Zeittotschläger

"Denn wenn man nicht sagen kann, dass man nicht meint, was man sagt, weil man dann nicht wissen kann, dass andere nicht wissen können, was gemeint ist, wenn man sagt, dass man nicht meint, was man sagt, kann man auch nicht sagen, dass man meint, was man sagt" (Luhmann)
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RE: FDP – Der Neubeginn? | 14.05.2011 | 18:08

Die These von der FDP als Bollwerk gegen Rechtspopulismus (nicht -extremismus) erscheint mir etwas übertrieben. Aber was damit wohl gemeint war, ist, dass es die FDP (in der es ja nach dem 2. Weltkrieg einen starken nationalliberalen Flügel gab) vermieden hat, auf dieser Klaviatur zu spielen. Obwohl es immer wieder Tendenzen gab (Alexander von Stahl, Möllemann) hat Westerwelle die FDP marktradikal ausgerichtet und nicht rechtsliberal/-populistisch. Das ist in der Tat positiv zu bewerten, da es europaweit nicht an liberalen Parteien mangelt, die einen solchen Schwenk in den letzten 20 Jahren vollzogen haben. Das ist nämlich der springende Punkt: der Rechtspopulismus ist ja nur so erfolgreich, weil er zu den bürgerlich-freiheitlichen Errungenschaften steht und sie gerade gegen die (angebliche) Gefährdung durch fremde Kulturen zu verteidigen sucht.