Subversiver Geist

Biographie Wilfried Scharnagl, Journalist und Buchautor, gewann sein streitbares Profil und seine Bekanntheit in nahezu einem Vierteljahrhundert als Chefredakteur des Bayernkuriers
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Wilfried Scharnagl wurde am 26. Oktober 1938 in Hinterkotten geboren. Er studierte Geschichte in München und Frankfurt. Anschließend war er Redakteur beim Freisinger Tagblatt. Seit 1964 war er Mitarbeiter der CSU-Landesleitung und der CSU-Parteizeitung Bayernkurier, dessen Chefredakteur er von 1977 bis 2001 war.

Scharnagl war ein langjähriger Weggefährte von Franz Josef Strauß. Die Beziehung galt als äußerst innig. Franz Josef Strauß soll über Scharnagl gesagt haben: "Er schreibt, was ich denke, und ich denke, was Scharnagl schreibt."

Scharnagl ist auch heute noch in der CSU aktiv und nimmt an Sitzungen der obersten Parteigremien teil. Er ist Mitglied im Vorstand der Hanns-Seidel-Stiftung. Scharnagl wurde mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Im August 2012 gab Scharnagl das Buch Bayern kann es auch allein heraus, in dem er für einen unabhängigen bayerischen Staat plädiert. Eine derartige Forderung wurde bisher lediglich von der separatistischen Bayernpartei erhoben. Allerdings wird ihm vorgeworfen, in dem Buch historische Vorgänge einseitig darzustellen, indem er etwa nicht erwähne, dass der Freistaat Bayern durch den in Berlin geborenen Sozialisten Kurt Eisner ausgerufen wurde. Im März 2014 erschien sein Buch Versagen in Brüssel. Plädoyer für ein besseres Europa, in dem er mit der Brüsseler EU-Bürokratie ins Gericht geht.

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Teile dieses Textes basieren auf dem Artikel Wilfried Scharnagl aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).

12:11 04.06.2015

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