Zäsur

Einblicke Der tragische Tod des Bandleaders 2008 erschütterte die Musikwelt. Schließlich hatte er mit e.s.t. den europäischen Jazz der letzten zehn Jahre stilbildend geprägt und ihm weltweit ein Gehör verschafft
Zäsur
Foto: ACT

Erstaunlicher Aufbruch

"Zehn Monate später fand in Berlins ehemaligem Grenzübergangssaal ein ähnlich besonderes Konzert statt. Im Tränenpalast legten drei Schweden um die 35 einen Auftritt hin, der dem altersmäßig amorphen Auditorium den Atem raubte. Ein glatzköpfiger Kontrabassist sägte da verzerrte Soli, ein stoisch dreinblickender Schlagzeuger benutzte Stöcke und Besen so verblüffend brillant, als sei er eine von Gott programmierte Drummachine, ein beseelter Pianist mit freundlichem Boygroup-Gesicht versenkte sich in Melodien für die Stille nach dem Rave. Daß E.S.T. - das Esbjörn Svensson Trio - dabei erkennbar mit den Überbleibseln des Jarrettschen Romantikerpathos hantierte, konnte man auch als Abschiedsgruß verstehen. Was Svensson, Bassist Dan Berglund und Schlagzeuger Magnus Öström in Berlin veranstalteten, hatte mit dem Münchner Konzert tatsächlich nur noch das Besetzungsformat gemein. Ansonsten signalisierte das Ganze einen erstaunlichen Aufbruch." Welt Online

Ungewöhnliche Mischung

"Die diesjährigen Theaterhaus Jazztage von Stuttgart wollen in diesem Jahr nicht kleckern, sondern klotzen. Das Eröffnungskonzert gestalten niemand anderes als die Musiker vom schwedischen Esbjörn Svensson Trio. Gemeinsam mit den Münchner Symphonikern führen sie die EST-Symphony auf, eine ungewöhnliche Mischung aus Jazz und symphonischen Elementen, die schon so manchen Kritiker zu Lobeshymnen inspirierte. Seit dem Tod von Esbjörn Svensson 2008 führen die zwei verbliebenen Triomitglieder die Symphonie mit Gastmusikern und wechselnden Orchestern auf." SWR 2

Weiterführung

"Mit 'e.s.t. Symphony' – das beweist der Abend im Wiener Musikverein gemeinsam mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich – ist Öström, Berglund und Ek ein Drahtseilakt gelungen: nämlich sowohl ein Tribut an Svensson und seine Musik zu erschaffen, aber auch die Stücke weiterzudenken, weiterleben und sich entwickeln zu lassen." Rolling Stone

Closed Circle

"Die 29. Internationalen Jazztage im Theaterhaus beginnen mit einer Erinnerung: Vor fast 20 Jahren spielte E.S.T., das Esbjörn Svensson Trio, zum ersten Mal in Stuttgart – im alten Theaterhaus in Wangen, wie dessen Leiter Werner Schretzmeier am Donnerstag erzählt, als er die 29. Jazztage im neuen Haus eröffnet – mit der Hommage E.S.T. Symphony." Stuttgarter Nachrichten

11:39 28.10.2016

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