Seltsame Lücke

Einblicke Obwohl der Einfluss des unter der NS-Herrschaft lange frei erhältlichen Pervitins auf Zivilgesellschaft wie auch Militär kaum zu unterschätzen ist, ist bis heute kaum etwas darüber bekannt
Seltsame Lücke
Foto: Keystone/Getty Images

Wunderpille

"Als Deutschland 1940 seinen großangelegten Westfeldzug durch Holland, Belgien, Luxemburg und Frankreich begann, waren die Soldaten scheinbar nicht zu stoppen. Unerschütterlich marschierten Infanteristen bis zu 60 Kilometer am Tag. 'Die Deutschen benutzen eine Wunderpille' titelt die britische Presse. Die Wunderpille heißt Pervitin, ist ein Metamphetamin, und wird seit 1938 von den deutschen Temmlerwerken auf den Markt gebracht." 3sat.de

Heiter weiter

"Der zweite Weltkrieg war ein Speedkrieg – von Adolf Hitler bis Heinrich Böll waren alle auf 'Pervitin'. An KZ-Häftlingen wurden die Drogen getestet." taz.de

Ideale Kriegsdroge

"Es war die Wunderpille der Wehrmacht: 1938 kam das Medikament Pervitin auf den Markt. Das Aufputschmittel war nichts anderes als Methamphetamin. Doch trotz fataler Nebenwirkungen verschwand die Droge auch nach dem Krieg nicht – und erlebte in den USA sogar ein Revival. Dank eines Kochbuchs." Spiegel Online

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Konsum und Sucht

"Vitamine, Opioide, Steroide aus toten Schweinen: Norman Ohler hat recherchiert, wie sich der Diktator im Krieg aufputschte. Im SZ-Gespräch schildert er Hitlers Drogenkonsum – und die Sucht nach seinem Leibarzt." Süddeutsche.de

Hohes Erregungspotential

"Der Schriftsteller Norman Ohler hat ein Sachbuch mit hohem Erregungspotenzial geschrieben. In 'Der totale Rausch' erzählt er vom Drogenkonsum der Nazis. Besonders überrascht hat ihn, mit welchen Stoffen Hitler sich das Dasein verschönte. Norman Ohler im Gespräch mit Jörg Magenau." Deutschlandradio Kultur

11:59 17.09.2015

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Heißer Stoff

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Leseprobe "Eine umfassende und faktengenaue Darstel­lung, wie Rauschmittel die Geschehnisse im NS­-Staat und auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges geprägt haben, fehlte bisher."
Auf den Grund

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Biographie Bisher verfasste Norman Ohler ausschließlich Romane. Das Thema "Drogen im Dritten Reich" faszinierte ihn jedoch so sehr, dass er fünf Jahre lang dazu in Archiven recherchierte
Wichtige Aufarbeitung

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Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Insgesamt ist 'Der totale Rausch' ein sehr gut lesbares und wichtiges Buch, das durch seine bildhafte und szenische Ausgestaltung nicht an historischer Akkuratesse verliert."