16.03.2017 | 11:19

Engagement

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Dieses Buch ist ein ebenso realistischer wie spannender Bericht – und eine Wertschätzung der Arbeit all derer, die sich spontan und ungefragt engagierten."

Engagement

Foto: Sean Gallup/Getty Images

Schaffen und machen

"Das 'Wir schaffen das' von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Zusammenhang mit den Flüchtlingsströmen im Spätsommer 2015 hatte eine ungeahnte Welle der Hilfsbereitschaft in Deutschland zur Folge. Viele Menschen spendeten, gaben Deutschunterricht oder verbrachten ihre Freizeit als freiwillige Helfer in Flüchtlingsunterkünften. Buchautor Holger Michel hat seine Eindrücke von einem Jahr als ehrenamtlicher Helfer in dem Buch 'Wir machen das' aufgeschrieben." NDR.de

Realistisch und spannend

"Dieses Buch ist ein ebenso realistischer wie spannender Bericht – und eine Wertschätzung der Arbeit all derer, die sich vor zwei Jahren spontan und ungefragt engagierten und um Flüchtlinge kümmerten, als sie zu Hunderttausenden kamen: unerwartet, ungewollt, eine Belastung für Politik und Verwaltung. Ganz besonders schlimm war es in Berlin, das Chaos vor dem Lageso lieferte weltweit Schlagzeilen, für die sich jede BerlinerIn fremdschämen musste." Neue Buchtipps

Im Wandel

"Holger Michel blieb ein Jahr und noch länger. Jetzt hat er ein Buch darüber veröffentlicht, es hat den Titel 'Wir machen das. Mein Jahr als Freiwilliger in einer Unterkunft für Geflüchtete'. Es war ein Jahr, in dem sich vieles wandelte: Holger Michels Leben, das Rathaus Wilmersdorf, Berlin, Deutschland." Berliner Morgenpost

Interpretationsspielraum?

"Der Satz 'Wir schaffen das' von Angela Merkel gilt nicht als Beweis von Menschlichkeit, sondern wird in der Diskussion um den Umgang mit geflüchteten Menschen als schwerer politischer Fehler gedeutet. In der Lesart 'Bitte, danke, gern geschehen: Vom Helfen und Helfen lassen' stellen wir zwei Bücher und ihre Autoren vor, die sich mit dem Thema 'Helfen' beschäftigen." Deutschlandradio Kultur

Tatsächlich etwas tun

"Bei Holger Michel begann es mit einem einfachen Gedanken: 'Man müsste eigentlich etwas tun.' Eine Party im Spätsommer 2015. Die Flüchtlingskrise diktierte die Gesprächsthemen: Tote im Mittelmeer, Elend auf der Balkanroute, Hass von Heidenau. Und dann Angela Merkels 'Wir schaffen das'. Michel, 36, fühlte sich in die Pflicht genommen durch diesen Satz. 'Jeder, der ein bisschen Empathie hat, musste sich davon angesprochen fühlen', erzählt der Inhaber einer Berliner PR-Agentur. Kein 'Man müsste eigentlich etwas tun' mehr. Tatsächlich etwas tun." Welt Online