Diskrepanzen

Einblicke Die in den westlichen Medien gängige Erzählung von "Gut" gegen "Böse" greift viel zu kurz hinsichtlich der komplexen Zusammenhänge in Syrien. Versuch einer Sammlung
Diskrepanzen
Foto: Joseph Eid/AFP/Getty Images

Enormes Spannungspotential

"Nach über vier Jahrzehnten der Assad-Herrschaft hat sich in Syrien ein enormes soziales und sozioökonomisches Spannungspotenzial aufgebaut, das weit unterschätzt worden ist. Ähnlich wie einst Jugoslawien und der Balkan gleicht heute der syrische Vielvölkerstaat einem hochbrisanten Pulverfass. Aufgrund der internationalen Verstrickungen syrischer Politik könnten die militärischen Auseinandersetzungen der Beteiligten zu erheblichen Veränderungen der gesamtstrategischen Lage in Nahost führen. Nachbarländer, Milizen, Widerstandskämpfer, Separatisten und Dschihadisten sind mittlerweile in die Auseinandersetzungen involviert. Der Ausgang der Krise ist völlig ungewiss – sie könnte sich noch über Jahre hinziehen." Bundeszentrale für politische Bildung

Akteure und Interessen

"Seit fast fünf Jahren tobt in Syrien ein auch von außen befeuerter Bürgerkrieg. Die Krise ist auch deshalb schwer zu lösen, weil es zahlreiche Akteure mit eigenen Interessen gibt." Zeit Online

Zusammenhänge

"Wer kämpft in Syrien gegen wen, wie kam es überhaupt zum Bürgerkrieg, was haben Russland und die USA damit zu tun? Im Hintergrundformat 'Endlich verständlich' finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen." Spiegel Online

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Im Gespräch I

"Eine erhebliche Mitschuld des Westens am Syrien-Krieg beklagt der Nahost-Experte Michael Lüders in seinem neuen Buch 'Die den Sturm ernten'. Er fordert einen Politikwechsel, der den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts eher entspricht." Deutschlandradio Kultur

Im Gespräch II

"In kaum einer Region brodelt es derzeit mehr als im Nahen Osten. Allein der seit mittlerweile sechs Jahren andauernde Bürgerkrieg in Syrien hat bereits weit über 400.000 Menschenleben gefordert. Und ein Ende des blutigen Gemetzels sei nicht in Sicht, sagt der Islamwissenschaftler Michael Lüders im Gespräch mit Volksfreund-Redakteur Rolf Seydewitz." Trierischer Volksfreund

13:07 20.04.2017

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Leseprobe "Geopolitik ist dabei das Schlüsselwort. Sie erklärt, warum aus dem Aufstand eines Teils der syrischen Bevölkerung gegen das Assad-Regime in kürzester Zeit ein Stellvertreterkrieg werden konnte."
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Biographie Publizistisches Kernthema des Politik- und Islamwissenschaftlers Michael Lüders ist das Spannungsverhältnis zwischen dem sogenannten Westen und der arabisch-islamischen Welt
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Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Wer verstehen will, was jetzt gerade geschieht, dem sei 'Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte' von Michael Lüders empfohlen."