Gute Gesellschaft

Leseprobe "Ich befinde mich in guter Gesellschaft. Schriftsteller, Politiker, Schauspieler. Lauter Tätigkeiten, bei denen das Lügen zum Berufsbild gehört. Eine unterschätzte Kunstform."
Gute Gesellschaft

Foto: Stephane de Sakutin/AFP/Getty Images

Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht.
Johannes 8,45

Die Wahrheit kann warten,
denn sie hat ein langes Leben vor sich.
Arthur Schopenhauer

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Für den Padre

Okay. Natürlich mache ich mit. Ich wäre dumm, wenn ich es nicht täte.

Halten wir unsere Abmachung fest: Sie sorgen dafür, dass ich den Posten in der Bibliothek bekomme, und ich verpflichte mich, Geschichten aus meinem Leben für Sie aufzuschreiben. Weil ich doch – Ihre Formulierung – eine Begabung für das Schreiben habe. Ein Talent, das ich nicht verschwenden darf. Sagen Sie.

Glauben Sie mir, Padre: Ich habe meine Talente auch bisher nicht verschwendet. Dass ich einmal Pech hatte und deshalb hier gelandet bin, war ein Zufall, mit dem nicht zu rechnen war.

Es ist ein fairer Deal. Win-win. Sie wollen einen Erfolg Ihrer Arbeit sehen und meinen, in mir das richtige Objekt gefunden zu haben. »Ich habe einen besseren Menschen aus ihm gemacht«, wollen Sie sagen können. Akzeptiert. Das ist Ihr Beruf, und der Versuch ist nicht strafbar.

Ich meinerseits brauche einen interessanteren Arbeitsplatz. Von morgens bis abends Kfz-Kennzeichen stanzen, dabei verblödet ein denkender Mensch. Zwölf Euro sechsunddreißig am Tag, und nur die Hälfte davon darf ausgegeben werden. »Damit ihr einen Grundstock habt für die Zeit nach der Entlassung.« Klar. Den Grundstock für die eine Nacht im Puff, die man nötig hat, wenn man hier rauskommt. »Auf den Entsafter gehen«, nennen sie das. Ich habe den Ausdruck vorher nicht gekannt.

Ich liebe Worte. Ich liebe es zu lesen, und ich liebe es zu schreiben. Beim Schreiben stottere ich nicht. Win-win.

Eine kleine Nebenbedingung: Wenn Sie in diesen Aufzeichnungen Dinge zu lesen bekommen, die Ihnen nicht gefallen, dürfen Sie nicht in einen Moralkoller verfallen. Ich sage Ihnen gleich: Es wird eine Menge geben, das Ihnen nicht gefällt. Abgemacht?

Abgemacht.

Dafür werde ich Sie nicht langweilen, versprochen. Allerdings kann ich nicht garantieren, dass Sie in jedem Fall die Wahrheit zu lesen bekommen. Aber Sie werden den Unterschied schon erspüren. »Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.« Johannes, Kapitel 8, Vers 32. Wobei das mit der Freiheit relativ ist. Auch bei bester Führung muss ich noch zweieinhalb Jahre absitzen. Ich bin fest entschlossen, mich vorbildlich zu führen. An jedem Sonntag zum Gottesdienst.

Und am Donnerstag in Ihren Gesprächskreis, in dem Sie uns das Verbrechen abgewöhnen wollen wie die Anonymen Alkoholiker ihren Kunden das Saufen. Nicht wahr, Padre: Ich bin der interessanteste Teilnehmer, den Sie dort jemals hatten? Ich weiß Reue überzeugend darzustellen, und ein paar der Erlebnisse, von denen ich Ihnen berichtet habe, sind sogar tatsächlich passiert.

Ich habe Ihnen nach den Gesprächen manchmal eine Nachricht geschickt, weil ich mich wegen meiner Stotterei nicht richtig habe ausdrücken können. Es hat Sie fasziniert, dass ich mich in der Bibel so gut auskenne. Ich habe Ihnen bisher nicht erzählt, wo diese Spezialkenntnisse herkommen, und Sie haben meine Zitatenschleuder für Frömmigkeit gehalten. Aber damit hat es nichts zu tun. Im Gegenteil. Erklärung folgt. Lukas, Kapitel 21, Vers 19. Schlagen Sie’s nach, wenn Sie’s nicht auswendig wissen.

Auch mit meinem Stottern habe ich mich für Sie interessant gemacht. Man muss mit den Pfunden wuchern, die man hat. Ich stottere wirklich. Sehr heftig sogar. Und niemand kann etwas daran ändern.

Stottern, auch Balbuties genannt, ist eine Sprechweise, die ...

Ach was. Schauen Sie in der Wikipedia nach. Stichwort »klonisches Stottern«.

Seit ich mich erinnern kann, spreche ich so kleingehackt. Nur als Säugling werde ich geschrien haben wie alle andern. Ich hatte die Sorte Kindheit, die Grund zum Schreien gibt.

Keine Angst, das wird hier keine Jammerarie von wegen schwere Jugend und nur deshalb vom Pfad der Tugend abgewichen. Das Lied können Sie bestimmt nicht mehr hören, so oft wird es Ihnen vorgesungen. Ich habe vor Gericht nicht herumgeheult, und ich werde es auch bei Ihnen nicht tun. Obwohl Ihr Beruf Sie eigentlich verpflichten würde, auf Heulereien reinzufallen.

Nicht wahr, Padre?

Als kleiner Junge habe ich davon geträumt, selber Priester zu werden. Können Sie sich das vorstellen? Ein Stotterer auf der Kanzel? »Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Gei... Gei... Gei...«? Lewis Carroll, der von Alice im Wunderland, wollte auch Pfarrer werden, kam aber wegen seines Stotterns für den Beruf nicht in Frage. Ich kann Ihnen eine Menge berühmter Leute mit der gleichen Eigenheit aufzählen. Winston Churchill. Marilyn Monroe. Ich befinde mich in guter Gesellschaft. Schriftsteller, Politiker, Schauspieler. Lauter Tätigkeiten, bei denen das Lügen zum Berufsbild gehört. Eine unterschätzte Kunstform.

Ich hätte den Pfarrerjob gut gemacht, denn er setzt ja keinen Glauben voraus. Man muss sich nur in andere Leute hineindenken können. Eine Berufsvoraussetzung, die Geistliche und Trickbetrüger gemeinsam haben.

Sind Sie jetzt beleidigt? Nehmen Sie’s als Beweis für meine Ehrlichkeit.

Wo soll ich anfangen? In der Jugend, nehme ich an.

Meine Familie war kleinkariert wie ein Kreuzworträtsel. Eins waagrecht, sechs Buchstaben: »Natürliche Feinde jedes Kindes.«

ELTERN.

Mein Vater kämmte sich die Haare über seine Glatze. Mehr gibt es über seinen Charakter nicht zu sagen. Er war überzeugt, dass es niemand bemerken würde. Aber Gott, der ja von oben auf die Menschen schaut, sieht alles. Auch Glatzen. Obwohl der Gott, den mein Vater sich zurechtgebastelt hatte, immer auf seiner Seite war. Eine höhere Instanz, die jeden Prozess zu seinen Gunsten entschied. »Ich bin ein Sünder«, sagte er gern und erwartete Widerspruch. Denn was er wirklich meinte, war: »Eigentlich bin ich ein Heiliger.« Er war ein pingeliger Buchhalter der eigenen tugendhaften Taten. Buchhalter war er sogar wirklich.

Wenn Sie ihn sich vorstellen wollen ...
Stellen Sie ihn sich besser nicht vor. Er war kein Mensch,
der unvergessliche Eindrücke hinterließ. Außer auf meiner Haut.

Meine Mutter trug Kittelschürzen. Damit ist auch sie umfassend beschrieben.

Ich hatte zwei Geschwister, von denen nur noch eines lebt. Meine ältere Schwester heiratete mit achtzehn, war mit vierundzwanzig dreifache Mutter und wurde mit sechsundzwanzig von einer Straßenbahn überfahren. Selbstverständlich ein Unfall, etwas anderes hätte nicht ins Weltbild gepasst. Mein Bruder lebt noch, wenn man das ein Leben nennen kann. Er hätte gern eine Ausbildung zum Vorbild gemacht, Nebenfach Heuchelei, und nur weil es die Fächerkombination an der Uni nicht gibt, ist er dann eben Lehrer geworden. Deutsch und Religion. Ärgert sich jeden Tag darüber, dass er seinen Unterricht nicht nach Sprüche 23, 13 führen darf. »Lass nicht ab, den Knaben zu züchtigen.«

Das war ein Lieblingszitat meines Vaters. Wir gehörten zu einer Gemeinde mit schlagkräftigen Argumenten.

Es wird Ihnen aufgefallen sein, dass ich in meiner Familie niemanden beim Namen nenne. Es ist besser so. Meinen eigenen mit dem doppelt biblischen Vornamen habe ich immer gehasst. Johannes Hosea. Es müsste verboten sein, ein Kind so zu nennen. Johannes Hosea Stärckle.

Meine Eltern ... Sagen wir: meine Erzeuger. Meine Produzenten. Die keine Ahnung hatten, in was für einem wenig erbaulichen Film ich einmal die Hauptrolle spielen würde. Obwohl sie mir von Anfang an das Schlechteste zugetraut haben. Nicht nur, weil ich gestottert habe. Aber auch.

Sie waren eifrige Mitglieder unserer Kirche. Die keine Sekte war, das betonten sie immer wieder. Es war DIEKirche, die einzige, in der die Bibel so verstanden wurde, wie sie ihrer Meinung nach verstanden werden musste, nämlich wörtlich. Ihr sollt keine anderen Bücher neben mir haben, nicht in eurer Wohnung und nicht in euren Köpfen. Darum, Padre, bin ich Ihnen in diesen Zitaten so überlegen. Sie haben den Frömmlerkram erst als Hans studiert, ich schon als Hänschen.

Die Gemeinde existiert nicht mehr, dafür habe ich gesorgt. Ich muss Ihnen das ein andermal erzählen. Die Klingel zum Lichterlöschen ertönt gerade, und in fünf Minuten wird es hier drinnen dunkel. Ein Unfug, wo es draußen noch hell ist. Noch hell wäre. Wenn man raus dürfte.

[...]

Für den Padre

Wenn die allmächtige Hausordnung mir schon keinen Computer erlaubt, sorgen Sie wenigstens für anständiges Papier. Das sollte ein Teil unserer Abmachung sein. Mit verbundenem Maul ist schlecht dreschen.

Von den Erziehungsmethoden meines Vaters wollte ich erzählen. Ich empfand sie als schmerzhaft, er empfand sie als gerecht. Je nach Schwere der Schuld hatte er drei verschiedene Geräte dafür: einen Bambusstock, einen Gürtel und einen Tennisschläger. Es ist mir heute noch ein Rätsel, wie er zu dem Tennisschläger gekommen ist. Er war zutiefst unsportlich. Vielleicht hat er ihn eigens zu pädagogischen Zwecken angeschafft. Gründlichkeit gehörte zu seinem Charakter, und ich stelle mir vor, dass er sich vor dem Kauf ein Tennismagazin besorgt hat, um sich über die verschiedenen Modelle zu informieren. Mit bloßer Hand hätte er uns nie geschlagen, das wäre ihm zu persönlich gewesen.

Meine Mutter hielt sich bei Bestrafungen raus. Sie war eine begnadete Wegschauerin.

Ich wurde aus Fürsorge gezüchtigt, das habe ich von meinem Vater oft gehört. Aus väterlicher Liebe. Woraus ich schließe, dass er mich mehr geliebt haben muss als meine Geschwister.

Die Anzahl der Schläge wurde nicht im Voraus bekanntgegeben. Mein Vater behauptete, sie richte sich nach dem Grad der Reue, den er beim Malefikanten (er gebrauchte tatsächlich dieses Wort) feststellen könne. Ich habe früh gelernt, dass der wirkliche Maßstab ein anderer war. Wenn sich auf seiner Stirn Schweißtropfen bildeten und er schwer zu atmen begann, dann wusste man, dass sich die Prozedur für dieses Mal ihrem Ende näherte.

»Es tut mir mehr weh als dir«, sagte mein Vater jedes Mal. Wenigstens für diese Heuchelei habe ich mich viele Jahre später revanchieren können. Er lag im Krankenhaus, den Körper voller Metastasen, und sie fanden kein Mittel mehr gegen seine Schmerzen. Er schrie stundenlang, so laut, dass man ihm, obwohl Kassenpatient, ein Einzelzimmer gegeben hatte. Ich stand neben seinem Bett und sagte: »Es tut mir mehr weh als dir.« Ohne dabei ein einziges Mal zu stottern.

Ich habe Sie gewarnt: Die Wahrheit ist nicht immer erfreulich.

Wenn ich nicht gerade diese Szene erfunden habe. Es wäre mir zuzutrauen.

Bachofen hat mich nie geschlagen. Nicht selber. Aber natürlich trug er die Verantwortung dafür.

Sorry. Ich muss Ihnen erklären, wer Bachofen ist. Wer Bachofen war. Es gibt Leute, bei denen hat man das Gefühl, jeder müsse sie kennen. Weil man in einer Welt aufgewachsen ist, in der sie über allem thronten.

Bachofen war der Big Boss unserer Kirche. Ihr Guru. Er hatte die Gemeinde gegründet und behandelte sie als seinen Privatbesitz. »Der Älteste« nannte er sich und legte Wert darauf, auch so angesprochen zu werden. Ein Wunsch, den ich gut verstehen kann. Wenn ich Bachofen hieße, würde ich Briefe auch lieber mit einem Titel unterzeichnen wollen. Ich habe immer viel Sorgfalt darauf verwendet, mir einen passenden Namen auszudenken.

Für meinen Vater war der Älteste die höchste Autorität in allen Glaubensfragen. Andere Fragen kannte er nicht. Niemand wusste die Bibel so gut auszulegen wie Bachofen, sie war – entschuldigen Sie, Padre, aber manchmal kann ich mir solche Wortspiele nicht verkneifen – Auslegeware für ihn.

Als es keinen Zweifel mehr geben konnte, dass meine Stotterei mehr war als nur die sprachliche Ungeschicklichkeit eines kleinen Jungen, wurde beschlossen, dass ich Bachofen vorgeführt werden müsse. Meine Schwester hat mir später erzählt, man habe mir zu diesem Anlass meine ersten langen Hosen gekauft. Das mag so gewesen sein, ich kann mich nicht daran erinnern. Ich weiß noch, dass mich meine Mutter zwischen ihre Knie klemmte und mich so heftig kämmte, dass sich die Zinken des Kamms in meine Kopfhaut bohrten. Das war ihr Beitrag zur Feierlichkeit des Moments. Mitkommen durfte sie zur Audienz nicht. »Lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde.«

An der Tür von Bachofens privatem Sanktum gingen wir Kinder mit sanftem Schaudern vorbei, so wie einen die dunkle Ecke in der Geisterbahn auch beim dritten Besuch noch ängstigt. Hier unerlaubt einzutreten, das hatte man uns eingebleut, war mindestens so verboten wie ein Stehenbleiben an dem Zeitungskiosk gegenüber von unserem Betsaal. Und genauso ohne Begründung.

(Woher das Kiosk-Tabu kam, habe ich später entdeckt: Es wurden dort auch Zeitschriften mit unbekleideten Frauen verkauft.)

Bei meiner ersten direkten Begegnung mit Bachofen muss ich wirklich noch sehr klein gewesen sein, sonst hätte ich sein Studierzimmer nicht als riesige Halle erlebt. Bei späteren Besuchen schrumpfte der Raum immer mehr, bis es schließlich nur noch ein ganz gewöhnliches Zimmer war. Das Bühnenbild immer dasselbe: Ein mächtiger Schreibtisch, auf dessen Platte nichts stand als ein Kruzifix, so dass man gar nicht anders konnte, als an einen Altar zu denken. Damit kontrastierend ein Stuhl von theatralischer Bescheidenheit. Ein Bücherregal, vollgestopft mit Bibelausgaben in den verschiedensten Sprachen. Nicht dass Bachofen die alle gesprochen hätte. Aber bei seiner internationalen Berühmtheit, das wollte er damit signalisieren, war es durchaus denkbar, dass eines Tages ein Finne vor der Tür stehen würde, um sich Rat bei ihm zu holen, ein Spanier oder ein Massai – da musste er vorbereitet sein, um für jeden die richtige Stelle aufschlagen zu können.

Diesmal war mir die Tür nicht verboten. Wir traten ein, und mein Vater verneigte sich. Dann fasste er auch mir in den Nacken und drückte meinen Kopf nach unten. Ich nehme an, dass es so war. Vielleicht hat sich dieses Detail auch erst später in meine Erinnerung eingefügt, weil ich diese Art der Begrüßung so oft mit angesehen habe. Vor dem Ältesten verneigte man sich, das war die Regel, und wer ihm eine Sünde zu gestehen hatte, ging in die Knie. Es gab eine Menge Sünden in Bachofens Kirche. Eine Menge Kniefälle.

Bachofen legte meinem Vater segnend die Hand auf den Kopf und fragte: »Was führt dich zu mir, mein Sohn?« Rede ich mir etwas ein, wenn ich behaupte, dass mir der Satz schon damals seltsam vorkam? Mein Vater war bedeutend älter als der Älteste. Bachofen muss, wenn Sie mir auch diesen schlechten Scherz gestatten, der jüngste Älteste weit und breit gewesen sein.

Um den Grund unseres Besuches zu illustrieren, musste ich das Vaterunser aufsagen. Im Stress der Situation kam ich über »Unser Vater im Hi... Hi... Hi...« nicht hinaus, was in dieser Umgebung wie eine besonders teuflische Blasphemie geklungen haben muss. Bachofen nickte, so wie er, wie ich in den nächsten Jahren noch oft beobachten konnte, immer nickte, wenn jemand mit einer Frage zu ihm kam. Er wollte damit zeigen, dass er das Problem nicht nur verstanden, sondern auch schon eine Lösung dafür gefunden hatte. Von denen er nur zwei Arten kannte: Buße oder Schläge.

In meinem Fall entschied er sich nicht für Buße.

Es hat einen Jungen in der Gemeinde gegeben, ein paar Jahre älter als ich, dem haben sie seine Homosexualität aus dem Leib geprügelt. Oder aus der Seele. Je nachdem, ob die Liebe zu Männern von Viren verursacht wird oder von Dämonen. Eine Erfolgsgeschichte, die man gern an mir wiederholen wollte.

Jetzt sind Sie dran, Padre. Ein kleines Quiz: Wo in der Bibel steht etwas über Stotterer, außer dort, wo sich Moses wegen seiner schweren Zunge vom Gang zum Pharao drücken will? Na?

Ich stelle mir vor, wie Sie jetzt in Ihrem Büro sitzen, das auch nicht viel größer sein wird als unsere Zellen, und nach- denken.

[...]

13:29 11.04.2019

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