Haltung und Tat

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zur Frage, ob die Selbsttötung am Ende des Lebens eigentlich ethisch und theologisch vertretbar und juristisch gedeckt ist."
Haltung und Tat
Foto: Jorge Dirkx/AFP/Getty Images

Beifall und Ablehnung

"Der katholische Theologe Hans Küng aus Tübingen hat sein neuestes Buches veröffentlicht. Das Werk besteht teilweise aus bereits früher veröffentlichten Texten zum Thema Sterbehilfe. Der an Parkinson erkrankte 86-jährige hatte bereits im vergangenen Jahr mit der Ankündigung Aufsehen erregt, für sich möglicherweise aktive Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der langjährige Papstkritiker erntete mit seinem Bekenntnis zum selbstbestimmten Tod Beifall, aber auch heftige Ablehnung." SWR Landesschau

Erfurcht und Bewusstsein

"'Glücklich sterben?' ist ein kleines, unaufgeregtes Diskussionsbuch. Es kommt in einer Zeit, in der in Deutschland die grosse Debatte über selbstbestimmtes Sterben beginnt und man in der Schweiz über den so genannten Sterbetourismus aus Deutschland diskutiert. Und es ist die Erkenntnis eines grossen Theologen, dass zur Ehrfurcht vor dem Leben auch ein bewusstes und menschenwürdiges Sterben gehört." SRF.ch

Von der Kunst

"Die Verve aber, die seine umfassenden Publikationen begleitete, ob als Fundamentaltheologe, als Dogmatiker oder, vor allem nach der römischen Maßregelung, als Fürsprecher der Ökumene und eines Weltethos, hat er sich auch in seinem jüngsten Buch bewahrt, einer 'Ars moriendi'. Für die katholische Kirche, die alles, was an Freitod grenzt, ablehnt, ist aktive Sterbehilfe ein Skandalon. An ihm rührt Küng mit starken und persönlichen Argumenten." Die Presse

Wertvoller Beitrag

"Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zur Frage, ob die Selbsttötung am Ende des Lebens eigentlich ethisch und theologisch vertretbar und juristisch gedeckt ist. Er wünscht sich, dass die Römisch-Katholische Kirche ihre Haltung zur Sterbehilfe überdenkt. 'Man kann aus Gottvertrauen heraus freiwillig sterben.'" pro Magazin

Explizite Begründung

"Der an Parkinson leidende 86-Jährige hatte bereits 2013 im dritten Band seiner Memoiren mit der Ankündigung Aufsehen erregt, für sich möglicherweise aktive Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der langjährige Papstkritiker und Kirchenrebell erntete dafür Beifall, aber auch heftige Ablehnung. Deshalb hat Küng nachgelegt, um seine von der kirchlichen Lehre abweichende Auffassung zu begründen. Explizit untermauert der emeritierte Theologieprofessor der Uni Tübingen im neuen Buch seine Ansichten mit seinem christlichen Glauben." Schwäbisches Tagblatt

01:38 12.09.2014

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