Harte Positionen

Einblicke Die Frage nach dem pädagogischen Umgang mit unseren Kindern ist gerade in jüngster Zeit ein heißes Eisen, und führt immer wieder zu hitzigen Diskussionen. Versuch einer Sammlung
Harte Positionen
Foto: Sean Gallup/Getty Images

Das eigentliche Problem

"Das Lob der Disziplin soll uns vor kindlichen Tyrannen bewahren. Doch damit wird das eigentliche Problem heutiger Erziehung verkannt: Zuwendung. Der Kinderarzt und Autor Remo H. Largo widerspricht Bernhard Bueb und Michael Winterhoff." FAZ.net

Balance-Akt

"Heute versuchen viele Eltern den Balance-Akt zwischen Freiheiten lassen und Grenzen setzen zu meistern. Die nächste Generation soll selbstbewusst und mit Durchsetzungsvermögen ihre persönlichen Fähigkeiten entwickeln können. Konservative Werte wie Fleiß, Ordnung und Bescheidenheit treten stärker in den Hintergrund. Mit den Zielen ändern sich auch die Methoden. Die autoritäre Erziehung weicht der partnerschaftlichen Beziehung. Aber: wann kann ich diskutieren und wann muss ich konsequent bleiben? Wie viel Freiheit kann ich meinem Kind lassen, ohne es zu überfordern?" SciLogs

Ach was

"Strenge Tigermütter werden gebraucht, denen gar nichts entgeht? Ach was. Jesper Juul, der Sokrates unter den Pädagogen, lehrt die Eltern Gelassenheit im Leben mit ihren Kindern." Zeit Online

Missverständnisse

"In dieser Szene werden zwei grundlegende Missverständnisse unserer Erziehungskultur deutlich: Im Zuge der Demokratisierung aller Lebensbereiche gehen Eltern und Erzieher davon aus, dass nun auch die Eltern-Kind-Beziehung demokratisch, d.h. gleichberechtigt sein müsse. Das ist falsch. Der dänische Familientherapeut Jesper Juul bringt es auf den Begriff: Nicht gleichberechtigt sind Eltern und Kinder, sondern sie verfügen als Menschen über gleiche Würde. Erwachsene müssen sich jederzeit so verhalten, dass sie die Würde des Kindes nicht verletzen. Aber gleichberechtigt ist das Kind deswegen nicht." FZPSA

Ratschlag und Widerspruch

"Erziehen – da steckt das ziehen schon mit drin, und die Anstrengung auch. Und dann noch wie? Eltern sein ist nicht leicht dieser Tage, Erziehungswissenschaftler und -berater könnten sich in ihren Ratschlägen kaum grundlegender widersprechen. Eltern sind einer Fülle von verschiedenen Erziehungskonzepten ausgesetzt, die jeweils suggerieren, das jeweils andere sei für das Kind ganz schrecklich falsch." Sein.de

Alternativen statt Gegensätze

"Viele fragen sich: Wie können wir führen, ohne unseren Kindern wehzutun? Es ist immer wieder diese Polarität zwischen Autorität und Laissez-faire. Man muss aufhören in Gegensätzen zu denken, man muss in Alternativen denken. Nicht nur das Konzept Eltern ist im Umbruch – das ganze Konzept Familie. Die meisten jungen Eltern wollen demokratisch sein, doch dann liegt plötzlich die ganze Führung in den Händen des Kindes." Kölner Stadt-Anzeiger

12:13 07.03.2013

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