Komplexität

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Die 'Briefe' sind auf mehreren Ebenen spannend, sie unterhalten den mitdenkenden Leser mit dem Witz des Hintergründigen und der Lust des rasenden Erzählers."
Komplexität
Foto: Gabrielle Lurie/AFP/Getty Images

Aus dem Nähkästchen

"Zelter selbst lehrte als Dozent in Tübingen und Yale englische und deutsche Literatur, seine Erfahrungen mit dem Universitätsbetrieb verarbeitete er in 'Briefe aus Amerika' und 'How are you, Mr. Angst'. Zelters Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Thaddäus-Troll-Preis (2000), sowie dem Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg (2005). Mit seinem Roman 'Der Ministerpräsident' wurde Joachim Zelter 2010 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis nominiert." TV Orange

Überschäumender Sprachwitz

"Immer wieder kehrt Zelter in seinen 'sinnhaften Fiktionen' (so der Titel seiner Dissertation von 1994), zum Lehrbetrieb zurück – nicht von ungefähr: Zelter unterrichtete selbst Deutsch an der Yale University, Englisch in Tübingen. Es scheint ihn geprägt zu haben. In seinem ersten Buch beschrieb er seinen akademischen Amerika-Aufenthalt mit überschäumendem Sprachwitz – diesen Roman, 'Briefe aus Amerika', trägt er noch immer stets bei sich, wenn er liest. Er zieht ihn auch im Zimmertheater aus der Tasche, gibt eine Zugabe, schon wieder lachen seine Hörer auf: Das Fegefeuer muss ein Klassenzimmer sein." Reutlinger General-Anzeiger

Hintergründig

"Ein raffiniertes Buch mit starken Erfindungen. Joachim Zelters Roman ist ein wichtiges Buch. Die 'Briefe aus Amerika' sind auf mehreren Ebenen spannend, sie unterhalten den mitdenkenden Leser mit dem Witz des Hintergründigen und der Lust des rasenden Erzählers. Mich ergreift die surreale und damit sehr real gemeinte Bildlichkeit des Romanschlusses, der zum Besten gehört, das ich kenne: Der individuelle Narzissmus entfaltet sich universell in der Realmetapher der Universität, dem verzerrten Inbegriff des Lebens, der Fratze des Universalen." Der Philotast

Slapstick and tragedy

"'Briefe aus Amerika' is a campus novel in which clichés of America are confirmed and overdrawed in a grotesque way. It celebrates and carricatures both the American extreme and the German pecularity. The postmodern novel is full of slapsticks and tragedy and that is exactly what gives the book an adventurous touch." Jacobs University

Aus dem Ruder

"Als Satire würde Joachim Zelter seine Bücher zwar nicht beschreiben, doch weiß er das Groteske, das Eskalative, das Albtraumhafte durchaus zu schätzen. Am liebsten schreibt er über Begebenheiten, die komplett aus dem Ruder laufen. Oft fühlt sich Zelter, als ob es ein Missverständnis zwischen ihm und seinen Kritikern gibt, da viele Leser die Botschaft seiner Novelle nicht so auslegen, wie er das eigentlich im Kopf hatte. Andererseits ist er aber auch der Meinung, dass man Bücher am Besten mit seiner eigenen Fragestellung lesen und sich nicht von berühmten Namen oder Preisen beeindrucken lassen sollte." Wüste Welle

10:20 28.07.2016

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Einblicke Im Alter von 34 Jahren beschloss Zelter, Schriftsteller zu werden, was durchaus nicht ohne Erfolg blieb. Wichtig war ihm von Anfang an auch immer die Präsentation der Texte vor Publikum