Denken und Gesellschaft

Netzschau Rezensionen und Texte zum Thema aus dem Netz: "Schorlemmers Buch ist eine Streitschrift in sanfter aber treffender Rhetorik für den längst überfälligen gesellschaftlichen Aufschrei."
Denken und Gesellschaft
Foto: Pornchai Kittiwongsakul/AFP/Getty Images

Ganz ohne Weichzeichner

"Nun ist ein Buch erschienen, welches das Glück zum Thema macht und ganz ohne vom Weichzeichner bearbeitete Bilder von blauem Himmel oder bunter Blumenwiese auskommt. Friedrich Schorlemmer, der Theologe, für den der Begriff Protestant erfunden scheint, geht der Frage nach, was das Glück des Lebens ausmacht und wie wir ein intensives, ein glückendes Leben gewinnen können." Evangelische Kirche der Pfalz

Längst überfällig

"Der Publizist und Theologe erhebt das Wort gegen eine Bewegung, so trunken und töricht, dass sie uns alle des wahren Lebens beraubt. Schon Jesus habe davor gewarnt, in tötender Gier anzusammeln, was Motten und Rost fressen werden. Eine Streitschrift in sanfter aber treffender Rhetorik für den längst überfälligen gesellschaftlichen Aufschrei." Literaturtipps.de

Kluge Argumentationen

"Doch kann eine solche Gesellschaft überleben? Der Theologe Friedrich Schorlemmer verneint das und verweist darauf, dass Gier und Konsum letztlich nicht zum Glück führen, sondern einem sinnvollen und glücklichen Leben eher im Weg stehen. In klugen Argumentationen fordert er daher ein Umdenken und eine Besinnung auf andere Werte." Erlesenes

Zwei Seiten

"Mit den Reizworten 'Glück' und 'Gier' hat der populäre Theologe einen zugkräftigen Titel für sein eben erschienenes Buch gewählt, aus dem er am Donnerstagabend in der Ilmenauer Jakobuskirche las. (...) Für Schorlemmer gehören Glück und Gier zusammen. Als 'Leistungsanreiz mit Gewinnerwartung' sei Gier - im Sinne von Sehnsucht, Hunger, Freude - auch ein starker Antrieb für Positives." Thüringer Allgemeine

Vom rechten Maß

"Zentrale Frage: Welches rechte, verträgliche, vernünftige aber dennoch vergnügliche Maß in der Spanne zwischen Gier und Gönnen, zwischen vermeintlicher Gleichmacherei, Leistungsstreben, Konkurrenz und Solidarität geben einen beglückenden Lebenssinn? Dies aber, ohne alles und jeden zur Ware zu machen, für deren Definition Pfarrer Schorlemmer Karl Marx aus dem Jahr 1848 zitiert, Brecht und Frisch zu Wort kommen lässt. Und mit einiger Ironie sogar Walter Ulbricht, als der mit dem 'Neuen Ökonomischen System des Sozialismus' mal begründete, man brauche (Leistungs-)'Stimulanzien' für die Fleißigeren." InSüdthüringen.de

14:11 08.05.2014

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