RE: Das nationale Kollektiv | 11.08.2018 | 21:19

Also wirklich, die Kreierung neuer Begrifflichkeiten reichen nun wirklich nicht aus, um belegen zu können, dass katalanische Sezessionisten, keine Nationalisten sind. Was die CUP umtreibt ist auf ihre Weise genau so verkehrt, wie das was die Wagenknechtler und übrigen Linksparteiler veranstalten. Beide setzen die Souveränität des (demokratisch-kapitalistischen) Staates als unverzichtbares Existenzmittel jedweder „Vergesellschaftung“ und “sozialer Sicherheit“ voraus!

Was bei Wagenknecht und CoKG schon vorhanden - das Gewaltmonopol - und nur noch der „guten gerechten Hände“ bedarf (v.a. der ihren) um volksfreundlich agieren zu können, müssten CUP und Verbündete erst noch gegen den spanischen Zentralstaat durchsetzen (sieht schlecht aus, aufgrund des in allen Gewaltfragen überlegenen Nationalismus der spanischen Zentralmacht), eh sie endlich loslegen könnten, katalanische Gerechtigkeit zu dekretieren anstatt die Überlegenheit des spanischen Rechts zu erleiden.

RE: Das nationale Kollektiv | 11.08.2018 | 13:50

"gibt es nun eine konkurrenz der parteien oder sind alles nur schein-gefechte?"

Aber Hallo, und wie es beides gibt!

"läßt sich ein markt gesetzlich regulieren und de-regulieren oder nicht?"

Die Gewalt, welche den Markt mit den verfassungsgemäßen Eigentumsschutz ins Werk setzt, wird ihn wohl dann auch nach "gutdünken" regulieren und deregulieren können.

"gibt es unterschiedliche kapital-regime?"

Was ihren Zweck betrifft, nein.

"entbehren --->regulations-theorien(wikipedia) allen sinn?"

Keine Ahnung. Sinnhaftigkeit interessiert mich grundsätzlich nicht.

RE: Das nationale Kollektiv | 11.08.2018 | 13:07

Meine Frage war, vielleicht mal zu benennen, „was denn am Text da oben so schwer zu erfassen“ oder verkehrt sei, um mögliche Fehldeutungen - bei dir oder mir - ausräumen zu können.

Anstatt Bezug auf Kaufmanns Beitrag zu nehmen, kommt ein Wink über die aktuelle PR von Wagenknecht/Die Linke und der AFD, welcher vermutlich auf die tatsächlich zunehmende Konkurrenz zwischen den beiden Parteien Bezug nehmen will, welche von ihnen die glaubwürdigsten Vertreterinnen eines „starken Staates“ als UNVERZICHTBARES MITTEL für sozialen Schutz seien.

Die Souveränität des Staates, als die Existenzbedingung eines jeden Gemeinwesens. Womit wir dann auch bei allen übrigen Parteien und u. a. auch wieder beim katalanischen Nationalismus wären.

RE: Das nationale Kollektiv | 10.08.2018 | 23:46

"Freut mich das du den Artikel verstanden hast- ganz sicher bin ich mir nicht."

Einen Text inhaltlich zu erfassen, ist die Grundvoraussetzung für Zustimmung und/oder Kritik. Wenn man auch die übrigen Kommentare zugrunde liegt, SCHEINT dieser Beitrag nicht nur katalanische Nationalismusanhänger zu überfordern. Was ist denn am Text da oben so schwer zu erfassen?

RE: Das nationale Kollektiv | 10.08.2018 | 09:14

Ungewöhnlich nüchterner und klarer Beitrag an dieser Stelle.

Kleine Anmerkung:

„Sämtliche existierenden Formen der globalen Kooperation – von der Welthandelsorganisation WTO über die NATO, das Klimaabkommen oder Freihandelsverträge – werden auf den nationalen Nutzen geprüft. Aufgekündigt ist damit der Standpunkt, irgendwie profitierten doch alle von den bestehenden Regeln.“

Die ganze sogenannte Globalisierung ist doch schon das Resultat nationaler Nutzenabwägungen und Vorteilsrechnungen ihrer westlichen Hauptakteure.

Weil diese Rechnungen immer weniger aufgehen, kommen „sämtliche existierenden Formen der globalen Kooperation“ auf den Prüfstand. Vorsorglich ausgedient hat schon mal der ideelle Standpunkt, man könne eine geregelte gegenseitige kBenutzung ohne wechselseitige Schädigungen bewerkstelligen.

RE: Regimewechsel im Iran wird positiv wirken | 09.08.2018 | 17:01

Diese Kriege anzetteln (oder es sein lassen), waren und sind Angelegenheiten imperialistischer Demokratien. Das sich die große Mehrheit ihrer Bürger, staatliche Entscheidungen so gut wie immer zu seiner eigenen Angelegenheit macht, davon gehen sie aus. Wenn einige Bürger das nicht machen, interessiert das diese Staaten erstmal einen Scheiß, solange das pazifistische freie Meinen auch ausschließlich ein freies pazifistisches Meinen bleibt. Also Meinungsfreit HERRSCHT und das freie Meinen nicht PRAKTISCH werden will.

RE: Regimewechsel im Iran wird positiv wirken | 08.08.2018 | 17:44

@pleifel

Der angekündigte und jetzt laufende US-(Wirtschafts)Krieg, nicht nur gegen den Iran, wird über Bande gespielt, und sein Hauptadressat ist die EU! Der Hammer, oder besser die Abrissbirne, ist ja schon mächtig in Arbeit.

„Das Problem, vor dem die europäischen Unternehmen jetzt stehen, benennt der BDI als „Rechtsunsicherheit“: Während laut EU-Recht das Atom-Abkommen weiter gilt und viele Geschäfte mit dem Iran daher erlaubt sind, sind sie nach US-Recht wieder verboten. „Rechtsunsicherheit“ bedeutet schlicht die Unsicherheit, wessen Recht nun gilt. Das ist eine Frage der Macht.

Um ihre Rechtsauffassung durchzusetzen, verfügen die USA über einen großen Hebel: Ihr Dollar ist die Weltwährung und ihr Finanzmarkt der größte und tiefste der Welt.

Die Wirtschaftssanktionen gelten zwar zunächst nur für US-Bürger und -Unternehmen. Dem Rest der Welt, der trotzdem mit dem Iran Geschäfte macht, drohen die USA allerdings sogenannte „sekundäre Sanktionen“ an. Das bedeutet: Wer mit dem Iran trotz Washingtons Machtwort handelt, dem kann der Zugang zum gigantischen US-Markt gesperrt werden. Das ist insbesondere für die Banken in aller Welt ein Horror-Szenario. (…)

Die Unternehmen selbst halten sich zurück – zu wichtig ist ihnen ihre Verbindung zum größten Markt der Welt. Daher beugen sie sich zumeist „freiwillig“ der Rechtsauffassung der USA, was Europas Weltpolitiker entlasten dürfte. Denn so ersparen sie sich den offenen Konflikt mit dem übermächtigen Gegner. Fürs Erste.“

Stephan Kaufmann, FR, 08.08.2018

http://www.fr.de/wirtschaft/handel-eine-frage-der-macht-a-1557985

Dieser iranische IS (NWRI) soll anschließend zum Zuge kommen:

„USA wollen den Iran wirtschaftlich in die Kapitulation zwingen“

Die Linie der US-Regierung sei es bislang gewesen, den Druck auf den Iran zu erhöhen, um einen Regimewechsel herbeizuführen, sagte Nahostexperte Michael Lüders im Deutschlandfunk. Ziel sei es, den Iran wirtschaftlich zur Kapitulation zu zwingen und die religiösen und ethnischen Minderheiten gegen die Regierung aufzuwiegeln… (1.8.2018)

https://www.deutschlandfunk.de/trump-und-der-iran-usa-wollen-den-iran-wirtschaftlich-in.694.de.html?dram:article_id=424351

Interessant wirds, wenn folgendes praktisch wird. Denn bei den erwähnten Drittstaaten kann es sich eigentlich nur um Russland und/oder China handeln!

„…sähen sich die verbliebenen Vertragsparteien „verpflichtet, unter anderem an der Aufrechterhaltung effektiver Finanzkanäle mit Iran sowie an der Weiterführung iranischer Öl- und Gasexporte zu arbeiten“, heißt es in der Erklärung.

In dieser Hinsicht wolle die EU ihre „Arbeit fortführen, auch mit Drittstaaten, die daran interessiert sind, das iranische Nuklearabkommen zu unterstützen und Wirtschaftsbeziehungen mit Iran aufrechtzuerhalten“. Diese Bemühungen sollten in den kommenden Wochen „intensiviert und auf Ministerebene überprüft werden."

https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/eu-bedauert-wiedereinsetzung-der-us-sanktionen-gegen-den-iran/

RE: Regimewechsel im Iran wird positiv wirken | 08.08.2018 | 14:15

Geheimdienstliche öffentliche Stellungnahmen als Referenzquellen zu behandeln, ist schon ein ganz schöner Hammer.

Ist das nicht schon einigermaßen erhellender?

RE: Viel Glück, Sahra! | 07.08.2018 | 14:54

außerdem @sutrebe, @gelse, @Costa Esmeralda

Alles das, was ich an Wagenknecht (und insgesamt an der Linkspartei) zu kritisieren hätte, kann ich hier nicht zufriedenstellend leisten. Am WE vielleicht hier oder an anderer Stelle eine Stichwortartige Zusammenfassung. Wie schon mal an anderer Stelle bemerkt, die Segnungen der Marktwirtschaftlichen Freiheit stehlen mir dafür Zeit und erforderliche Muße. Meine Bemerkungen oben zielten in erster Linie auf den absoluten und totalitären Anspruch hiesiger Herrschaft, zukünftig MÖGLICHE Störungen ihres Betriebes, und seien sie auch noch so klein, marginal, bescheiden und staatstreu, vorauseilend und mit ALLEN Mitteln, gar nicht erst aufkommen zu lassen.

RE: Viel Glück, Sahra! | 07.08.2018 | 09:18

„Wenn ich 'BEWEGUNG' höre, klingeln bei mir alle Alarmglocken. Die Nazis legten seinerzeit auch Wert darauf, keine herkömmliche Partei zu sein, sondern 'Bewegung'. Wissen das Wagenknecht und ihre Mit- plus Nachläufer nicht? Wollen sie ganz bewusst und scheinbar unverfänglich solche Gedankenverbindungen herstellen? Wollen sie damit signalisieren, dass sie die bessere AfD wären? Also eine Partei der 'kleinen Leute'. Sozial. Und natürlich (siehe 'Bewegung') national. Also national-sozial.“

„Da sich Frau Wagenknecht als Sozialistin bezeichnet, bewirkt das phrasenhafte Mischmasch des Internetauftritts auch ohne Gedankenkrücken wohl nicht zufällig Gedankenbrücken zum Begriff 'National-Sozialismus' oder gar Nationalsozialismus. Davon hatten Deutschland und die Welt genug. Selbst ohne Krieg und Holocaust nie wieder das!“

„Im Vergleich zu dieser 'Bewegung' sind alle unsere traditionellen Parteien ein Gottesgeschenk.“

Michael Wolffsohn (Bundeswehr, Atlantikbrücke, BND…) in BILD.

24 Stunden nach Wagenknechts ersten (virtuellen) Bewegungsversuch, schon das ganz große Programm.