Der Aufgabe gewachsen

Leseprobe "Acht Jahre, vier Gipsbeine und eine Tonne Schokolade später begann ich, in den Sommerferien als Tankwart zu arbeiten. Ich war zwar erst zwölf, aber da ich einen Kopf zu groß und 20 Kilo zu schwer war, füllte ich meinen roten Shell-Mantel gut aus."
Der Aufgabe gewachsen

Foto: Marka/Getty Images

1

Mit vier Jahren brach ich mir zum ersten Mal das Bein. Mein großer Bruder hatte zusammen mit seinen noch größeren Freunden und deren noch größeren Brüdern eine Sprungschanze gebaut. Eine Schanze baute man, indem man eine Schaufel organisierte und Schnee auf einen Haufen schaufelte. Dann trampelte man darauf herum. Dann fuhr der Beste los und sprang am weitesten. Nach ihm der Zweitbeste am zweitweitesten. Zuletzt mein Bruder. Dann ich.

Ich ging in eine sehr tiefe Hocke, weil mir bekannt war, dass die Anfahrtsgeschwindigkeit so am höchsten wurde. Man duckte sich unter dem Luftwiderstand hindurch, der über einem ins Leere fuhr wie beim Schwergewichtsboxen der schlecht platzierte Haken eines zu ungestümen Gegners. Man war gleichzeitig Boxer und Schispringer. Je höher die Geschwindigkeit, umso weiter der Flug. Das war ein klarer Zusammenhang. Den Kopf senkte ich so tief, dass ich zwischen meinen Knien nach hinten schauen konnte. Rückwärts durch die Knie betrachtet war die Welt immer am interessantesten. Doch damit konnte ich mich jetzt nicht beschäftigen. Es ging nur darum, im richtigen Moment aufzublicken. Im allerletzten Moment. Nur mit Gefühl und Gehör und dem Gespür in den Nackenhaaren wurde das Näherkommen der Schanze analysiert. Und mit den Augen, die man im Hinterkopf hatte. Das Aufblicken durfte mich erst in dem Moment bremsen, wo ich die Luft durch meine Entfaltung in einen mich tragenden Luftpolster verwandelte.

Doch als ich den Blick hob, ergriff mich eine unvorhergesehene Nachdenklichkeit. Es war nur die halbe Wahrheit, dass man eine Schanze baute, indem man Schnee auf einen Haufen schaufelte und zu einer eleganten Absprungrampe zusammentrampelte. Die andere Hälfte der Wahrheit lag als Loch neben der Schanze. Der Schnee, den man aufschaufelte, musste schließlich irgendwo herkommen. Direkt neben dem Aufgeschaufelten gähnte das Ausgeschaufelte. Unmittelbar neben der Schanze klaffte der abgründige Schatten ihrer selbst. Der Blick, der mich über die herausragende Schanze in die Ferne ziehen sollte, wurde seinerseits von dem dunklen Abgrund angezogen, der sich als Preis unseres Aushubs gebildet hatte.

Es war zwei Tage vor meinem vierten Geburtstag, als ich diese Zusammenhänge durchschaute. Ich war der weltberühmte Schanzenspringer, der auf die Schanze aus Schnee zuraste und den Blick hebend folgende Erfahrung machte. Wenn man zu viel über das schanzenförmige Loch neben der Schanze nachdenkt, greift eine unsichtbare Hand nach deinen Schispitzen und zieht sie Richtung Loch.

Später kam ich weinend in der Schneegrube zu mir und bestaunte die schaulustigen Schifahrer, die mich vom Grubenrand aus bestaunten. Mein Geschrei musste sie angelockt haben. Manche der Gesichter waren mir bekannt, andere sah ich zum ersten Mal. Sogar der Tscho bremste sich rasant ein und blickte interessiert herab. Er beobachtete, wie die Kristalle des funkelnden Pulverschnees sich auf mich senkten. Ich beobachtete umgekehrt den Tscho durch das Pulverschneefeuerwerk, das er mit seinem Bremsschwung über mich gekantet hatte. Der Tscho war der beste Schifahrer außerhalb des Fernsehens und der älteste Bruder unseres Weitenrekordhalters.

»Schaut, ob er noch auftreten kann!«, sagte er zu seinem kleinen Bruder.

Der Tscho war fünf Jahre älter als sein Bruder, der sechs Jahre älter als ich war. Er machte schon eine Lehre. Deshalb war allen Beteiligten klar, dass er nicht direkt mit mir verhandeln konnte.

»Das hat er schon probiert«, bekam er von seinem Bruder, dem Unterhändler meiner Schmerzen, zur Antwort.

»Und?«, fragte der Tscho, nicht ohne vorher den Rotz aufzuziehen.

»Geht nicht. Er fällt um.«

Kommentarlos fuhr der Tscho davon. Entweder war seine Mittagspause vorbei, oder er sah meine Mutter wütend daherstapfen. Aus meinem Schneegrab verfolgte ich die Eleganz seiner Schlittschuhschritte, mit denen er schon Fahrt aufnahm, während er noch dabei war, seine Hände in die Schlaufen der Stockgriffe zu fädeln. Angeblich hatte er auch schon eine Freundin. Und sein Moped auf einen Siebziger auffrisiert.

Meine Mutter trug mich nach Hause, und der Arzt gipste mich ein, und die Nachbarn und Tanten schenkten mir Schokolade: Mars und Nuts und Milky Way, aber auch Bounty und gewöhnliche Milka. Zur Unbeweglichkeit gegipst und mit Süßigkeiten überhäuft, nahm ich zu. Wie ein Boxer, der vom Fliegengewicht direkt ins Schwergewicht aufsteigen will, ohne einen einzigen Kampf im Bantamgewicht zu absolvieren, ohne im Weltergewicht auch nur einen Gegner auf die Bretter geschickt zu haben, futterte ich mich durch äußerste Disziplin auch am Mittel- und Halbschwergewicht vorbei direkt in die Königsklasse.

Die Leute sagten: Kein Wunder, dass er sich immer die Knochen bricht, wenn er so ein dicker Wuzel ist. Das »immer« bezog sich darauf, dass ich auch die folgenden Winter mit Gipsbeinen durchschritt. Von den Zehen bis zur Hüfte eingegipst, humpelte ich voller Autogramme meiner Schulfreunde durchs Leben und machte eine interessante Entdeckung. Wenn es unter dem Gips juckt, kann man sich nicht kratzen. Aber irgendwann hört es von selbst wieder auf.

2

Acht Jahre, vier Gipsbeine und eine Tonne Schokolade später begann ich, in den Sommerferien als Tankwart zu arbeiten. Ich war zwar erst zwölf, aber da ich einen Kopf zu groß und 20 Kilo zu schwer und mehrere Watschen zu gescheit war, füllte ich meinen roten Shell-Mantel gut aus.

Ich tankte Diesel in die Sattelschlepper wortkarger Teheranfahrer und in die Traktoren o-beiniger Bauern, Normal in die Ford Escorts verwegener Handwerksgesellen und in die Renaults glamouröser Friseurinnen, Super in die neuesten Flitzer alkoholisierter Wirtssöhne, deren Väter auf der Wolkenfederung ihrer grauen Mercedeslimousinen zur Dieselsäule schaukelten.

Am Zerquetschungsgrad der Wespen und Fliegen auf den Windschutzscheiben konnte ich die Raser von den besonnenen Fahrern unterscheiden. Manche Insekten waren so mit der Scheibe verschmolzen, dass man ein Schwammerl wurde, bis man die Krusten weggeschrubbt hatte. Die Meisterschaft eines Tankwarts aber zeigte sich erst beim Wasserabziehen. Blieb ein Streifen zurück, war man blamiert für die Ewigkeit. Tröpfelte das abgestreifte Wasser über die Fensterkante auf den Lack hinaus, konnte man sich überhaupt heimgeigen lassen.

An den Zusatztanks erkannte ich die Teheranfahrer. Unterwegs wussten die nie, ob sie rechtzeitig zu einer offenen Tankstelle kamen. Der Tscho hatte sein auffrisiertes Moped gegen einen Scania mit 350 PS getauscht. Während ich ihm 400 Liter Diesel in den Tank und 800 Liter in die Zusatztanks füllte, dackelte der Chef daher und rauchte mit ihm eine filterlose Zigarette direkt vor dem Schild »Rauchen strengstens verboten«.

Der Chef war der lässigste Raucher einschließlich des Fernsehens. Er hielt seine filterlose Austria Drei zwischen Daumen und kleinem Finger, weil er die drei mittleren Finger im Krieg verloren hatte. »In Skandinavien vergessen«, sagte er und kicherte wie eine Ziege, was gut zu seiner kleinen, drahtigen Gestalt und seinen O-Beinen passte. Und zu seiner Stoppelglatze, über die er sich beim Lachen immer kurz strich, vielleicht um sich in der Handfläche zu kitzeln. Zum Öffnen feststeckender Tankdeckel war seine Zange aus Daumen und kleinem Finger ideal. Biss ich mir an einem verklemmten Deckel die Zähne aus und hatte auch der Kunde seine Kräfte erprobt, seine Finger verdreckt und sein Hemd versaut, musste der Chef geholt werden. Schon die rasch dackelnde Maschinerie seiner Knickerbockerschritte strahlte einen unwiderstehlichen Optimismus aus. Auch dieser Tankdeckel würde seiner Fingerzange nicht gewachsen sein. Angesichts der Mühelosigkeit, mit der er den Deckel aufzauberte, wirkte seine typische, nach hinten gestreckte Tankdeckelöffnungshaltung fast übertrieben, ergab sich aber aus der Notwendigkeit, die im Mund steckende Dreier möglichst weit vom Tank wegzuhalten.

Zwischen solchen Notfällen verschwand er oft stundenlang in seinem an die Tankstelle angebauten Haus. Er wusste, dass er sich auf mich verlassen konnte. Schon am dritten Ferientag hatte er mir das Geld anvertraut. Ich war ein weltberühmter Tankwart mit dem Mantra »Öl, Wasser, Luft in Ordnung? Batterie okay?«. Diese tausendmal gestellte Frage war bald wie ein Körperteil von mir. Ein automatisches Vibrieren meiner Stimmbänder. Nur dass ich sie noch ohne Stimmbruch sprechen musste, störte mich gewaltig. Ich drückte die Stimme, so tief ich konnte, bekam aber nur Halsweh davon und konnte kaum noch fragen: »Öl, Wasser, Luft in Ordnung? Batterie okay?«

Die Kunden nannten mich respektvoll »Junger Mann«. Außer jenen Vollidioten, die mich »Fräulein« nannten. Wie blind konnte ein Mensch sein, dass man mich für ein Fräulein hielt, nur wegen der Frisur. Schließlich lebten wir im Jahr 1973. Vielleicht lag es auch an der roten Farbe des Arbeitsmantels der Firma Shell. Mit der gelben Muschel direkt über meinem Herzen. Durch längeres Nachdenken kam ich zu der Einsicht, dass es sich um ein Kompliment handelte. Ich war einfach ein zu tüchtiger Tankwart für meine kindliche Stimme. Die Kunden mussten ihre Schlüsse ziehen. Nach menschlichem Ermessen konnte es sich bei diesem Servicemann nicht um einen zwölfeinhalbjährigen Internatsschüler mit blonder Beatlesfrisur handeln, der hier nur eine Ferienarbeit machte. Als viel wahrscheinlicher erschien den kurzsichtigen Kunden ein sechzehn-, siebzehnjähriges Fräulein, das sich vielversprechend unter dem roten Shellmantel wölbte. So gesehen sprach es für mich.

Das Ziegengekicher des Chefs ließ nie auf sich warten, wenn mich jemand »Fräulein« nannte. Du musst dir eben so eine Frisur wie ich zulegen, sagte er, und strich sich genüsslich über seine Stoppelglatze. Oder er zwickte mich einfach zum Trost mit der Zange aus Daumen und kleinem Finger in den Nacken, was so viel hieß wie, dass ich mir nichts draus machen sollte. Der Chef war in Ordnung.

Der Feierabend wurde versüßt davon, dass meine Eltern während des Schuljahres aus der alten Wohnung geflogen waren. Die neue hatte zwar keine Sonne, aber dafür eine Badewanne. Ich fragte mich, wie ich meine Hände ohne stundenlanges Einweichen sauber gekriegt hätte. Obwohl die Wohnung über der Feuerwehrgarage lag, hörte man von den beiden Feuerwehrautos unter uns nichts. Aber von der Sirene über uns. Schon bevor sie losheulte, gab sie ein nur für uns hörbares Röcheln von sich, das uns den Schweiß heraustrieb. Tagsüber war es zu verkraften. Aber vor dem letzten Ferientag ging die Sirene mitten in der Nacht ab, und ich stand senkrecht im Bett, während ein betrunkener Autofahrer im Bach ertrank.

Der Sommer war vorbei, und ich musste zurück in die Schule. Im Internat war keine Feuerwehr eingebaut, aber eine Kirche. Ich versuchte, bei den Unterstimmen mitzusingen, kam aber nicht hinunter. Vielleicht war bei meiner Mandeloperation etwas schiefgelaufen. Meine Mutter hatte so oft Angina gehabt, dass sie ihre Söhne schon mit drei Jahren entmandeln ließ. Sie selbst hatte ihre Mandeln immer noch. Ihr Halsweh war nach meiner Operation deutlich besser geworden. Bei den Oberstimmen mitzusingen probierte ich gar nicht mehr. So fand ich etwas Interessantes heraus. Das Gescheiteste im Leben ist, gar nicht zu singen und nur den Mund zu bewegen.

3

Gottseidank brach in diesem Jahr die Ölkrise aus. Um in den Schulen Heizöl zu sparen, wurden neue Winterferien eingeführt. Die Energieferien. Frei hatte ich erst recht nicht, denn auf der Tankstelle war in den Energieferien Hochbetrieb. Wegen des wahnsinnigen Preisanstiegs tankten viele nicht mehr voll und kamen umso öfter. Andere tankten voll, kaum dass sie einen Liter verbraucht hatten, aus Angst, es könnte bald kein Benzin mehr geben.

Schnee und Kälte machten das Arbeiten auch nicht angenehmer. Die Scheibe musste man schneller putzen, als das Wasser gefrieren konnte. Die Tankdeckel waren oft so fest zugefroren, dass nur noch die Fingerzange des Chefs half. Meine Finger waren auf dem besten Weg, das skandinavische Schicksal der Cheffinger zu teilen. Dann würde ich mit meiner eigenen Fingerzange endlich auch alle Tankdeckel mühelos aufbringen. Aber so sehr wir uns auch ins Zeug hauten, die Leute waren angefressen. Erstens, weil jetzt alles so teuer war. Zweitens wegen dem autofreien Tag.

Auf jeder Windschutzscheibe klebten zwei Buchstaben. »MO« bei denen, die am Montag ihren autofreien Tag hatten, »DI« bei denen, die lieber am Dienstag zu Fuß gingen. Die meisten aber hatten »MI«. Darüber dachte ich beim Scheibenputzen oft nach und kam zu dem Ergebnis: Der Mensch drängt in Krisenzeiten in die Mitte. Umgeben von anderen Wochentagen konnte man mit dem Mittwoch nichts falsch machen. So wie ich beim Schulausflug in der Mitte ging, denn hinten konnte man abgehängt werden, und vorne konnte einen der Lehrer in ein Gespräch verwickeln.

Das einzige Gesprächsthema auf der Tankstelle war der Benzinpreis. Wie hoch würde er noch steigen? Über sechs Schilling? Über sieben? Trinkgeld gab fast keiner mehr, am ehesten noch jene, die mich immer noch für ein Fräulein hielten. Obwohl ich schon dreizehn war. Trotz der Energiekrise war ich noch etwas größer und runder geworden. In der Schule hatten wir den Energieerhaltungssatz gelernt, und es sah ganz so aus, als hätte die weltweite Energiekrise zum Ausgleich das Wachstum meines Körpers angetrieben.

»Stimmt so, Fräulein«, sagten diese Vollidioten und ließen zwei Schilling springen. Ich versuchte herauszufinden, ob unter den »MO«-Fahrern mehr solche Deppen waren, die mich für ein Mädchen hielten, als zum Beispiel unter den »DO«- oder »FR«-Fahrern. »SA« und »SO« gab es sowieso nur ganz selten. Doch manche hatten neben dem Wochentag noch ein zweites Pickerl. Das »S«. Wer ein »S« hatte, war wichtig. Sondergenehmigung. Mit dem »S« war man Arzt oder Feuerwehrmann oder allgemein unersetzlich. Der durfte auch an seinem autofreien Tag fahren. Aber nur dienstlich! Wehe, der fuhr privat, dann konnte er genauso gestraft werden. Aber manche hatten ein »S«, da sagten die Leute, wozu braucht der ein »S«? Was braucht der Fremdenverkehrsdirektor ein »S«?, schimpften die Leute, oder der Kapellmeister. Beim Pfarrer sah man es ein wegen der Letzten Ölung.

Der Kapellmeister war mir egal. Mir war es ein Rätsel, warum ausgerechnet der Tscho ein »S« auf der Windschutzscheibe hatte. Es war fast zehn Jahre her, seit der Tscho vom Rand der Schanzengrube aus meinen Beinbruch begutachtet hatte. Aber er redete immer noch nicht mit mir. Er stand beim Chef drüben neben der Dieselsäule und rauchte, während ich die Scheibe seines Opel Kadett putzte. Mit dem Lastwagen konnte er sowieso fahren, wann er wollte, das war klar. Aber wie kam er zu einem »S« auf seinem privaten Kadett? So etwas war nicht zu verstehen. Der Tscho war ein lässiger Hund, aber sicher kein »S«-Berechtigter mit dem Kadett. Im Gegenteil. Bei Bürgermeister und Polizei war der Tscho nicht halb so gut angeschrieben wie bei der Dorfjugend. Besonders bei der weiblichen Dorfjugend. Vermutlich lag es an seiner Oberlippe, dass die Mädchen so auf ihn flogen. Wo der normale Mensch eine Falte unter der Nase hat, machte diese beim Tscho noch einen Schanzensprung auf die Oberlippe hinaus. Daher musste der Tscho nie viel reden, die Lippe allein erkundigte sich wortlos, ob man eine Watschn möchte.

Aber das war noch lange kein Grund für ein »S«. Ich vermutete ein ungenehmigtes »S«. Dem Tscho war das zuzutrauen. Der hat schon mehrmals Bekanntschaft mit der Polizei gemacht. Einmal haben sie ihn sogar ohne Nummerntafel erwischt. Als er vom Schrottplatz eine Ersatzteilruine mit lautem Geschepper und unter Verlust von Auspuff und Stoßstange zu seiner Garage überstellte, erklärte er ihnen frech, dass sich für die paar Kilometer ein Kennzeichen nicht auszahlte. Die Polizei hat noch einmal beide Augen zugedrückt. Mich haben sie zahlen lassen wegen dem Fahrradlicht. Ein Tscho kam mit der Nummerntafel davon. Aber ich fragte mich, was passieren würde, wenn sie ihn mit der unberechtigten Sondergenehmigung schnappten. Das war nämlich Dokumentenfälschung, hatte ich gehört.

Links vom »Rauchen strengstens verboten«-Schild rauchte der Tscho, rechts vom »Rauchen strengstens verboten«Schild rauchte der Chef. Dass sie beim Reden in meine Richtung schauten, hieß nicht, dass sie mich sahen. Sie blickten in die Ferne hinter mir – wahrscheinlich nach Teheran. Oder zu den Touristinnen, die aus nicht ganz so fernen Ländern anreisten, um sich vom Tscho vögeln zu lassen. Obwohl es bei laufender Pumpe aussichtslos war, das Gespräch der beiden zu hören, konzentrierte ich mich so darauf, dass mir das Wasser auf der Scheibe einfror.

Jetzt durfte ich wieder mit dem Abeisen beginnen und mit dem widerlichen Herumkratzen. Auf der ganzen Scheibe hatte sich eine undurchsichtige Eisschicht gebildet, nur nicht über dem »Di« und dem »S« vom Tscho, als hätte sich dort durch die kriminelle Energie der falschen Sondergenehmigung die Wärme gestaut. Über solche Zusammenhänge dachte ich viel nach.

Ich begann von der Beifahrerseite aus einen Fleck mitten auf der Windschutzscheibe freizukratzen und arbeitete mich dann kreisförmig nach außen. Erst als ich schon ein fast lenkradgroßes Stück vom Eis befreit hatte, fiel mir auf, dass jemand im Auto saß. Zuerst hielt ich die Erscheinung aber für eine Halluzination. Hervorgerufen durch die Kälte oder durch die Benzindämpfe. Erstens: Warum hatte ich die Person nicht schon vor dem Einfrieren der Scheibe gesehen, zweitens: Wie konnte es so ein überirdisches Lächeln geben? Noch nie hatte ich so ein Lächeln gesehen. Überhaupt noch nie so ein Gesicht. Diesem Gesicht sah man unzweifelhaft an, dass meine fensterputzerische und eiskratzerische Hingabe geschätzt und gewürdigt wurde. Dieses Lächeln sympathisierte in einer Weise mit mir, dass ich nicht anders konnte, als mit diesem Lächeln ebenfalls zu sympathisieren. Aber Sympathisieren wäre vielleicht noch in Ordnung gewesen. Mein Leben wäre normal weitergegangen, wenn ich nur sympathisiert hätte. Wenn ich mich nicht augenblicklich um den Verstand verliebt hätte. Aber dafür war es jetzt zu spät.

Der Tscho verschwand gerade mit dem Chef in dem engen Kassaraum, den wir »Shop« nannten. Der Shop bestand aus einem Regal mit Ölflaschen und einem mit Zündkerzen, Scheibenwischern, Tankdeckeln und Birnen. Und statt der Eistruhe, die im Sommer den Platz verstellte, hingen jetzt Schneeketten neben dem Kassatisch. Die Lastwagenfahrer zahlten aber nicht bar, sondern unterschrieben nur ihre Lieferscheine, was der Chef stets mit dem lässigen Kommentar »Ein Autogramm bitte« begleitete. Ich nutzte die Abwesenheit der beiden und unterschrieb meinerseits einen Vertrag. Auch wenn ich durch längeres Nachdenken erst vor ein paar Wochen zu der Einsicht gelangt war, dass es den Teufel nicht gab, unterschrieb ich jetzt vorsichtshalber doch einen Vertrag mit ihm und kratzte ein unsichtbares Autogramm auf die Windschutzscheibe. Wie sonst sollte es mir gelingen, diese Frau dem Tscho auszuspannen?

Die Sache war vollkommen klar für mich. Ich sagte mir, wozu bin ich auf die Welt gekommen, und wieso soll ein Tscho alles haben und ich nichts. Ich war immer noch fest am Argumentieren und Unterschreiben und Eiskratzen und Anstarren der Prinzessin hinter Eis und Glas, als der Tscho schon aus dem Shop kam und sich im Laufschritt näherte. Der Tscho war immer schnell unterwegs. Wenn er normal redete, klang es immer, als würde er einen zusammenscheißen, und wenn er normal ging, sah es immer aus, als würde er gerade Anlauf nehmen, um irgendwem an die Gurgel zu springen.

Aber der Tscho tat mir nichts. Ich sah ihn sogar zum ersten Mal lächeln mit seiner Oberlippe. Während er näher kam, kurbelte die Beifahrerin, die mir gerade im freigekratzten Feld ihres Eis-Heiligenscheins erschienen war, die Seitenscheibe hinunter, strahlte den Tscho an und rief ihm im wunderschönen Dialekt des übernächsten Nachbardorfes zu: »Gib dem Fräulein ein Trinkgeld!«

4

Die Energiewoche war schnell vorbei. Zurück im Internat beschloss ich, bis zum Sommer mein gesamtes Übergewicht loszuwerden. Wenn die Freundin vom Tscho dann das nächste Mal zur Tankstelle kam, sollte sie mich nicht wiedererkennen. Zuerst. Und dann sollte sie sagen: Was ist mit dir los, bist du krank, schlecht schaust du aus, dünn bist du geworden.

Ein halbes Jahr lang konzentrierte ich mich darauf, schneller zu laufen und langsamer zu essen. Als mein zweiter Sommer auf der Tankstelle begann, war ich schon vierzehn. Fast. Voll Hoffnung stellte ich mich am ersten Ferientag auf unsere Badezimmerwaage. Ich war dreizehn Jahre und sieben Monate alt und einen Meter und 80 Zentimeter groß. Ich war größer als mein großer Bruder, sagte die Mutter, obwohl er sechs Zentimeter größer war. Aber dem Alter nach gerechnet. Die Waage war orange, eine fröhliche Farbe, die mich optimistisch stimmte. Ich zog den Bauch ein und hoffte auf eine Zahl unter 80. Die goldene Regel. Größe in Zentimeter minus 100. Im Idealfall noch weniger. Die fröhliche Waage hatte aber einen schlechten Tag und zeigte 93 Kilo.

Der Zeiger blieb ganz ruhig, rührte sich nicht von der Stelle. Aber unter dem Zeiger rotierte die Scheibe mit den Kilos erbarmungslos. Die Kilos drehten sich in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit, als müsste die Scheibe in die Luft geschossen werden. Noch schneller als auf der Zapfsäule die zur Unlesbarkeit beschleunigten Groschen sausten die Kilos in die Höhe.

Wahrscheinlich befand ich mich in einem Schockzustand, denn während ich auf die Zahl 93 starrte, meldete sich eine weit zurückliegende Erinnerung. Zu meiner Geburt hatte meine Mutter ein Waagebuch geschenkt bekommen. Sie hat aber nie etwas eingetragen. Das Buch war leer bis auf einen Satz. In krakeliger Kinderschrift hatte jemand hineingeschrieben: »Und diese fette Sau hat jetzt schon 20 Kilo.« Der Täter wurde nie gefunden.

Im nächsten Moment fand ich den Lebensmut wieder. Ich sagte mir, mit der Waage müsse etwas nicht stimmen. Vielleicht war sie verstellt. Direkt unter dem Zeiger war ein verstecktes Rädchen, wo man sie exakt auf null pegeln konnte, falls die Ziffernscheibe einmal verrutscht war. Doch auch bei genauester Inspektion war nichts festzustellen. Der Zeiger durchschnitt die Null exakt in der Mitte. Das Ergebnis konnte allerdings auch verfälscht sein, wenn die Waage schief stand, zum Beispiel auf einer Fliesenfuge. Sie stand aber auf keiner Fliesenfuge. Und auch auf keinem Teppich. Und auch auf keinem Wassertropfen. So blieb nur die ewige Hoffnung, es mit verschiedenen Körperstellungen zu versuchen.

Einer war aus dem Internat geschmissen worden, weil er ein interessantes Buch namens Kamasutra eingeschmuggelt und nicht gut genug versteckt hatte. Ähnlich komplizierte Stellungen nahm ich auf der Badezimmerwaage ein. Es begann mit nur leicht veränderter Fußstellung, ging über zu willkürlichen Randbelastungen und asymmetrischen Experimenten, die sich schnell zu immer stärkeren Schieflagen des gesamten Körpers in sämtliche Windrichtungen steigerten, bis ich bei immer akrobatischeren Schräglagen schließlich von der Waage fiel. Doch mein gesamtes Badezimmerwaagenkamasutra brachte nichts. Am ehesten noch 94 Kilo.

Gegen mein Gewicht war der Benzinpreis seit Ausbruch der Energiekrise nur sanft gestiegen. Deshalb beschloss ich wie der Verkehrsminister Maßnahmen. Ich schritt entschlossen aus dem Badezimmer und sagte zu meiner Mutter: »Ich mache eine Abmagerungskur.«

»Aber«, rief die Mutter erschrocken, »du bist doch nicht dick!«

»Ich habe 93 Kilo.«

Wie die Autofahrer gegen den autofreien Tag leistete auch meine Mutter erbitterten Widerstand: »Du bist nicht dick«, wiederholte sie in leidendem Tonfall, »du bist doch so groß.«

»Ein Meter achtzig.«

»Ja eben«, jammerte die Mutter. »Das ist doch groß für dein Alter!«

»Da dürfte ich höchstens 80 Kilo haben. Und besser wäre minus zehn Prozent, also 72. Und noch besser minus fünfzehn Prozent! Aber ich hab 93.«

»Du hast schwere Knochen«, beharrte die Mutter. Sie wollte den Sohn vor den Qualen des Hungers bewahren, die sie selbst noch erlitten hatte nach dem Krieg und zwischen den Kriegen und vor dem Krieg und im Krieg und nach dem Krieg. »Das wächst sich von selbst aus«, jammerte sie.

Früher war sie fröhlicher gewesen. Aber ungefähr mit jedem Kilo, das ich zulegte, hatte sie mehr geseufzt, nicht über meine Kilos, sondern über die Tonnen des Daseins, die sich auf ihren Schultern türmten und hauptsächlich einen Namen trugen, den meines Vaters. Dass sie ihn eingeliefert hatten, machte es auch nicht besser. Im Gegenteil – seit er nicht mehr da war, verließ sie die Wohnung fast gar nicht mehr. Wahrscheinlich zum Ausgleich. Oder um sicherzugehen, dass wir nicht wieder hinausflogen.

»Du isst doch nicht viel«, sang sie in verzagter Tonart, »es schlägt dir eben so an«, und gelangte wieder zum Refrain: »Du bist nicht dick. Du bist höchstens ein bisschen fester.«

»Die Ferien haben neun Wochen«, entgegnete ich, zu äußerster Brutalität entschlossen, »und ich werde pro Woche ein Kilo abnehmen.«

»Das ist unmöglich!«, japste die Mutter erschrocken, »da wirst du krank!«

Doch wie ein Echo vibrierte mein rundes Gesicht noch vom Gesagten, bekräftigte bebend meine Worte und übertrumpfte jede Widerrede.

Ich zog meinen roten Arbeitsmantel an und schmiss mich auf das Peugeot-Zehngangrad meines großen Bruders, der nicht mehr zu Hause wohnte, denn diese feige Sau hatte sich bei erster Gelegenheit aus dem Staub gemacht. Auf der Tankstelle erklärte ich der Chefin, dass ich in diesem Sommer kein Mittagessen brauchte, und wunderte mich, dass sie es mit einem kommentarlosen Nicken hinnahm. Ich war von meinem Entschluss so in Fahrt, dass mir an diesem Tag sogar meine ewige Frage »Öl, Wasser, Luft in Ordnung?« etwas herausfordernder über die Lippen kam. Behauptete ein Kunde trotzig, es sei alles in bester Ordnung, schoss ich nicht nur ein »Batterie okay?« nach, sondern ließ auch noch ein »Wasser in der Scheibenwaschanlage haben wir noch?« folgen, um ihn schließlich mit einem skeptischen »Bremsflüssigkeit passt alles?« in die Knie zu zwingen.

Am Nachmittag kam der Tscho mit dem Lastwagen. Ohne Begleitung, aber dafür mit Ehering. Das muss nicht viel heißen, sagte ich mir. Es kann eine andere sein. Ich redete mir ein, dass es viele Möglichkeiten gab. Und um meine innere Stimme zu übertönen, die wusste, dass es unmöglich eine andere sein konnte, fragte ich den Tscho: »Kommst du gerade aus Teheran?«

Der Tscho zwinkerte freundlich, aber nur, weil sich hinter mir der Chef näherte. Er musste durch mich hindurchzwinkern, um den Chef zu begrüßen, während er die persischen Zigaretten aus der Brusttasche zog. Ich putzte ihm die Scheibe und sah durch das offene Seitenfenster, dass ein Foto meiner Zukünftigen in einem kleinen Rahmen am Armaturenbrett klebte. Das ist im Grunde ein Vorteil, erkannte ich in der rauschhaften Klarheit des Schockzustandes. Bald wird sie ihn satt haben, die Zeit arbeitet für mich, sagte ich mir, während ich wartete, bis die mit dem weichen Schwamm eingeweichten Insekten auf der Scheibe genug Wasser aufgesogen hatten, dass ich sie mit dem harten Schwamm entfernen konnte. Geduld ist das Wichtigste im Leben. Zuerst musste ich sowieso einmal abnehmen.

Als ich am Abend mit schwarzen Händen und 190 Schilling Trinkgeld nach Hause kam, war ich kampfbereit, um den Widerstand hinwegzufegen, den meine Mutter inzwischen mobilisiert haben würde: tödliches Kreuzweh, Kopfschmerz von kaum zu ertragender Intensität, königliche Angina, wütende Stirnhöhlendämonen, dazu Geschichten in wortgleicher Wiederholung zum hundertsten Mal über die Leute, die ihr etwas angetan hatten, früher und noch früher und nach dem Krieg und vor dem Krieg und im Krieg und nach dem Krieg. All dies konnte nur geheilt werden, wenn ich weiterhin guten Appetit zeigte.

Doch ich hatte sie unterschätzt. Als ich das Wohnzimmer betrat, kam sie mir verändert vor. Sie blickte von den Zettelchen auf, die sie mit all dem Wissenswerten vollschrieb, das im Lauf des Tages aus dem Radio oder Fernseher kam, und sagte in einem geschäftigen Tonfall: »Du könntest ja ›Schlank mit Wir‹ machen.«

5

Der Moderator der Fernsehsendung Wir hatte meiner Mutter noch nie etwas angetan. »Der schaut immer so freundlich«, sagte sie. Und man erfuhr viel Wissenswertes, das sie mit dem stets bereitliegenden Kuli aufschrieb. Auch das Rezept der Woche von »Schlank mit Wir« hatte sie notiert.

»Eine halbe Hühnerbrust«, las sie vor, »aber ohne Haut, dazu zwei mittelgroße Kartoffeln, in der Schale gekocht, ohne Butter, ohne Öl, das schmeckt aber nach nichts.«

»Egal.«

»Aber woher soll ich jetzt ein Huhn kriegen«, verfiel sie kurz in den gewohnt leidenden Ton, erfing sich aber wie ein Motor, der trotz bedenklichster Geräusche in letzter Sekunde doch noch einmal zündet, und las weiter. »Dazu etwas Gemüse, gedünstet, mit nur einem halben Teelöffel Leinöl. Woher soll ich jetzt ein Leinöl kriegen? Kannst du nicht erst morgen anfangen mit der Diät?«

»Gut, aber ab morgen wird’s ernst.«

»Das ist doch ein Blödsinn, diese Abmagerungskur«, fing sie gleich wieder an, weil ich einen Moment nicht wachsam gewesen war. »Du musst dich nur ein bisschen mehr bewegen.«

»Das nützt nichts.«

Ich kannte alle Ausreden, die einen am Abnehmen hindern sollten. Wie alle guten Ausreden stimmten sie teilweise. Teilweise war ich zu dick, weil ich mich zu wenig bewegte (1,5 Prozent), teilweise, weil ich die Veranlagung dazu hatte (0,5 Prozent), teilweise, weil mein großer Bruder so dünn war (1,2 Prozent), und teilweise, weil es mir so schmeckte: 96,8 Prozent.

»Morgen wird’s ernst«, wiederholte ich. »Eine halbe Hühnerbrust und zwei mittelgroße Kartoffeln.«

»Ich geh nicht gern zum Metzger Maier, der hat mir einmal frech geantwortet, wie ich mit dir schwanger war.«

»Dann kauf eben ich das Hendl.«

»Nein, ich kauf es schon«, seufzte die Mutter. »Aber wo soll ich jetzt ein Leinöl herkriegen? Bei uns kriegt man ja nichts.«

»Das lassen wir einfach weg.«

»Du würdest am liebsten alles weglassen«, protestierte sie.

»Ich muss abnehmen! Hühnerbrust ohne Haut und zwei mittelgroße Kartoffeln, das ist nicht so wenig, da verhungert man nicht.«

»Und gedünstetes Gemüse mit einem halben Löffel Leinöl«, beharrte die Mutter.

»Teelöffel.«

»Was?«

»Ein halber Teelöffel Leinöl.«

»Ein halber Teelöffel«, protestierte sie verächtlich. »Da können sie gleich schreiben: ein Tropfen.« Sie seufzte schwer: »Das Schlimmste weißt du noch gar nicht.«

»Und zwar?«

»Halbe Hühnerbrust, das geht ja noch. Aber einmal pro Woche gibt es den Fasttag. Da muss man das Abendessen ganz weglassen.« Ich sah eine boshafte Hoffnung in ihren Augen aufblitzen, und weil ich immer noch nicht einknickte, ritt sie noch ein bisschen darauf herum: »Kein Abendessen! Komplett nichts! Nur Wasser!«

»Das schaffe ich schon«, sagte ich, bekam aber augenblicklich Hunger. »Da geh ich einfach früher schlafen.«

»Und am darauffolgenden Morgen ohne Frühstück.«

»Da schlaf ich einfach länger.«

»Das heißt, 24 Stunden ohne Essen. Nur Wasser. Sonst rein gar nichts!«

»Ich nehme den Dienstag.«

»Gesund kann das nicht sein.«

»Das halte ich schon aus.«

»Warum gerade Dienstag?«, seufzte die Mutter.

»Einfach so«, log ich.

[...]

14:39 26.12.2019

Buch der Woche: Weitere Artikel


Mann des Wortes

Mann des Wortes

Biographie Der promovierte Germanist Wolf Haas arbeitete nach dem Studium zunächst als Universitätslektor sowie als Werbetexter, bevor er 1996 seinen ersten Brenner-Roman veröffentlichte
Weites Feld

Weites Feld

Einblicke Auch wenn die äußerst erfolgreichen Kriminalromane um die Figur Simon Brenner quasi das "Kerngeschäft" von Wolf Haas bilden, treibt sich der Autor immer wieder gerne in anderen Textformen herum
Großes Kino

Großes Kino

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Herrliche Austriazismen, sprachliche Pointen und viel Situationskomik. Ein leichtes, aber hintersinniges Buch, das, wie immer bei Wolf Haas, glänzend unterhält."

Empfehlung: "Junger Mann" von Wolf Haas

Video Der Dreizehnjährige, der auf die Waage stieg und sich um den Verstand verliebte. "Mit vier Jahren brach ich mir zum ersten Mal das Bein. Mein großer Bruder hatte zusammen mit..."


Willkommen Österreich | Wolf Haas

Video "Ich war a dicker Bua" gesteht Bestseller-Autor Wolf Haas. In seinem neuen autobiografischen Roman "Junger Mann" spricht der Schriftsteller über seine Pubertät als übergewichtiger Jugendlicher