Umbruch und Hoffnung

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Sie erzählt aber nicht staubtrocken vom Alltag einer Direktorin, sondern von der politischen Geschichte eines Landes, von Auf- und Umbrüchen und von Hoffnungen."
Umbruch und Hoffnung
Foto: Peter Macdiarmid/Getty Images

Tiefer Einblick

"In ihrer jetzt erscheinenden Autobiografie 'Es gibt nur den geraden Weg' packt Ägyptens Schatzhüterin aus. Sie berichtet nicht nur über ihren Werdegang zwischen Kairo, Wien und Köln, sondern auch von all jenen bizarren Interna und fragwürdigen Anweisungen der Antikenverwaltung, über die sie während ihrer Zeit als Museumsdirektorin Tagebuch geführt hat." titel thesen temperamente

Verschenkte Kostbarkeiten

"Wafaa el-Saddik berichtet von Funden aus den Ausgrabungen der vergangenen 100 Jahre, die ohne Inventarisierung unbeschriftet im Keller lagerten; von den Tutanchamun-Schätzen, die in der Welt herumgeschickt wurden, obwohl sie durch ein 'grundsätzliches und ewiges Reiseverbot' geschützt waren. Vergeblich hat sich Wafaa el-Saddik dagegen gewehrt. Und sie berichtet von Kostbarkeiten, die bei Staatsbesuchen verschenkt worden sind." ORF.at

Schätze und Geschichte

"Sie erzählt aber nicht staubtrocken vom Alltag einer Direktorin, sondern von der politischen Geschichte eines Landes, von Auf-und Umbrüchen, von Hoffnungen, die erfüllt werden, und von jenen, die von Polizeiknüppeln zerstört werden. Der Bogen geht von dem Beginn der Sozialisten Republik Ägypten, zurück in die Zeit der Pharaonen, bis hin zur Gegenwart. Es wird dem Leser erzählt, warum Enttäuschung, Wut und zerstörte Illusionen zu den Bildern am Tahir-Platz führten, die über die Fernsehschirme der Welt flimmerten. Das Buch ist voll mit Emotionen, mit persönlichen Eindrücken, es ist aber eines – eine Liebeserklärung einer Frau an ihre Heimat und an dessen Schätze und Geschichte." Bücher Blog

Bewegtes Leben

"Als Leiterin des Museums ist es ihr gelungen, das Interesse der Ägypter für ihre eigene Kultur zu wecken. Sie hat den arabischen Frühling, die Revolution in Ägypten im Frühjahr 2011, miterlebt – auch darüber schreibt sie in ihrer Biografie. Und sie hat 15 Jahre in Deutschland gelebt – weil sie hier ihren ägyptischen Mann kennengelernt hat." SWR 1

Diese und andere Episoden

"Diese und andere Episoden macht Wafaa El Saddik nun in ihrer druckfrischen Autobiografie 'Es gibt nur den geraden Weg. Mein Leben als Schatzhüterin Ägyptens' öffentlich. Die Archäologin leitete von 2004 bis 2010 als erste Frau das Ägyptische Museum in Kairo. Es beherbergt die weltweit größte Sammlung ägyptischer Schätze. Zur Erinnerung: Zu den etwa 120.000 Exponaten aus 4500 Jahren Geschichte gehören auch jene Stücke, die Howard Carter 1922 im Grab Tutanchamuns fand, darunter die Totenmaske des Pharaos." Kurier.at

20:04 30.05.2013

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