Zweifel

für offene (Spezies-)Grenzen und Politik ohne Repräsentationsfaktor für die nächsten Jahrhunderte
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RE: Montagsdemo gegen Wulff am 9.1., z.B. Hannover, Kröpke, 16 Uhr | 08.01.2012 | 19:10

abghoul

Nein, Spass macht es eigentlich nicht.
Aber wenn sich die Spitzen der Republik anschicken, ungeachtet eines Trommelfeuers der meisten Medien einfach stoisch auf ihren erbeuteten Posten zu verharren, sich gegenseitig mit Komplimenten zu überhäufen und dabei gestützt werden von einer dumpfen Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung ("jetzt lasst den armen Mann doch mal in Ruhe, er hat sich doch entschuldigt"), dann finde ich, ist es vielleicht Zeit, sich mal von seinem bequemen Platz vor dem Rechner aufstehen. Wobei ich mich hier nicht auf die Netzmeinung beziehe, da ist die Meinung mehrheitlich offenbar gegen Wulff.
Und "gegen viele Dinge würde es sich eher anstehen zu protestieren": Völlig richtig. Vorgestern habe ich eine Veranstaltung vor ca. 350 Personen abgehalten, die ich vier Wochen lang organisiert hatte, um ihnen die Hintergründe der Zivilisations- und Ökokrise zu erkläutern und Handlungsimpulse auch der unorthodoxen Art zu geben. Leider lässt sich dafür nach wie vor schlecht demonstrieren.

RE: Zehn Tote und der rechte Terror | 12.11.2011 | 14:40

Die ganze Geschichte macht bisher überhaupt keinen Sinn. Selbstmorde? Wenn zwei rechte Aktivisten es schaffen, ihren Plan von einer stetigen Liquidierung und Verunsicherung der Migranten über acht Jahre ohne erwischt zu werden und zugleich "versandfertige" DVDs in ihrer Wohnung, dann ist es extrem unwahrscheinlich, dass auch nur einer Suizd begeht, ohne 'diese Großtat' – und innerhalb der Szene muss das ihnen in den vergangenen Jahren jede Menge Hochachtung eingebracht haben – selbst in der Öffentlichkeit darzustellen oder zumindest wie offenbar geplant vor den Feinden, den Migranten.
Gefunden haben kann die Polizei ja im Wohnmobil nur zwei Leichen, die jeweils Einschüsse von neben ihnen liegenden Waffen aufweisen, meinetwegen auch mit Fingerabdrücken auf den Abzügen. Was diesem Szenario jedoch voraus gegangen ist, muss vor dem jetzigen Hintergrund äußerst zweifelhaft bleiben. Wahrscheinlicher erscheint mir, dass hier Verdunkelungsbemühungen mit mässigem Erfolg von Dritten unternommen wurden.