RE: Bedürftigkeitsprüfung für reiche Rentner | 10.11.2019 | 22:09

„bin mit der Analyse, soweit sie aus den gesendeten Links hervorgeht, völlig einverstanden.

Hallo Wolfgang, die Argumente und Auffassungen in den beiden Links mit denen Du Dich „völlig einverstanden“ erklärt haben willst, sind allerdings alle entschiedene Einsprüche gegen Dein Räsonnement in Deiner Antwort.

RE: Bedürftigkeitsprüfung für reiche Rentner | 10.11.2019 | 19:19

„Im Gegensatz zu dem, was sozial Engagierte oder im Sozialwesen Beschäftigte in Deutschland häufig von „ihrem“ (sozialen, d. Verf.) Staat erwarten, zielt seine Tätigkeit nicht auf die Beseitigung der Ursachen sozialer Notlagen, sondern darauf, diese Notlagen wirtschafts- und staatsnützlich zu verwalten.“

NachDenkSeiten – Die kritische Websit

„Der Sozialstaat ist ein buchstäbliches Armutszeugnis“

Lesetipp u. Leseprobe:

Lesetipp: Renate Dillmann / Arian Schiffer-Nasserie Der soziale Staat: Über nützliche Armut und ihre Verwaltung.

RE: Nach dem Arbeitsleben | 09.11.2019 | 22:15

Mit dieser „Grundrente“ würden mal gerade 10 – 15% der von massiver Altersarmut bedrohten Menschen diese sagenhafte Mickerrente erhalten, die, man glaubt es kaum, über sage und schreibe 10% des „Existenzminimums“ liegen soll! 10% über Grundsicherungsniveau nimmt nichts weg vom Alterselend - und vom zynischen Prinzip der Rentenbemessung wird nicht Abstand genommen, dass den Leuten genau die Misere verschafft, die Ausgangspunkt dieser generösen Geste der Gewährung einer „Grundrente“ ist.

Denn die Honorierung von „Lebensleistung“, Rentenzuschlag als Anerkennungsprämie beruft sich dreist auf die ärmlichen Resultate lohnarbeitender Plackerei, wie nämlich das ganze schöne Sozialversicherungsbeitragswesen und wie der Erwerb von Rentenanwartschaften nach Maßgabe von Entgeltpunkten, deren Bewertung, Rentenwert, (Durchschnitts-)Einkommen nicht wenige dazu verdonnert hat, noch nicht mal eine Rente in Höhe des amtlich ausgewiesenen Existenzminimums zu erwarten!

Der 10% Zuschlag auf Grundsicherungsniveau setzt also voraus, dass man sich mindestens 35 Jahre!! in Lohnarbeit, Kindererziehung oder Angehörigenpflege aufgerieben hat! Die mickrigen 10% mehr („Grundrente“) muss man sich schon noch verdient haben, und zwar durch jahrzehntelangen mehr oder weniger aufopferungsvollen Einsatz in den Arbeitsstätten der Nation oder in den eigenen Familien! Was nur heißt, bis über drei Jahrzehnte Plackerei und verhunztes Leben, münden für Hunderttausende zukünftige Rentner in einem erbärmlichen ‘Lebensabend’ am Existenzminimum, mit oder ohne sozialdemokratische 10%-Armenspeisung.

Und die Hütte brennt immer noch nicht. Was für ein Land.

RE: Fallbeil, leicht entschärft | 08.11.2019 | 15:44

Stichwort „Eigenverantwortlichkeit“ und „Fördern und Fordern“ bei H4:

Eigenverantwortlichkeit unterstellt hier, dass man überhaupt über die Mittel verfügt eigenverantwortlich zu handeln und genau das ist frech gelogen. Die Behauptung von Eigenverantwortlichkeit streicht die Konkurrenz der „Arbeitsmärkte“ durch, bei der es immer und notwendigerweise Verlierer geben muss. Die Leugnung der Konkurrenz ist die dreist-selbstverständliche Grundlage dieser Propaganda der Eigenverantwortlichkeit.

„Fördern und Fordern“ verortet den Missstand im Individuum. Wenn jemand gefördert werden muss, bedeutet das in diesem Sinne dass er untauglich sei. Das ist ein klarer Rassismus im übertragenen Sinn, weil eine unerfüllte Anforderung an ihn als seine Eigenschaft behauptet wird. Das „Fordern“ ist eine ziemlich unverschämte Zumutung, weil es unterstellt, derjenige von dem man etwas Einfordern will, sei selbst unwillig. Dem Gehalt nach ist es eine vornehme Umschreibung von Zwang: Da du nicht leistungsbereit bist, müssen wir als staatliche Behörde die Leistung von dir abfordern. Und wenn du die Leistung nicht bringst dürfen wir dich Sanktionieren. Das ist nichts anderes als Zwang. Und dieser Zwang wurde vom Bundesverfassungsgericht ausdrücklich bestätigt. Also von wegen Eigenverantwortlichkeit. Das Urteil des Staates über die Hartz IVer ist vielmehr: Eigenverantwortlichkeit funktioniert bei euch nicht, sonst wärt ihr nicht arbeitslos und weil ihr nicht eigenverantwortlich seid, dürfen wir euch zwingen.

Sehr weit ist das von dem Rassismus der amerikanischen Sklavenhalter nicht entfernt. Da wird genauso der Unwille zu arbeiten als Wesensmerkmal der aus Afrika entführten Menschen betrachtet, weswegen der Afrikaner einen Herrn braucht, der seinen fehlenden Willen zum Arbeiten herbei zwingen muss. Also erfordert die Arbeitsverweigerungsnatur des afrikanischen Sklaven, einen Sklavenhalter, der den (fehlenden) Willen des Sklaven erzwingen muss, um diese Verweigerungshaltung zu brechen.

Als behördliche Master der staatlich ausgelesenen und durchsortierten Billigarbeiter machen sie sich - wie ihre großen Vorbilder aus vorausgegangenen Sklavenhaltergesellschaften - gleich selber daran, den fehlenden Willen ihrer Klientel auf die Sprünge und ihrer Natur zu ihrem Recht zu verhelfen. Und wo das nicht klappt, ist dann von psychisch Defekten, kranken Asozialen und Kriminellen die Rede.

So finster ist die demokratische Armutsverwaltung auf Basis von Hartz IV.

RE: Auf weitem Raum | 07.11.2019 | 20:42

Welche Diskussion? Und welcher angebliche Vorschein versetzt Dich denn so ins Erstaunen? Derselbe etwa, den sich Dein beflissener Pilotfisch da unter Dir zurecht phantasiert?

RE: Auf weitem Raum | 07.11.2019 | 19:46

Wenn der Verein dem Du die Daumen drückst zu den Erfolgfeichen Siegermannschaften gehören soll, wird genau das das Resultat der globalen Nationen-Konkurrenz sein müssen. Außer Konkurrenz existierende "komische Nationen" gibt es nicht.

RE: Auf weitem Raum | 07.11.2019 | 18:35

Immer die gleiche langweilige Dummbeutelei, wenn Nationalisten das Maul aufreißen und unzufriedene Kommentare darüber schreiben, was sie auf den Tod nicht leiden können: den (erfolgreichen) Nationalismus jener Staaten, die der „eigenen“ Nation Schranken setzt.

RE: Brüllen, schreien | 06.11.2019 | 20:33

Was dem Erwachsenen seine Modellierung und Präsenz von Charakter als Surrogat von Souveränität lieb und teuer, ist das Selbe bei seinen Blagen „böser Eigensinn“. Von antagonistischen Gesellschaftssystemen erzeugte/verhunzte Innenleben, deren Verkorkstheit sich an den Blagen rächt.

„Die unaufgelösten Dissonanzen im Charakter und Geist der Eltern setzen sich im Kinde fort und formen seine Leidensgeschichte.“(Nietzsche)

PS

Sollte ein guter Soldat überhaupt ohne seine Verrohung zu haben sein?