12062020 - Eine Analyse

Protestkultur Über die geplante Veranstaltung im Olympiastation Berlin, mit der mal schnell die Welt gerettet werden soll.
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Dieser Text setzt sich äußerst kritisch mit der geplanten Veranstaltung 12062020 im Berliner Olympiastadion auseinander. Es ist eine relativ trockene aber hoffentlich trotzdem verständliche Analyse der Kampagne und der erhofften bzw. erzielbaren Wirkung. Es ist kein Pep-Talk, kein Hochgejazze, keine Emotionalisierung, wie die Kampagne, auf die ich mich beziehe, darum klingt es vielleicht zu negativ, sicherlich etwas desillusionierend. Ich möchte allerdings ausdrücklich vorwegschicken, dass ich die Veranstaltung nicht rundweg ablehne — ich denke durchaus, dass etwas Positives dabei entstehen kann. Ich setze mich aber für eine realistische Betrachtung ein, da ich andernfalls die Gefahren für die soziale und die Klimabewegung und das Vertrauen in die Demokratie als unverhältnismäßig hoch einschätze.

Eingebetteter Medieninhalt

Sollte das Crowdfunding erfolgreich verlaufen, mischen wir die Karten danach neu und öffnen unser kleines Team für alle Helfer*innen, die gerne am Programm, den Inhalten des 12.06.2020 und in den einzelnen Gremien und Projektgruppen zur Ausarbeitung der Petitionen mitwirken möchten.

- aus dem Media Kit, Punkt IV

Sobald das Crowdfunding erfolgreich abgeschlossen ist, wollen wir ab Januar 2020 Gremien und Arbeitsgruppen aufbauen, in denen Experten sich beraten, Themen und Petitionen ausarbeiten. Darüber hinaus planen wir aber auch eine Online-Plattform aufzubauen, über die sich alle Interessierten ebenso mit Ideen einbringen können.

- aus den Antworten auf die Kritik / FAQ, hier, hier und hier

Aber wie das so ist, wenn man seinem Gegenüber imponieren will — wir trugen extra dick auf.

11:42 17.01.2020
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Christian Zintl

Philosoph. Aphoristiker. Kulturpessimist.
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