Meinung und Sicht

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Inmitten von Timan Jens' Lehrstück über Schurken und Helden ertappt sich der Bestsellerautor dabei, wie ein Stück seiner eigenen Hassidentität, wie er es nennt, ins Rutschen gerät."
Meinung und Sicht
Foto: John Macdougall/AFP/Getty Images

Voller Widersprüche

"Tilman Jens im Gespräch mit Liane von Billerbeck. Als einen Mann voller Widersprüche beschreibt Tilman Jens in seinem neuen Buch Axel Springer. Zu Unrecht sei der Verleger von den 68ern als gefährlicher Manipulator gesehen worden - und das Feindbild 'Springer-Presse' existiere immer noch." >> Deutschlandradio Kultur

Vorläufige Bilanz

"Wenn Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Sonderbriefmarke zu Ehren Axel Springers präsentiert, sorgt das heute kaum mehr für Aufregung. Der unerbittliche Schlagabtausch zwischen Springer-Blättern und linker Protestbewegung sinkt langsam ab in historische Gefilde. Ein guter Moment für eine vorläufige Bilanz, wie sie Tilman Jens in seiner Biographie über Axel Springer zieht. Peter Meisenberg ist überrascht, welche Meinungsschattierungen Jens in Springers Imperium entdeckt." >> WDR 5

Wahrnehmungen

"Das große Axel-Springer-Haus stand direkt an der Berliner Mauer - so hatte die DDR-Spitze den ärgsten Feind direkt vis-à-vis. Am 2. Mai 1912 wurde der Medienmogul geboren. Kein deutscher Zeitungsverleger war so erfolgreich und gleichzeitig so umstritten. 'artour' berichtet über seine Rezeption in der DDR und in der Nachwendezeit. Auskunft geben dazu der damals einzige DDR-Korrespondent des Verlags, Peter Brinkmann, der Autor Tilman Jens sowie der Historiker Stefan Wolle." >> MDR Online

Auflösung?

"Tilman Jens löst den Widerspruch auf. Nicht die ambivalente Persönlichkeit Springers sei das Problem, sondern die deutsche Gesellschaft, die Schwierigkeiten damit habe, ambivalente Charaktere zu ertragen. Er plädiert für ein bescheidenes 'Ecce homo': Seht her, ein Mensch mit Licht und Schatten." >> Deutschlandfunk

Spannende Annäherung

"Träumer und knallharter Geschäftsmann - die ihn kannten, beschreiben Axel Springer als charmant, gütig, im Alter ein wenig entrückt. Er starb 1985, vier Jahre vor dem Fall der Mauer. Springer wollte die Nation vereinen, aber er hat sie gespalten wie kein zweiter, schreibt Tilmann Jens in seiner spannenden Annäherung an diesen Mann." >> rbb Online

10:35 18.06.2012

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