Offene Zukunft

Netzschau Stimmen zum Thema aus dem Netz: "Wichtiger als das wenig überraschende Ergebnis der russischen Präsidentschaftswahlen war und ist die Frage, wie es nun mit Russland weitergeht."
Offene Zukunft
Foto: Alexander Aksakov/Getty Images

Treibende Kräfte

"Wichtiger als das wenig überraschende Ergebnis der russischen Präsidentschaftswahlen war und ist die Frage, wie es mit Russland weitergeht. Wird sich Dmitrij Medwedew im Tandem mit oder ohne Putin profilieren? Fünf Neuerscheinungen analysieren, wie es um Russland steht und wer die treibenden Kräfte im viel beschworenen 'Riesenreich' sind." Internationale Politik

Alles wie erwartet?

"In Russland ist nach den Wahlen alles so, wie erwartet: Als neuer Präsident tritt Dmitri Medwedew an die Stelle von Wladimir Putin. So wenig man bei diesem arrangierten Wechsel von einer demokratischen Wahl sprechen kann, so wenig lässt sich einstweilen absehen, wie sich die Machtbalance zwischen dem neuen Chef im Kreml und einem möglichen Ministerpräsidenten Putin entwickeln wird. Soviel aber ist gewiss: An seiner Großmachtpolitik wird Russland festhalten." Deutschlandfunk.de

Machtpotenzial

"Wladimir Putin, so schreiben die beiden unabhängigen Journalisten, erkennt als Erster das ungeheure Machtpotenzial des bis dahin eigenwilligen Konzerns, der 1998 privatisiert wird. Er verwandelt ihn in ein effektives Werkzeug seiner Politik. Unter Putin heißt die Strategie: Wir kaufen alles Gas, was wir kriegen können – und helfen notfalls nach. Die Diktatoren in Usbekistan, Weißrussland und Turkmenien, die sich nur dank des unsichtbaren Stoffs an der Macht halten, zwingt Gazprom zu langfristigen Lieferverträgen. Die Verhältnisse diktiert Russland, sie erinnern an Kolonialzeiten." e-politik.de

Symbiose?

"Macht nach außen, Macht nach innen und viel Geld hat derjenige, der den gigantischen Konzern mit seinen 400.000 Beschäftigten kontrolliert. Die russische Politik brauche Gasprom, meint Autor Michail Sygar, aber Gasprom brauche keinen bestimmten russischen Politiker: 'Heute ist Putin eindeutig derjenige, der Gasprom kontrolliert. Er wird aber nicht der letzte sein, so wie er auch nicht der erste war. In den letzten 15 Jahren hat die Kontrolle über Gasprom zwei- oder dreimal gewechselt. Hinzu kommt, dass die politischen Interessen Putins durchaus nicht mit den wirtschaftlichen Interessen von Gasprom übereinstimmen. Es wird also früher oder später zum Konflikt kommen, und Putin wird die Kontrolle aus der Hand geben müssen.'" Deutsche Welle

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Druck aus Moskau

"Der oppositionelle russische Fernsehsender Doschd ist von der Schließung bedroht: Der Betreiber Tricolor TV kündigte am Montagabend an, das Programm von Doschd nicht mehr ausstrahlen zu wollen. Chefredakteur Michail Sygar machte politischen Druck aus Moskau verantwortlich." Spiegel Online

Folgenschwere Umfrage

"Der unabhängige russische Fernsehsender TV Doschd steht nach einer kontroversen Umfrage unter starkem Druck. Die Redaktion spricht von einer politischen Kampagne." NZZ.ch

08:19 01.10.2015

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