Gemeinsamkeiten

Biographien Auch wenn Moore und Green auf den ersten Blick nicht wirklich viel miteinander gemein zu haben scheinen, so zeigt ein genaueres Hinschauen, dass sie sehr wohl vieles teilen
Gemeinsamkeiten

Pink (bürgerlich Alecia Beth Moore, stilisierte Eigenschreibweise: P!nk) wurde am 8. September 1979 in Abington, Pennsylvania geboren. Ihr Vater, ein Vietnam-Veteran, ist irischer Herkunft und leitete eine Versicherungsgesellschaft. Ihre Mutter, eine Krankenschwester, ist deutsch-jüdischer und litauisch-jüdischer Herkunft. Pink hat einen 1977 geborenen Bruder. In ihrer Heimatstadt Doylestown besuchte sie die Kutz Elementary School, die Klinger Middle School und die Central Bucks High School West. Den Highschool-Abschluss holte sie später per GED nach.

Als sie sieben Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. Den Verlust des Vaters, der zentralen Figur in ihrem bisherigen Leben, hat Pink lange Zeit nicht verkraftet. Das Verhältnis zur Mutter gestaltete sich in der Folgezeit immer schwieriger; diese verlor zusehends die Kontrolle über ihre Tochter, bis es zur offenen Auflehnung kam. Pink begann Drogen zu nehmen und regelmäßig Alkohol zu trinken. Auf Veranlassung der Mutter war sie im Alter von 14 Jahren in therapeutischer Behandlung, die jedoch ohne Erfolg blieb. Wegen ihres Abgangs von der Schule während der 10. Klasse kam es schließlich zum endgültigen Bruch: Die Mutter warf ihre damals 16-jährige Tochter aus der gemeinsamen Wohnung. Nach ihrem Schulabbruch arbeitete sie kurzzeitig in einer Imbisskette. In dieser Zeit schrieb Pink zahlreiche Gedichte, in denen sie ihre Gefühle ausdrückte und eigene Erfahrungen zu verarbeiten suchte. Eines dieser Gedichte bildete später die Grundlage für ihren Song "Family Portrait".

Der Wunsch, später einmal Musik zu machen, bildete sich bereits in Pinks Kindheit heraus. Weil sie als kleines Mädchen unter starkem Asthma litt, bekam sie Gesangs- und Tanzunterricht, um ihre Atemtechnik zu verbessern. Im Laufe der Zeit entwickelten sich ihre stimmlichen Fähigkeiten durch das Gesangstraining so gut, dass sie Mitglied in einem kirchlichen Gospelchor wurde. Ihr Vater, der ihr oft Lieder vorsang und sich dabei selbst auf der Gitarre begleitete, brachte ihr außerdem das Spiel auf diesem Instrument bei.

In ihrer Highschool-Zeit absolvierte sie erste Auftritte mit der Gruppe Middleground, die aber nur kurzzeitig bestand. Mehr Erfolg hatte sie bei einem ihrer regelmäßigen Abstecher in die Clubs von Philadelphia, wo ein DJ auf die damals 13-Jährige aufmerksam wurde. Er engagierte sie zunächst als Tänzerin und dann als Background-Sängerin für seine Hip-Hop-Gruppe Schoolz of Thought. Ein Jahr später durfte sie einmal wöchentlich im Club Fever auftreten, wo sie auch ihre ersten eigenen Songs vortrug.

Atlanta war Mitte der Neunziger durch die Künstler OutKast, Usher und TLC ein Zentrum der US-Musikindustrie. In der Überzeugung, dass sie dort eher ein "Rockstar" werden könne, zog Pink mit 16 dorthin und gründete mit zwei weiteren Mädchen die R&B-Gruppe Choice. Ein Demoband ihres Songs "Key to My Heart" gelangte zu L.A. Reid, der das Trio bei seinem Label LaFace Records unter Vertrag nahm. Der Song "Key to My Heart" erschien 1996 auf dem Soundtrack zum Kinofilm Kazaam. 1998 trennten sich Choice wegen musikalischer Differenzen. Das bereits eingesungene Album wurde nicht mehr veröffentlicht.

Während der Entstehung des Albums wurde Pink vom Produzenten Daryl Simmons gebeten, einen Teil zum Titel "Just to Be Loving You" beizutragen. Das positiv aufgefasste Ergebnis spornte Pink an, wieder an eigenen Songs zu arbeiten, während L.A. Reid sie nach dem Aus von Choice als Solokünstlerin unter Vertrag nahm. Mit über 34 Millionen verkauften Tonträgern zählt sie heute zu den erfolgreichsten Pop-Künstlerinnen der Gegenwart.

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Dallas Green wurde am 29. September 1980 in St. Catherines, Ontario geboren.  Er gründete sein Soloprojekt City and Colour noch während er bei der Band Alexisonfire aktiv war. Er begann Solokonzerte zu spielen, auf denen er dann auch seiner erste Extended Play The Death of Me verkaufte. Das erste Album Sometimes erschien am 1. November 2005. Vorher veröffentlichte er die Single "Missing" in einer Auflage von 1000 Stück, der Gewinn aus den Verkäufen ging an den Denis Morris High School Starvathon. Mit Sometimes tourte er durch Kanada, das Album verkaufte sich dort ganz ausgezeichnet. Zudem wurde Green der Juno Award für das beste Alternative-Album des Jahres verliehen.

Für das Benefiz-Tributalbum Borrowed Tunes II: A Tribute to Neil Young coverte er 2007 den Song "Cowgirl in the Sand". Nach einem Livealbum folgte 2008 sein zweites Album Bring Me Your Love bei dem Gordon Downie (Tragically Hip) sowie Ian Romano und Spencer Burton (beide Attack in Black) mitwirkten.

2011 löste sich Alexisonfire auf und Green konnte sich auf seine Solokarriere konzentrieren. Little Hell (2011) wurde von Alex Newport (Mars Volta) produziert. Am 31. Mai 2013 erschien das Album The Hurry and the Harm, mit dem sich Dallas Green erstmals auch in den deutschen Charts platzieren konnte und das in Kanada ein Nummer-eins-Hit wurde. Alle Studioalben wurden in Kanada mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet.

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Teile dieses Textes basieren auf den Artikeln Pink und City and Colour aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).

00:12 10.10.2014

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