RE: Es war einmal eine Türkei der Hoffnung... | 28.03.2016 | 12:40

Lieber Herr Petrick,

auch ich bin der Ansicht, dass eine Annäherung unter gewissen Umständen sinnvoller ist als eine rigorose Ablehnung weil sie im Falle der Türkei eine Isolation verhindert und neue Energien entfaltet hätte. Die EU-Politk hat beizeiten leider dahingehend versagt, als die Demokratiseerung in den Anfangsjahren der Erdogan-Regierung neuen Antrieb bekam und der Wille zu Reformen existierte. Dies als Ausganslage für eine aufnahmewillige EU wäre indes glaubwürdig gewesen wohingegen heute die Motivation auf beiden Seiten eher fragwürdig bleibt: Meint die EU es wirklich ernst oder ist es eine perfide Hinhaltetaktik solange die Flüchtlingskrise über Europa herrscht oder wieviel ist die bereits konzentrierte Macht Erdogan bereit wieder geschmälert zu werden für ein Versprechen das in ferner Zukunft weilt und evtl. wieder gebrochen wird?

RE: Es war einmal eine Türkei der Hoffnung... | 22.03.2016 | 10:36

Danke für Ihre Kritik.

1) Selbstverständlich herrscht Kritik seitens der Presse (die zum Teil einen hohen Preis dafür bezahlt) als auch seitens der Bevölkerung. Das habe ich glaube ich im Text zum Ausdruck gebracht. Ich meinte mit der nicht vorhandenen Kritik, um es auf den Punkt zu bringen, die regierenden Politker, wie A. Merkel, die auf Anfrage bzgl. der Pressefreiheit meint, dass diese Themen derzeit nicht die Tagesordnung bestimmen. Selbstverständlich gibt es Kritik, aber eben auf oppositionller Seite.

2) Ich freue mich, dass Sie dort Menschen kennen, die sich von den vorherrschenden Gefahren nicht beeindrucken lassen. Leider kann ich, wie im Beitrag erwähnt, nicht über eine ausgelassene Stimmung bei mir im Bekanntenkreis sprechen.

3) Danke für den Hinweis, die Bedeutung meines Kürzels kenne ich selbstverständlich, jedoch verwende ich dieses auschließlich als Abkürzung meines Namens, wobei auch die Betonung bei der Aussprache eine andere ist. Und "Trauer" als zu mir passendes Pseudonym zu verwenden liegt mir fern, auch wenn es wunderbar Ihre Kritik abrundet, der ja mit einem ebenfalls trauerbeladenen symbolhaften Bild einsteigt.

Dennoch Danke für Ihre Mühe!