Nachwirkungen

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Brokken gelingt etwas Wichtiges: Er beschreibt das Großverbrechen Krieg von innen und zieht die Lebenslinien der Verwüstung weit über das Kriegsende hinaus."
Nachwirkungen
Foto: Central Press/Getty Images

Wichtige Fragen

"Wann ist der Krieg vorbei? Wenn der letzte Schuss fällt? Wenn die Täter verurteilt, die Opfer begraben sind? Wenn die letzten Zeitzeugen sterben? Oder wenn keiner mehr daran erinnert werden will? Jan Brokken hat mit 'Die Vergeltung' den vielleicht penibelsten Versuch unternommen, diese Frage zu klären. Er erzählt in seinem Dokumentarroman von einem der blutig-absurdesten Wehrmachtsmassaker." Hamburger Abendblatt

Sachlich und unsentimental

"Jan Brokken ist 1949 geboren und wuchs in Rhoon auf. Etwa 50 Jahre nach diesem Ereignis hat er Zeitzeugen und Hinterbliebene ausfindig gemacht und befragt. Entstanden ist eine minutiöse Recherche des 10. Oktobers 1944. Das Buch ist eine sachliche und unsentimentale Dokumentation, stets von Jan Brokken in der Ich-Person erzählt – wir als Leser folgen ihm und erlangen dadurch neutrale Fakten." Brockmann Bücher

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Da leider bisher nur zwei Rezensionen zu "Die Vergeltung" online stehen, folgen an dieser Stelle noch einige Kritiken zu älteren Werken von Jan Brokken.

Spurensuche

"Jan Brokken wurde 1998 in Deutschland mit seinem Roman 'Die blinden Passagiere' bekannt. 1949 geboren, arbeitete er zunächst als Journalist und schrieb Reisereportagen, bevor er in den siebziger Jahren begann, eine Debatte über die koloniale Vergangenheit des Königsreichs einzufordern, insbesondere vor dem Hintergrund familiärer Traumata. Mit dem Band 'Mein kleiner Wahnsinn' begibt er sich auf die Spurensuche nach seiner Vergangenheit." Deutschlandfunk

Erzählerische Gewandtheit

"Brokken gelingt es trotz komplexer Erzählweise, einen leicht lesbaren Roman zu schreiben, viel leichter konsumierbar beispielsweise als die auch multiperspektivisch verfahrenden Romane von Antonio Lobo Antunes, der sich ja beständig hinterfragt, ob er denn nicht immer noch zu klar schreibe, obwohl selbst der mit Masochismus begabte Leser bei dessen jüngsten Romanen kaum noch weiß, wie er die verwirrende Lektüre bis zum Ende durchstehen soll. Brokkens Erzählweise bleibt immer straff und überschaubar, was durchaus als Beleg für erzählerische Gewandtheit gelten kann." Literaturkritik.de

Geschichte und Erlebnis

"Und so ist Jan Brokken schliesslich in den Tropen gelandet. Auf der Spur seiner Geschichte und der Geschichte seiner Eltern und auf der Suche nach langfristiger Linderung und Genesung. So wundert es nicht, dass seine Rückkehr in die Niederlande – an dieser Stelle beginnt die Erzählung und rollt dann die Geschichte nicht immer chronologisch von hinten auf – alte Erinnerungen und Erlebnisse wachruft, die erzählt und beschrieben werden müssen." Samtpfoten mit Krallen

17:31 12.02.2015

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