Buch der Woche

Bruno Blau

Bruno Blau

Bruno Blau (1881–1954) war ein Pionier der Erforschung des Judentums in den Jahren des sozialwissenschaftlichen Aufbruchs nach 1900. Jenseits des Wissenschaftlichen steht seine Biographie zudem für ein "typisches" deutsch-jüdisches Leben zwischen akademischer Bürgerlichkeit und Existenzvernichtung durch das nationalsozialistische Unrecht
Bruno Blau

Bruno Blau

Bruno Blau (1881–1954) war ein Pionier der Erforschung des Judentums in den Jahren des sozialwissenschaftlichen Aufbruchs nach 1900. Jenseits des Wissenschaftlichen steht seine Biographie zudem für ein "typisches" deutsch-jüdisches Leben zwischen akademischer Bürgerlichkeit und Existenzvernichtung durch das nationalsozialistische Unrecht

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Gegen das Vergessen

Gegen das Vergessen

Leseprobe "Die löchrige Quellenüberlieferung darf den Versuch nicht scheitern lassen, an Bruno Blau zu erinnern, wie auch ähnliche Quellenlagen kein Hindernis sein sollten, dies für andere deutsch-jüdische Intellektuelle 'der zweiten Reihe' zu unternehmen."

Im Fokus

Im Fokus

Biographien Der Historiker Christoph Bothe war Mitarbeiter im Forschungsprojekt 'Bruno Blau und die Statistik des Judentums'. Thomas Brechenmacher ist Professor für Neuere Geschichte und Deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Potsdam

Mittel und Methodik

Mittel und Methodik

Einblicke Bruno Blau gehörte im Berlin vor und zwischen den Kriegen zu den Pionieren einer statistischen Wissenschaft des Judentums und war lange Jahre Herausgeber der 'Zeitschrift für Demographie und Statistik des Judentums'. Versuch einer Sammlung

Dunkle Zahlen

Dunkle Zahlen

Netzschau Links zum Thema aus dem Netz: "Bruno Blau registrierte am 1. Oktober 1941 nur noch 163 696 Juden in Deutschland. Innerhalb von drei Wochen gelangten etwa 10 000 deutsche Juden in die ihnen fremde Umgebung eines überfüllten polnischen Ghettos."
Wikipedia: Bureau für Statistik der Juden

Das Bureau für Statistik der Juden war ein in Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründeter Verband, der das Ziel hatte, die Erforschung der sozialen Verhältnisse der Juden aller Länder mit den Mitteln und Methoden der wissenschaftlichen Statistik zu befördern. Der spätere Vorsitzende Alfred Nossig gründete 1902 in Halensee nach langjährigen Vorarbeiten einen Verband, der 1903 das Sammelwerk Jüdische Statistik herausgab. Nachdem er die großen jüdischen Organisationen und Gemeinden für die Zwecke des Vereins gewonnen hatte und ihre finanzielle Unterstützung zugesagt war, gründete der Verband am 1. Oktober 1904 ein ständiges Büro in Berlin. Ortsgruppen des Bureaus entstanden u. a. in Frankfurt am Main, München und Berlin.

Wikipedia


Auf der Flucht

Video November 1938: In ganz Deutschland brennen Synagogen. Die systematische Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen beginnt. ZDF-History über Menschen, die den NS-Schergen entkamen


1935: Ausgrenzung der Juden

Video Nach Hitlers Machtübernahme 1933 werden Juden im Deutschen Reich diskriminiert und ausgegrenzt – hemmungslos wie nie zuvor. Auf die gesellschaftliche Diskriminierung folgt die juristische Ausgrenzung


Überleben im Versteck

Video In keiner Stadt tauchten so viele Juden unter wie in Berlin: Etwa 7000 versuchten, in der "anonymen Großstadt" zu überleben. Der Film erinnert an jene "stillen Helden", die ihnen halfen


Eine Holocaust-Überlebende erzählt

Video Margit Meissner kämpft gegen das Vergessen. Die 96-Jährige ist einer der Aktivposten des Holocaust-Museums in Washington. Regelmäßig trifft sie dort junge Menschen, um ihnen von der Judenverfolgung zu erzählen