Buch der Woche

Der lange Atem

Der lange Atem

Eineinhalb Jahre nach der Fukushima-Katastrophe kehrt ein Polizeiinspektor, früher zuständig für das Erstellen von Phantombildern, mit seiner Frau in deren zerstörten Heimatort zurück. Dort verfertigt er anhand von Fotos möglichst präzise Zeichnungen der Tsunamiopfer, um so den Hinterbliebenen die Identifizierung erträglicher zu machen
Der lange Atem

Der lange Atem

Eineinhalb Jahre nach der Fukushima-Katastrophe kehrt ein Polizeiinspektor, früher zuständig für das Erstellen von Phantombildern, mit seiner Frau in deren zerstörten Heimatort zurück. Dort verfertigt er anhand von Fotos möglichst präzise Zeichnungen der Tsunamiopfer, um so den Hinterbliebenen die Identifizierung erträglicher zu machen

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Vom Unfassbaren

Vom Unfassbaren

Leseprobe "An jenem Tag haben wir erlebt, wie wichtig es ist, dass nicht geschieht, was schlimmstenfalls geschehen könnte, und ebenso, dass tatsächlich geschieht, was schlimmstenfalls geschehen könnte."

Sprache und Form

Sprache und Form

Biographie Nina Jäckle wollte eigentlich Übersetzerin werden, entschied sich jedoch dann für die Schriftstellerei. Eine offenbar kluge Wahl, wie zahlreiche Auszeichnungen belegen

Verheerungen

Verheerungen

Einblicke Der 2011 durch ein Seebeben ausgelöste Tsunami und das damit einhergehende Reaktorunglück in Fukushima stellten eine Katastrophe bisher unbekannten Ausmaßes für Japan dar

Knapp und intensiv

Knapp und intensiv

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Nina Jäckle aber ist es gelungen, der Sprachlosigkeit einen schmalen Roman entgegenzusetzen, der viel mehr erzählt als alle Unglücksmeldungen aus den Nachrichten."
Wikipedia: Tōhoku-Erdbeben 2011

Das Tōhoku-Erdbeben 2011 war ein großes Seebeben vor der Sanriku-Küste der japanischen Region Tōhoku. Es ereignete sich am 11. März 2011 um 14:46:23 Uhr Ortszeit (05:46:23 Uhr UTC, also 06:46:23 Uhr MEZ). Das Epizentrum lag vor der Küste der Präfektur Miyagi etwa 370 Kilometer nordöstlich von Tokio und 130 km östlich von Sendai. 18.537 Menschen wurden als tot gemeldet, von denen 2.654 noch nicht gefunden sind (Stand September 2013). 470.000 Menschen mussten in den folgenden Tagen in Notunterkünften untergebracht werden. 375.000 Gebäude sind vollständig oder teilweise eingestürzt. Die Stärke des Erdbebens wird vom United States Geological Survey (USGS) mit der Momenten-Magnitude 9,0 Mw angegeben. Das Hypozentrum des Erdbebens lag nach diesen Angaben in etwa 32 Kilometer Tiefe. Auch nach Angaben der Japan Meteorological Agency hatte das Beben eine Stärke von 9,0 Mw bzw. 8,4 Mjma; das Hypozentrum verorteten sie in einer Tiefe von 24 Kilometer. In Kurihara im Norden der Präfektur Miyagi erreichte das Beben die maximale Intensität von 7 auf der JMA-Skala. Es gilt als stärkstes Beben in Japan seit Beginn der dortigen Erdbebenaufzeichnungen und war zudem Auslöser zweier weiterer Katastrophen in der Region: eines 10 Meter hohen Tsunamis (lokal sollen bis zu 38 Meter Höhe erreicht worden sein) sowie Unfällen in mehreren Kernkraftwerken Ostjapans, insbesondere am Standort Fukushima-Daiichi.

Wikipedia


Der lange Atem

Video Nina Jäckles Roman "Der lange Atem", in feiner lyrischer Prosa gehalten, ist ein Lehrstück übers Durchhalten und Standhalten. Eine Hommage aufs Menschenmögliche


Minamisanriku – Schicksal einer Stadt

Video Wohl keine Stadt wurde durch das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März 2011 derart verwüstet wie Minamisanriku. Über ein Jahr verfolgt die Dokumentation das Schicksal der Einwohner


Die Helden von Taro

Video Taro ist ein Fischerdorf. Der Tsunami hat es in wenigen Sekunden im vergangenen Jahr zerstört. Hitoshi Kuroda ist hier der einzige Arzt. Bis heute kümmert er sich um die Menschen


Chronik eines Desasters

Video Im März 2011 kam es infolge eines Tsunamis in der Atomanlage nahe der japanischen Stadt Fukushima zu einer folgenschweren Unfallserie, die in einem nuklearen Super-GAU gipfelte


Alltag im Ausnahmezustand

Video "Wenn ich reingehe", erzählt er, "dann nur mit Vollschutz. Ärmel und Hosenbeine verschließe ich mit Klebeband. Es darf kein Staubkorn und kein Regentropfen auf meine Haut gelangen."