Zeit und Wunden

Einblicke Die Zeit der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 hat tiefe Wunden in der Gesellschaft hinterlassen, die noch lange nicht verheilt sind. Versuch einer Sammlung zum Thema
Zeit und Wunden
Foto: Diego Lima/AFP/Getty Images

Umstrittene Figur

"Als Kardinal von Buenos Aires verzichtete Jorge Mario Bergoglio auf Prunk, kümmerte sich um die Armen und nahm lieber den Bus als die Limousine. Der Papst gilt als Mann des Reformlagers und demonstriert Demut – doch seine Rolle in der argentinischen Geschichte und seine Aussagen zur Homo-Ehe machen ihn zur umstrittenen Figur." Süddeutsche.de

Heftige Debatte

"Gerade ist Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt, schon wird heftig über seine Vergangenheit debattiert. War Franziskus ein Helfer des argentinischen Militärregimes? Nein, sagt ein Friedensnobelpreisträger. Und ob, beteuern die Hinterbliebenen eines Folteropfers." Spiegel Online

Fragliche Glaubwürdigkeit

"Die Rolle des neuen Papstes während der Militärdiktatur in Argentinien wirft Fragen auf. Vorwürfe der Denunzierung zweier Priester stehen im Raum. Bergoglio selbst versuchte, dies in seiner Biografie zu entkräften, doch seine Glaubwürdigkeit ist mitunter fraglich." Tagesspiegel.de

Aufarbeitung

"Die Marineschule ESMA war das größte Folterzentrum der argentinischen Militärdiktatur. Mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Diktatur zieht das Militär aus. Ein Rundgang mit einem Überlebenden durch die Stätte des Terrors." Deutsche Welle

Vorwürfe

"Nun hat Bergoglio es doch noch ins Papstamt geschafft und wandte sich gestern Abend als Franziskus an die Gläubigen auf dem Petersplatz. Von Medien weltweit sogleich als 'Bischof der Armen' gefeiert, wirft Bergoglios Vergangenheit Fragen auf. Dem Jesuiten wird Komplizenschaft mit der argentinischen Militärjunta in deren 'schmutzigem Krieg' 1976 bis 1983 vorgeworfen." Tagesanzeiger.ch

12:22 14.08.2014

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