Dokumentation

Netzschau Stimmen aus dem Netz: "Während der Veranstaltung stellte der Potsdamer Historiker Prof. Dr. Dieter Krüger seine zum 100-jährigen Jubiläum des Abkommens erschienene Monografie vor."
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Foto: Central Press/Getty Images

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Tragende Säule

"Die deutsche Sozialpartnerschaft ist zweifellos ein Erfolgsmodell. Sie ist eine tragende Säule der Sozialen Marktwirtschaft und hat spätestens seit den 1950er Jahren wesentlich zu Wohlstand und sozialem Frieden beigetragen. Heute kündigen sich tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt an. Kann die Sozialpartnerschaft dabei noch einen Beitrag leisten, um die damit einhergehenden Risiken einzudämmen ohne die Chancen aufzugeben? Ich glaube ja! Aber damit das gelingt, muss die Politik sich zurück nehmen. Vielmehr ist sie gut beraten, sich an die Ursprünge der Sozialpartnerschaft zu erinnern: das Stinnes-Legien-Abkommen vom 15. November 1918, dessen 100-jährigen Geburtstag dieser Tage gefeiert haben." Der Tagesspiegel

Wegweisend

"Dulger lobte das am 15. November 1918 von Arbeitgeber und Gewerkschaften geschlossene Stinnes-Legien-Abkommen, mit dem sich beide Seiten als Vertragspartner anerkannten, als wegweisend. (...) Während der Veranstaltung stellte der Potsdamer Historiker Prof. Dr. Dieter Krüger seine zum 100-jährigen Jubiläum des Abkommens erschienene Monografie 'Das Stinnes-Legien-Abkommen 1918 bis 1924' vor." Gesamtmetall.de

Gemeinsame Interessen

"Klaus Schönhoven (Mannheim) unterstrich einleitend in einem weitgespannten Überblick die weiterwirkende Bedeutung des 'Stinnes-Legien-Abkommens' vom 15. November 1918 über die sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit von großindustriellen Arbeitgebern und Gewerkschaften. Er analysierte die Motive der sozialdemokratischen Gewerkschaftsführer vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen im Kaiserreich, als sie im Zuge eines großen Organisationsaufbaus die Hoffnung auf den evolutionären Wandel des Obrigkeitsstaates und die reformerische Entschärfung von Sozialkonflikten entwickelten. Die umfassende Reglementierung der Wirtschaft und der industriellen Beziehungen im Krieg ließ dann bei Gewerkschaften und Unternehmern das gemeinsame Interesse entstehen, nicht nur die revolutionäre Bewegung der Massen, das von unten drohende 'Chaos', einzudämmen, sondern auch die Autonomie der Wirtschaft gegen den Staat zu verteidigen. Mit dem Abkommen versuchten zwei einflussreiche Organisationen, Funktionen des modernen Staates zu übernehmen und den Primat der Ökonomie über die Politik durchzusetzen." H/SOZ/KULT

Gegenstimmen

"Es ging etwas unter, als am 16.10.2018 der Gewerkschaftsbund DGB und der Unternehmerverband BDA das 100-jährige Jubiläum jenes Stinnes-Legien-Abkommens feierten, das eine wesentliche Ursache für die Niederlage der Novemberrevolution war. Mit dem Abkommen wurde nach Meinung der Befürworter die 'Sozialpartnerschaft' in die Wege geleitet. Man könnte aber polemisch auch von '100 Jahre Volksgemeinschaft' reden. Denn in diesem Abkommen wurde dem Klassenkampf eine Absage erteilt und die Gewerkschaften stellten die Arbeiter zum Ausgleich für einige sozialpolitische Zugeständnisse unter das Kommando des Kapitals." Telepolis

14:00 22.11.2018

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