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Biographie Von Hause aus eigentlich Journalist und Publizist, geriet Christian Nürnberger 2012 eher ungeplant als Bundestagskandidat in die Politik. Ein ernüchternder Wechsel der Perspektiven
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Foto: Verlag/Kay Blaschke

Christian Nürnberger wurde 1951 in Lauf an der Pegnitz geboren. Nürnberger, der aus einer kleinbäuerlichen Familie stammt, schloss eine Lehre als Physiklaborant ab. Er war vier Jahre bei der Bundeswehr (Leutnant der Reserve), studierte vier Semester evangelische Theologie, Philosophie und Pädagogik, absolvierte die Hamburger Henri-Nannen-Schule und begann seine journalistische Praxis als Lokalreporter bei der Frankfurter Rundschau. Später war er Redakteur beim Wirtschaftsmagazin Capital und Textchef bei highTech.

Nürnberger lebt mit seiner Frau, der Fernsehjournalistin Petra Gerster, und zwei Kindern in Mainz. Seit 1990, nach der Geburt des ersten Kindes, ist er als freier Autor (unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit) und als Publizist (siehe Werkverzeichnis) tätig. In der Fernsehsendung 'Menschen bei Maischberger' sagte er selbstironisch, dass er ein Jahr lang das "ganze Programm als Hausmann – Kochen, Putzen, Waschen, Bügeln, Einkaufen, Windelnwechseln – erledigt" habe, dabei um zehn Jahre gealtert sei und graue Haare bekommen habe. Seine politischen Ansichten fußten auf einem sozialdemokratisch-christlichen Fundament, weshalb er zu einem Verfechter jeglicher Emanzipationsbestrebungen insbesondere der Frauen geworden sei.

Für Mutige Menschen: Widerstand im Dritten Reich wurde Nürnberger mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 ausgezeichnet. In der Begründung der Jury hieß es, Nürnberger gelinge es, "durch einen gekonnt schlichten, fast schon mündlichen Erzählduktus, eine Spannung aufzubauen, die vom ersten bis zum letzten Satz zu fesseln vermag". Hervorgehoben wurde auch "die herausragende literarische Qualität der biografischen Erzählung".

Im November 2012 wurde Christian Nürnberger in seiner Heimat als Bundestagskandidat der SPD für den Wahlkreis Roth und Nürnberger Land nominiert. Mit dem ihm von der Partei zugewiesenen Listenplatz 33 war jedoch ein Einzug in den Bundestag von vornherein ausgeschlossen, denn die Direktmandate gehen in Bayern fast schon traditionell an die CSU. Dennoch zog Nürnberger seinen Wahlkampf entschlossen ein Jahr lang durch und erzielte dann mit 46.200 Stimmen das fünftbeste Ergebnis unter Bayerns SPD-Kandidaten. Diesen einjährigen Ausflug in die Politik bezeichnet Nürnberger als sein "freiwilliges soziales Jahr". Er lebt nun wieder in Mainz, wo er weiter seiner bisherigen publizistischen Tätigkeit nachgeht.

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Teile dieses Textes basieren auf dem Artikel Christian Nürnberger aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).

10:31 26.03.2015

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