Uralte Suche

Einblicke Die Frage nach der Kunst des richtigen Lebens und dem Glück ist so alt wie das menschliche Denken. Jedoch unterliegt auch sie dem Wandel der Zeit. Versuch einer Sammlung zum Thema
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Foto: Oli Scarff/Getty Images

Zeit und Wandel

"Philosophie mit Lebenskunst zu identifizieren wäre schlicht falsch, da jene vor allem Themen bearbeitet, für die Klugheitslehren zur Bewältigung der kleineren und größeren Lebenskatastrophen keine Bedeutung haben. Die moderne Moralphilosophie indes richtet sich an den Menschen im Allgemeinen, hat also universalen Anspruch; der Einzelne in seinen besonderen biografischen Umständen interessiert sie nicht. Für das antike Denken zeichnet sich indes ein anderes Bild. Hier war es tatsächlich noch so, dass die Ars Vivendi einen zentralen Rang innehatte. Vor allem die Schulen des Epikureismus und der Stoa entwickelten zahlreiche Leitfäden zur Lebensführung." Stuttgarter Zeitung

Vom Umgang mit sich selbst

"Immer erreichbar sein, immer reagieren, immer am schnellsten sein: Viele Menschen bewegen sich am Rande der Belastbarkeit. Abhilfe bieten könnte Achtsamkeit – mit ihr lernt man, Stress anders zu bewerten und sich anders zu verhalten. Funktioniert diese Methode? FIGARO fragt nach: Verschiedene Menschen kommen zu Wort, die eigene Erfahrungen mit Achtsamkeit gemacht haben." mdr Figaro

Das eigene Vermögen

"Die antike Philosophenschule der Stoa wurde um 300 vor Christus in Athen gegründet und bestand mehr als 500 Jahre. Sie sah ihre Hauptaufgabe darin, den Menschen zu zeigen, wie sie glücklich werden können. Und zwar aus eigener Kraft, dauerhaft und zuverlässig. Jeder sollte tatsächlich, wie es unser Sprichwort sagt, 'seines Glückes Schmied sein'. Um dies zu erreichen, empfahlen die Stoiker, sich ganz auf die eigene Seele zu konzentrieren und alles Äußerliche, also etwa Reichtum, Macht, Ansehen, aber auch Gesundheit, ja sogar den Tod als gleichgültig anzusehen." Bayern 2

Heute und morgen

"Globale Gerechtigkeit und der gesellschaftliche Umbau hin zu einer nachhaltigen Lebensweise sind derzeit die größten Herausforderungen für uns alle, ganz gleich, an welchem Ort wir leben. Wie wollen, können, sollen wir in Zukunft leben, ohne unsere Lebensgrundlage zu zerstören? Wie können wir lernen, neue Wege zu denken? Und wie kommen wir vom Wissen zum Handeln? Ist Zukunftsfähigkeit eine Kulturtechnik, die wir entwickeln und einüben können? Wie könnte eine Lebenskunst für das 21. Jahrhundert aussehen?" Kulturstiftung des Bundes

Göttliche Gelegenheiten

"Die Liebe auf den ersten Blick, die einmalige berufliche Chance, der Moment der Erleuchtung – die alten Griechen hatten einen Begriff dafür: Kairos. Die göttliche Gelegenheit, die es zu ergreifen gilt. Nur, wie erkennt man sie? Eine Reise zu Menschen, die dem Kairos auf der Spur sind." Zeit Online

08:51 27.03.2014

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