Spitze und Eisberg

Einblicke Dass die NSA und andere Geheimdienste weltweit Daten sammeln, war auch vor den Enthüllungen kein Geheimnis. Erschreckend ist allerdings das Ausmaß, in dem sie dies betreiben
Spitze und Eisberg
Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images

Überblick

"Vor mehr als 5 Monaten haben Zeitungen zu enthüllen begonnen, wie allumfassend die US-amerikanische National Security Agency (NSA) und andere westliche Geheimdienste die weltweite Kommunikation überwachen. Auf diplomatischer Ebene haben die aufgedeckten Spionageprogramme gegen eigentlich befreundete Nationen und die Flucht des Informanten Edward Snowden für heftige Reaktionen gesorgt. Seit Beginn der Enthüllungen berichten heise online und c't ausführlich über die Enthüllungen und deren Bedeutung. Diese Zeitleiste gibt einen Überblick." Heise.de

Begründetes Unbehagen

"Die mediale Aufregung rund um die Snowden-Affäre reißt nicht ab. Die deutsche Öffentlichkeit scheint dabei wie aus langem Schlaf erwacht. Dass die Telekommmunikation überwacht wird, ist zwar kaum eine neue Enthüllung - die mutmaßlichen Gründe dafür bereiten jedoch mehr und mehr Unbehagen." Telepolis

Epochenwende

"Im Namen der Sicherheit spionieren die USA Millionen Bürger aus - eine völkerrechtliche Epochenwende. Denn bisher richtete sich Spionage auf Staatsgeheimnisse, nicht auf die Privatsphäre der Menschen. Nur die Uno kann die Schnüffelei noch stoppen." Spiegel Online

Verwicklungen

"Politiker der Union und der SPD behaupten, Edward Snowden sei in Deutschland wegen des deutsch-amerikanischen Auslieferungsabkommens nicht sicher. Angeblich deswegen will man ihn nicht hier, sondern in Moskau als Zeugen hören. Es ist eine dürftige Ausrede. Man versucht, die eigene Hasenherzigkeit juristisch zu tarnen; man fürchtet den Zorn der USA. Die Bundesrepublik ist ein US-fürchtiger Staat." Süddeutsche.de

Interview I

"Glenn Greenwald über Asyl für den Whistleblower Edward Snowden, abgeschlossene Schlafzimmer und die Schelte von Kollegen." der Freitag

Interview II

"Vor einem Jahr traf Glenn Greenwald erstmals auf den früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden. Im Cicero-Interview erzählt der Journalist, wie seine Enthüllungen die große Kluft zwischen Machthabern und einfachen Menschen offengelegt haben." Cicero Online

09:43 05.06.2014

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Leseprobe "Als wir ihn fragten, wie er unter diesen Umständen so gut schlafen könne, erwiderte Snowden, er sei vollkommen im Reinen mit dem, was er getan hatte, und habe deshalb auch keine Schwierigkeiten."
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Biographie Der Journalist und Rechtsanwalt Glenn Greenwald wurde 2013 weltberühmt, als er für die Veröffentlichung des von Edward Snowden zur Verfügung gestellten NSA-Materials sorgte
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Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Glenn Greenwald hat ein spektakuläres Buch geschrieben, das vor allem eine messerscharfe Analyse und Einordnung der NSA-Aktivitäten ist."