wird mit Repression begegnet, wenn es sich nicht brav anpasst. Die mediale Aufklärung ist (nicht nur) in Frankreich eine Katastrophe. Das Divide et impera klappt hervorragend.

Wo sind die Linken, die Kommunisten, die Anarchisten? Die Intellektuellen (außer den Badiou, Lordon, Onfray, die sich aber lieber endlos über den richtigen Weg streiten)? Die Gewerkschaften, die sich wirklich nur noch blamieren? Es gibt nur wenige Ansätze, zaghafte Demonstrationen von Schülern u. Studenten, Streik des Pflegepersonals am Ende seiner Kraft. Die einzig politisch Aktiven scheinen mir wirklich nur die Insoumis zu sein. Einer ihrer jungen Sprecher, Adrien Quatennens, hat heute im Interview zu einer Sammlung der linken Kräfte sehr Kluges gesagt:

"Die Leute erwarten nicht, dass altes totes Holz gesammelt wird, um daraus das Floß der Medusa zu machen...Sie erwarten Inhalt und Konsistenz."

Und immerhin hat die France soumise mit dem "Avenir en commun" ein ziemlich konsistentes Programm einer demokratischeren (!) Sechsten Republik entworfen, unter relativ großer Basisbeteiligung. Die Demonstrationen gegen das neue Arbeitsrecht waren anfangs beeindruckend, und doch erfolglos angesichts der macronistischen Macht, die ich nun wahrlich nicht verniedliche. Das junge Kollektiv um den "Catcher" (im doppelten Wortsinn) Mélenchon arbeitet augenscheinlich bis zum Umfallen, um die Massen zu erreichen und steckt - bis jetzt - Rückschläge einigermaßen gut weg. Mit "Le Média" entwickelt sich ein alternatives Medium, das weit mehr Gruppen als die FI erreichen will. Die Nachrichtensendung "Le journal" ist recht ggelungen. Das alles ist Antikapitalismus im Kapitalismus, ein kleiner Brique in the Wall. Es ist der Kampf für ein mögliches "gutes Leben" aller (inkl. Heizung) und damit für eine gerechtere Gesellschaft, auch im Sinne Platon-Badious. Das ist schon ein Schritt auf dem Weg, ein entschiedener. Quatennens sagt heute:

"In der Politik gehen Sie nicht an den Verhandlungstisch mit einer Wasserpistole in der Hand."

Wir werden sehen, wie es sich weiter entwickelt. Immerhin sind wir im 50. Jahr post 68. Da kommen Erinnerungen auf. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich einige Herrschaften schon präventive Gedanken machen.

In Europa läuft der Hase in vielen Ländern zurück, den kommunistischen Weg hat er in Osteuropa, vor allem in Russland, fürs Erste für immer verlassen. Der dort herrschende Nationalismus ist historisch der Feind des Kommunismus. In Deutschland kann man wieder offen Faschist sein. AfD und Pegida sind keine Vogelscheuchen, wie die Le Pens in Frankreich. Ich mag jetzt nicht groß über die "Querfront" diskutieren. Aber es ist unbestreitbar, dass die Friedensdemos 2014 mit Elsässer und Consorten eine rechte Fundamentalopposition gestärkt haben. Aber die "Querfront" scheint dünner geworden zu sein (dank beharrlicher Aufklärung, aber auch und vor allem, weil die diffusen Rechten dieser Bewegung zu sich gefunden haben). Wir werden das noch im Kontext einer eventuellen Sammlungsbewegung um Lafontaine und Wagenknecht noch diskutieren können. Kurios übrigens, dass einst Mélenchon Lafontaine kopierte, und der sich nun Mélenchon zum Vorbild nimmt.

So, jetzt ist der Espresso kalt. Und die Heizung auch.

RE: Der letzte Maoist als erster Kommunist | 04.02.2018 | 08:38

"Alain Badiou ist zwar platonisch in seiner Standpunkt-Härte, aber bei seinen vielen Auftritten und mit seinen Publikationen oft eher sokratisch"

Ein feiner Satz, Columbus.