Damals und heute

Biographie Einer der Schwerpunkte des Professors für politische Theorie war schon immer der Krieg und die Frage, welche Schlüsse für die Zukunft man aus vergangenen Konflikten ziehen kann
Damals und heute
Foto: Rowohlt Verlag

Herfried Münkler wurde am 15. August 1951 in Friedberg (Hessen) geboren. Er ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte und lehrt als ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Münkler besuchte die Augustinerschule Friedberg und legte dort 1970 das Abitur ab. Im Anschluss nahm er ein Studium der Germanistik, der Politikwissenschaft sowie der Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main auf, das er 1977 mit dem 1. Staatsexamen beendete. Danach arbeitete Münkler an seiner Dissertation über "Geschichtsphilosophie und politisches Handeln. Niccolò Machiavellis Antworten auf den Zusammenbruch der christlichen Geschichtsphilosophie und die Krise der Republik Florenz" und wurde 1981 an der Goethe-Universität promoviert.

Ab 1982 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität angestellt und habilitierte sich dort 1987 mit einer Schrift zum Thema "Staatsraison. Ein Leitbegriff der Frühen Neuzeit". Daraufhin erhielt er am selben Fachbereich eine Vertretungsprofessur für Politikwissenschaft. Im März 1992 folgte Münkler einem Ruf der HU Berlin. Seitdem besetzt er dort am Fachbereich Sozialwissenschaften den Lehrstuhl für Theorie der Politik.

Seine umfangreiche Publikationsliste umfasst zahlreiche Einzelwerke, Mitverfasser- und Mitherausgeberschaften sowie Aufsätze in Zeitschriften, Handbüchern und Lexika vorwiegend zur politischen Ideengeschichte und zur Theorie des Krieges.

1995 wurde Münkler mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung ausgezeichnet. Im Jahr 2009 erhielt er für sein Werk "Die Deutschen und ihre Mythen" den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik sowie den Meyer-Struckmann-Preis der Philosophischen Fakultät der Heine-Universität Düsseldorf. 

Münkler ist Mitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und im Redaktionsbeirat der Zeitschrift Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte. Er ist Vorsitzender der Leitungskommissionen zur Feuerbach-Gesamtausgabe und zur MEGA (Marx-Engels-Gesamtausgabe) in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Außerdem ist er Mitglied der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens (DGEPD).

---

Sowohl der Bayerische Rundfunk, wie auch der MDR und die Osnabrücker Zeitung haben anlässlich des Gedenkjahres und des Erscheinens seines Buches mit Herfried Münkler über den Ersten Weltkrieg gesprochen.

---

Teile dieses Textes basieren auf dem Artikel Herfried Münkler aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).

12:03 13.02.2014

Buch der Woche: Weitere Artikel


Genauer Blick

Genauer Blick

Leseprobe "Um die komplexen Interaktionen eines Krieges zu erfassen, bedarf es einer Gesamtdarstellung, die sich ihm in seiner vollen Dauer sowie seinen unterschiedlichen Facetten widmet."
Schweres Erbe

Schweres Erbe

Einblicke 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. Und noch immer ist die Analyse der Auswirkungen dieses Konfliktes bei weitem nicht abgeschlossen
Neuer Standard

Neuer Standard

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Jetzt hat sich der Politikwissenschaftler Herfried Münkler mit dem Thema beschäftigt. Sein 900-Seiten-Buch über den 'Großen Krieg' ist ein Meisterwerk."