Das verschwundene Land

Netzschau Stimmen aus Blogs und Social Media: "Marion Brasch ist mit diesem Roman ein bewegender, oft witziger Rückblick auf die Geschichte ihrer Familie gelungen, gleichzeitig erzählt sie ihr eigenes Leben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt."

Reizvoll und berührend


"'Ab jetzt ist Ruhe' ist in zweierlei Hinsicht ein reizvoller und berührender Roman. Zum einen gewährt er eine Innenansicht in die Brüche innerhalb der DDR-Gesellschaft. Marion Brasch urteilt nicht, sie beschreibt die Leiden und Freuden einer Gemeinschaft, die doch mal alles besser machen wollte. Zum anderen schildert der Roman die Geschichte einer ganz besonderen Familie, reich an Begabung und scheinbar arm an Glücksgefühlen." >> Ruth liest


Lob der Ampelphasen


"Morgen spricht Felicitas von Lovenberg in ihrer Sendung 'Literatur im Foyer' mit Marion Brasch und mir über unsere neuen Romane. Marion Braschs Roman habe ich in zwei Tagen und eineinhalb Nächten gelesen, und am ersten Tag nur aufgehört, weil ich die Kinder von der Schule abholen musste. Am zweiten Tage hab ich das Buch dann mit ins Auto genommen, die Torstraße hat lange Ampelphasen und viele Baustellen. Mich hat schon lange keine Geschichte mehr so berührt." >> Annika Reich


Große Leichtigkeit


"Ich finde diesen Roman einfach großartig. Diese unbedarften Schilderungen der kleinen Schwester Marion, dieses Leben in der DDR, an der ihre Brüder zerbrechen, diese Zerissenheit werden von Marion Brasch oft mit großem Witz und lakonischen Humor aufgeschreiben, dass uns als Leser oft ein Lachen über die Lippen kommt. Im Gegensatz zu Julia Francks 'Rücken an Rücken', das immer härter und trauriger wird, kommt 'Ab jetzt ist Ruhe' mit einer großen Leichtigkeit daher, obwohl es die gleiche Grausamkeiten des DDR-Lebens schildert." >> Jastram Kulturblog


Am Sammelpunkt


"Ein Prenzlauer-Berg-Roman ist 'Ab jetzt ist Ruhe' teilweise auch. Marion Brasch lebt hier, und ihr Bruder Peter ist im Juni 2001 in seiner Wohnung in Prenzlauer Berg gestorben. Damit ist er einmal Thomas voraus gewesen, der im gleichen Jahr im November erlosch. Auch wenn die Autorin an Stadtkolorit erzählerisch wenig interessiert ist, so haben doch sie selbst und vor allem ihre Brüder eine Rolle in jenem Bezirk gespielt, der in den Siebzigerjahren zum Sammelpunkt derjenigen wurde, die sich aus der DDR ausklinken wollten, ohne sie ganz zu verlassen." >> Prenzlauer Berg Nachrichten


Besonderer Ton


"Marion Braschs Roman kreist um bekannte Leute, deren Identität leicht zu entziffern ist (Thomas, Klaus und Peter Brasch, Katharina Thalbach, Heiner Müller u.a.). Das Feuilleton hat sich bereits ausgiebig im Dechiffrieren der Hintergründe verausgabt. Da bleibt mir nur zu sagen: es lohnt sich aber auch, den Lebensweg der Schwester zu verfolgen. In ehrlicher Art und Weise verschweigt sie ihre Fehltritte nicht, ihren Opportunismus und ihre scheinbare Emotionslosigkeit Personen und den Verhältnissen gegenüber. Das macht den besonderen Ton des Buches aus." >> Buch-Blog

18:04 25.07.2012

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