Neuer Blick

Netzschau Rezensionen und Texte zum Thema aus dem Netz: "Nun wendet sich Katharina Saalfrank in einem lesenswerten Buch gegen einen weiteren problematisierenden Umgang mit schwierigen Kindern."
Neuer Blick
Foto: Adam Berry/Getty Images

Paradigmenwechsel

"Bekannt wurde sie als 'Super Nanny' in der gleichnamigen TV-Reihe von 2004 bis 2011: Katharina Saalfrank. Nun hat die Diplom-Pädagogin und Musiktherapeutin ein Buch geschrieben, das die Luft aus der Erziehungsdebatte rund um Frühförderung, ADHS-Diagnosen und 'Tyrannen' lassen soll. Sie fordert einen Paradigmenwechsel. Kinder brauchen keine Erziehung, davon ist die vierfache Mutter überzeugt. Was sie brauchen, sagt Saalfrank, sei eine stabile und konstruktive Beziehung." MDR Figaro

Lesenswert und lesbar

"Nun wendet sie sich in einem lesenswerten und auch für bildungsferne Schichten lesbaren Buch gegen einen weiteren problematisierenden Umgang mit schwierigen Kindern, die schon mal als Tyrannen bezeichnet werden, denen man dann mit einem 'Lob der Disziplin' begegnen sollte. Durchaus in der Tradition von Jesper Juul, auf den sie sich auch bezieht, spricht sie von einem Ende der Erziehung, die durch ein neues Verständnis von 'Beziehung' abgelöst werden sollte. In zehn Thesen rechnet sie mit dem alten Erziehungskonzept radikal ab nachdem sie in einem ersten Kapitel eine kritische Bestandsaufnahme unternommen hat." Büchertreff.de

Lebensmodelle

"Katia Saalfrank, die ehemalige 'Super-Nanny', kümmert sich neuerdings um Erwachsene: 'Expedition Familie' – so heißt die Reportage des SWR–Fernsehens, in der die Diplom-Pädagogin unterschiedliche Lebensmodelle von älteren Menschen vorstellt: eine Alten-WG, einen Vier-Generationen-Familienbetrieb und eine Familie mit pflegebedürftigem Großvater. Katia Saalfrank arbeitet außerdem in Berlin als Familienberaterin und Coach. In ihrem demnächst erscheinenden Buch geht' s um das Ende der Kindererziehung." SWR1

Spannungsfeld

"Für das heutige Schulsystem zeigte Saalfrank wenig Begeisterung, da die Menge an zu lehrendem Wissen den Lehrern keine Zeit lasse, auf die einzelnen Kinder einzugehen. Dabei lernten Kinder über Beziehungen und Emotionen. Zu den schulischen Anforderungen kämen in der Pubertät dann noch die berufliche Orientierung, Freundschaft, Liebe und Sexualität. Die Ablösung von den Eltern werde durch die meist bestehende wirtschaftliche Abhängigkeit zu einem Spannungsfeld. Dennoch bräuchten die Jugendlichen den Rückhalt ihrer Eltern als eine Art 'Basis-Camp' und 'Leuchtturm', betonte die vierfache Mutter." Kreiszeitung

Hinwendung statt Therapie

"Sie meinen, ich würde übertreiben und zu sehr schwarzmalen? Ich denke nicht. Die Zahlen sprechen für sich. 'Jedes zweite Kind in Therapie' titelt der Focus und beruft sich dabei auf eine Forsa-Umfrage, die ergeben hat, dass mittlerweile jeder zweite Schüler bereits eine Therapie hinter sich hat. Das ist eine absolute Katastrophe! Die eigentlichen Bedürfnisse der Kinder werden dabei überhaupt nicht berücksichtigt. Meine Erfahrung ist, dass 90 Prozent dieser Kinder keine Therapie, sondern Hinwendung und eine stabile Beziehung brauchen." Tagesspiegel

12:13 07.03.2013

Buch der Woche: Weitere Artikel


Paradigmenwechsel

Paradigmenwechsel

Leseprobe "Jede Art von Erziehung dient nur als Schutzschild der Erwachsenen, um sich vor der Beziehung zu Kindern zu schützen. Die hingegen brauchen keine Erziehung, sondern vor allem Beziehung!"
Sein und Werden

Sein und Werden

Biographie Bekannt wurde die Diplom-Pädagogin Katharina Saalfrank zwar vor allem als "Die Super Nanny" – ihre Beschäftigung mit den Themen Erziehung und Gesellschaft ist jedoch weitaus umfassender
Harte Positionen

Harte Positionen

Einblicke Die Frage nach dem pädagogischen Umgang mit unseren Kindern ist gerade in jüngster Zeit ein heißes Eisen, und führt immer wieder zu hitzigen Diskussionen. Versuch einer Sammlung