RE: „Erst mal den Finanzsektor vergesellschaften“ | 29.11.2019 | 23:07

Ausschließlich aufzuschreiben, die Kritik wäre "dumm" und "naiver Blodsinn", ist keine Kritik, sondern dumm und vermessen.

RE: „Erst mal den Finanzsektor vergesellschaften“ | 29.11.2019 | 22:46

"Nein, weil ich in einem Alter bin, in dem alle die Dummheiten, die hier als Möglichkeiten gehandelt werden, schon viele Male gedacht wurden und nie auch nur andeutungsweise realisiert wurden."

Du machst das Alter für Deine untertänige Weisheit verantwortlich, alle Kritik an realisierten Zumutungen und Gemeinheiten als unrealistische Dummheit zurückzuweisen, ausgerechnet weil diese Kritik „schon viele Male gedacht“ und so gut wie „nie…realisiert wurde? Das soll ein vernünftiger Grund dafür sein den (jungen) Leuten hier und heute anzutragen, in einem kapitalistischen Normalalltag gefälligst stillzuhalten, ihn auszuhalten, durchzustehen, nicht zu kritisieren, vor ihm zu kapitulieren und aufzugeben, wenn schon keine Bereitschaft vorliegt, die ganze Scheiße als Naturereignis oder „fortlaufendes Weihnachtsfest des einzig Möglichen“ hochleben zu lassen?

RE: Die größte Propaganda-Maschine der Geschichte | 29.11.2019 | 19:38

„Aber wenn sich dank der sozialen Medien Verschwörungstheorien etablieren, erleichtert das nicht nur Hassgruppen, Anhänger zu rekrutieren. Es hilft auch, ausländischen Geheimdiensten, unsere Wahlen zu manipulieren

Borat empört sich über die großen „Socialmedia “ Riesen, welche Verschwörungstheorien Vorschub leisten würden, indem er selber dazu beiträgt, (geheimdienstliche) Verschwörungstheorien in die Welt zu setzen?

Das ist nicht mutig, sondern einigermaßen bescheuert.

Oder nur ein typischer Borat-Joke?

RE: Ein wenig Zögern kann nicht schaden | 29.11.2019 | 18:58

Apologeten kommen grundsätzlich und ausschließlich „andere Leute in den Sinn“.

So ist das halt.

RE: Was soll die Gleichmacherei? | 29.11.2019 | 16:09

"Chancengleichheit hat also mit vernünftiger Organisation des Lernens nichts zu tun. Im Gegenteil, sie steht für die schulische Unvernunft, die das Lernen als Leistungslernen, also als Konkurrenzveranstaltung zwischen allen Schülern einer Klasse oder eines Jahrgangs veranstaltet."

"Würde man jedem Schüler und jeder Schülerin zum Lernen des Unterrichtsstoffes soviel Zeit, dazu die Mittel und Hilfestellungen einräumen, die sie jeweils benötigen, dann hätte sich die Sache mit der Chancengleichheit erledigt. Zur Aneignung von Wissen und Kenntnissen braucht es nämlich keine Chancen und schon gar keine gleichen Chancen. Die stören dann nur. Es braucht nur Umstände, die den individuellen Bedingungen des Lernenden entsprechen."

Missverständnis „Chancengleichheit“

RE: Das gesprochene Wort gilt | 27.11.2019 | 21:57

"Allerdings schätze ich ihre Vertrauenswürdigkeit deutlich geringer ein, als die der int. Gerichte, der UN, der ICMP, und weiterer NGOs, die sich mit Völkerrechtsverletzungen und Menschenrechtsverbrechen, sowie mit deren Aufklärung, beschäftigen."

Die Logik williger Unterwerfung

RE: Deutsche Gelbwesten | 27.11.2019 | 16:55

Genau solche Maßnahmen wären Gift und Galle für jedwede ökonomische Rationalität („Vernunft“) herrschender Produktionsweise. Das gilt insbesondere für die Sieger einer globalen Standortkonkurrenz, die auch zukünftig Sieger sein wollen. Und genau das hat die grüne Klassenkämpferin von Oben sich da Oben so zu Herzen genommen, dass diese unabänderlichen und gleichwohl göttlichen Existenzbedingungen weder Erwähnung oder gar Zweifel aufkommen lassen.

RE: Das war Evos Verbrechen | 27.11.2019 | 07:55

Interessante These:

"...

Die Anhänger der Ustacha in Bolivien

Was auch immer die ethischen Gründe sein mögen, es ist immer schwierig, sich einer Waffe zu entledigen. Es sollte daher nicht überraschen, dass die von Präsident Carter aus der CIA vertriebenen Mitarbeiter trotzdem mit Ronald Reagans Vizepräsident und dem ehemaligen CIA-Direktor George Bush Senior zusammengearbeitet haben. Einige von ihnen bildeten den "Antibolschevik Bloc of Nations" hauptsächlich Ukrainer, Balten und Kroaten. All diese Verbrecher sind jetzt an der Macht.

Die Anhänger der Ustascha in Bolivien haben die Verbindungen zu ihren Waffenbrüdern in Kroatien aufrechterhalten, insbesondere während des Krieges von 1991-95, in dem sie die christlich-demokratische Partei (HDZ) von Franjo Tudjman unterstützten. In Bolivien gründeten sie die "Union der jungen Kreuzer", eine Miliz, die für ihre Schlägereien und Morde von Aymara-Indianern bekannt ist. Einer ihrer ehemaligen Führer, der Anwalt und Geschäftsmann Luis Fernando Camacho, ist jetzt Vorsitzender des Pro Santa Cruz Civic Committee. Er ist es, der offen die Handlanger anführt, die den Aymara Evo Morales aus dem Land vertrieben haben.

Ebenso scheint es, dass der neue Oberbefehlshaber der Armee, Ivon Patricio Inchausti Rioja, kroatischer Ustacha-Herkunft ist. Er ist derjenige, der das harte Durchgreifen gegen die Indianer mit einem Freibrief der Präsidentin Jeanine Áñez anführt, sie zu töten.

Die Stärke der bolivianischen Ustascha-Anhänger erklärt sich nicht durch ihre Zahl. Sie sind nur eine kleine Gruppe. Dennoch gelang es ihnen, Präsident Morales zu stürzen. Ihre Stärke kommt aus ihrer Ideologie: der Instrumentalisierung der Religion, um Verbrechen zu rechtfertigen. In einem christlichen Land wagt niemand, Menschen zu widerstehen, die behaupten, für Christus zu sein.

Alle Christen, die etwas von der neuen Präsidentin gelesen haben oder sie haben reden hören, wie sie die Rückkehr der Bibel oder der Vier Evangelien in die Regierung ankündigte – sie scheint keinen Unterschied zwischen den beiden Büchern zu machen – und wie sie "die satanischen Riten der Indianer" anprangerte, waren schockiert. Alle glaubten, sie gehöre irgendeiner Sekte an. Nein, sie ist eine fromme Katholikin.

Seit einigen Jahren warnen wir vor den Unterstützern der Rumsfeld/Cebrowski-Strategie im Pentagon, die im karibischen Becken das tun wollen, was sie im Erweiterten Nahen Osten getan haben. Technisch gesehen stand der Umsetzung ihres Planes das Fehlen von Latino-Truppen, die mit der Muslimbruderschaft und Al-Kaida vergleichbar sind, im Wege. Alle Manipulationen liefen auf die traditionelle Opposition von "Liberalen Kapitalisten" gegen "Sozialisten des 21. Jahrhunderts" hinaus. Jetzt nicht mehr. Nun setzt sich eine politische Strömung innerhalb des Katholizismus für Gewalt im Namen Gottes ein. Sie macht das Chaos möglich. Die Latino-Katholiken befinden sich in der gleichen Situation wie die arabischen Sunniten: Sie müssen diese Leute dringend verurteilen, oder sie werden von ihrer Gewalt erfasst werden.

Thierry Meyssan

RE: Abschied vom Neoliberalismus? | 27.11.2019 | 00:17

Ein jeder mag schon „wissen“, dass man nur mit Geld an nützliche Güter kommen kann und mit wenig (oder kein) Geld das Leben ziemlich mau aussieht. Jeder kann auch mit Geld im Waschcenter eine Waschmaschine zum Laufen bringen, aber die wenigsten wissen weder, wie die Maschine genau funktioniert noch was ein Geld überhaupt ist. Schon gar nicht weiß ein jeder, noch nicht einmal im groben Ansatz, wie „die kapitalistische Weltwirtschaft funktioniert“, schau Dir doch zum Beleg hier nur mal all diese immer gleichen ausschließlich Moral triefenden Kommentare an, also schreib Du doch nicht auch noch so einen Scheiß hier auf. Und das von einen der wenigen hier, die auch mal was Kluges und Lesenswertes zu vermelden haben und nicht nur schwatzen wollen. Vergiss doch das Komm. Manifest und beschäftige dich stattdessen lieber mit K1- 3. Ja, der Haering, zugegeben, ist kein Kommunist, aber trifft ab und an ins Schwarze.