Allzu Menschliches

Leseprobe "Der Vater kritisierte außerdem Karls Umgang mit dem Geld der Familie – nicht, wie man vielfach liest, dass Karl zu viel ausgab, sondern dass er nicht ordentlich Rechenschaft darüber ablegte."
Allzu Menschliches

2. Der Student

Als Karl Marx von Trier bis Koblenz die Mosel hinabfuhr und dann mit dem Dampfschiff den Rhein hinab bis Bonn, um dort im Oktober 1835 sein Studium zu beginnen, hätte er am nächtlichen Himmel den Halleyschen Kometen sehen können. Im mystischen Denken sind Kometen Vorzeichen großer Taten, doch der unentwegte Rationalist Marx hätte einen Zusammenhang zwischen Sternzeichen und seinem Schicksal verworfen. Die Realitäten des Studiums in Mitteleuropa während der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts unterstützten eine solche Einschätzung, denn auf den frischgebackenen Studenten warteten nicht große Taten, sondern eine langwierige und verschlungene Laufbahn mit ungewissem Ausgang.

Ein junger Mann, der in Preußen eine juristische Karriere antrat, stand vor einem jahrelangen Studium, einem unbezahlten Referendariat und zwei Staatsexamina, bevor überhaupt die Möglichkeit bestand, zum Staatsanwalt, Richter oder Anwalt in eigener Kanzlei ernannt zu werden. Auf zehn oder mehr Jahre hinaus würde der Student und angehende Jurist ohne Einkommen und für seinen Unterhalt auf die eigene Familie angewiesen sein. Andere akademische Laufbahnen einschließlich derer, die zu einer Anstellung an einem Gymnasium oder einer Universität führten, waren nicht minder langwierig, schwierig und aufreibend. Das Ober- und Hochschulwesen war in den deutschen Staaten während der ersten Jahrzehnte des 19.Jahrhunderts erheblich ausgebaut worden, doch hatten die Mittel für Beamtenstellen, um die steigende Zahl der Absolventen zu beschäftigen, damit nicht Schritt gehalten. Zwischen etwa 1820 und 1840 verdreifachte sich die Zahl der Absolventen der Rechtswissenschaft in Preußen, die eine unbezahlte Stelle innehatten, während die Zahl der besoldeten Stellen bei der Justiz um nur zwanzig Prozent stieg.

Diese Nichtübereinstimmung war in Mitteleuropa ein chronisches, in regelmäßigen Abständen wiederkehrendes Problem, doch die dadurch geschaffenen Schwierigkeiten waren nie so groß wie in den dreißiger und vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Wegen des langsamen Wirtschaftswachstums in den deutschen Staaten fehlten die Steuereinnahmen, welche die Regierungen benötigt hätten, um die Zahl der Stellen im öffentlichen Dienst der gestiegenen Zahl der Absolventen entsprechend zu erhöhen, aber auch der mit Schwierigkeiten kämpfende Privatsektor konnte keine angemessene Beschäftigung bieten.

Karl Marx war für sein Jurastudium auf die langfristige finanzielle Unterstützung der Familie angewiesen. Weil Frauen bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts an deutschen Universitäten nicht zugelassen waren, erhielten Karls Schwestern eine Unterstützung anderer Art, die finanziell aber gleichfalls ins Gewicht fiel und die Heinrich Marx zu der Aussage trieb: «Die Haare stehn mir zu Berg», nämlich eine Mitgift, die ihnen eine standesgemäße Ehe ermöglichte. Karls jüngerer Bruder Hermann, über den Heinrich sagte: «Schade daß der herzensgute Junge nicht mehr Kopf hat!», wurde nicht auf die Universität, sondern nach Brüssel zu einem Kaufmann in die Lehre geschickt.

Die Jahre 1835 bis 1842, in denen Marx vom Jugendlichen zum Erwachsenen wurde, waren überschattet von den Schwierigkeiten seiner Berufsfindung und der dadurch bedingten langfristigen finanziellen Abhängigkeit von seiner Familie. Für einen selbstbewussten jungen Mann wie Karl war die absehbare Abhängigkeit schon schwer genug zu ertragen, und Konflikte mit der Familie schienen vorprogrammiert zu sein. Schon im ersten Jahr nach dem Auszug aus dem Elternhaus häuften sich die Schwierigkeiten, und die Konflikte mit der Familie verschärften sich bis an die Grenze des Erträglichen.

Als guter preußischer Untertan schickte Heinrich seinen Sohn auf die Universität Bonn. Die preußische Regierung hatte sie 1818 als Akt der politischen Integration und Versöhnung in dieser kleinen Stadt am Rhein gegründet, die damals wie heute von ihrem weit größeren Nachbarn Köln überragt wurde. Man wollte junge Männer aus der Mittel- und Oberschicht des Rheinlands, die von Argwohn und potentieller Feindschaft gegen ihre neuen Obrigkeiten beseelt waren, zu künftigen Mitgliedern einer loyalen Provinzelite erziehen, indem man sie während ihrer prägenden Jahre mit Studenten aus den östlichen Kernprovinzen Preußens zusammenbrachte, unter denen viele protestantische Adlige waren. Praktisch erwuchsen aus dieser Vermengung von rheinländischen Studenten, die großenteils mit liberalen, demokratischen oder katholisch- konservativen, aber preußenfeindlichen Ideen liebäugelten, mit jungen preußischen Adligen nicht so sehr neue preußische Loyalitäten als vielmehr verschärfte Konflikte und Differenzen. 

Entsprechende Konflikte prägten Marxens Jahr an der Universität Bonn. Die Vorlesungen besuchte er, wie seine Professoren ihm bescheinigten, «fleißig», und er beteiligte sich am Poetenbund, einer Gruppe junger Männer (darunter spätere führende Revolutionäre), die sich trafen, um über literarische und ästhetische Fragen zu diskutieren und sich als Dichter zu versuchen. Was Marx aber hauptsächlich beschäftigte, war seine vom Studium unabhängige Verbindung mit einem informellen Kreis von Studenten aus Trier und anderen Städten des südwestlichen Rheinlands, die man häufig im Wirtshaus antraf, wo sie sich betranken, um sich anschließend mit anderen Studenten zu prügeln.

Unter diesen Studenten erhielt Marx wegen seiner dunklen Hautfarbe den Spitznamen «der Mohr», den er für Freunde und Verwandte bis ans Ende seines Lebens behalten sollte. Trinkgelage, Schlägereien, alberne Spitznamen – das lässt an die Freizeitbeschäftigung eines unpolitischen Spätadoleszenten denken. Aber die Aktionen hatten einen politischen Aspekt, denn die Prügeleien fanden zwischen Studenten aus Trier und solchen aus den preußischen Ostprovinzen statt.

In einer Zeit politischer Unterdrückung äußerten viele Rheinländer, nicht nur Studenten, durch Schlägereien mit entsprechenden Gegnern ihre Unzufriedenheit mit der Preußenherrschaft. Marx wurde zu einem der Führer der Trierer Gruppe gewählt, und seine Rolle in den physischen Auseinandersetzungen gipfelte im Sommer 1836 in der Teilnahme an einem Säbelduell – eine alte Tradition der deutschen Universität, die noch heute gelegentlich praktiziert wird –, in dem er die Ehre der Mittelschicht-Rheinländer gegen die Aristokraten aus dem Osten verteidigte.

Karls Fehlverhalten weckte bei seinem Vater die Befürchtung, er könne von seiner beruflichen Laufbahn abkommen. Sarkastisch äußerte sich Heinrich über die Duelle seines Sohnes, er warnte wiederholt vor übermäßigem Wirtshausbesuch, und er erinnerte Karl an die Erwartungen seiner Familie, an die «Hoffnung, daß du einst Deinen Geschwistern eine Stütze seyn könntest». Heinrich kritisierte außerdem Karls Umgang mit dem Geld der Familie – nicht, wie man vielfach liest, dass Karl zu viel ausgab, sondern dass er nicht ordentlich Rechenschaft darüber ablegte: Deine Rechnung – lieber Karl – ist à la Carl, ohne Zusammenhang, ohne Resultat. Kürzer und bündiger und nur die Ziffern regelmäßig in Colonnen gesetzt, wäre die Operation sehr einfach gewesen, und man fordert auch von einem Gelehrten Ordnung, besonders aber von einem praktischen Juristen.

Heinrich hielt deshalb einen Wechsel der Universität für geboten. Am Ende des akademischen Jahres 1835/36 ließ er die Universität Bonn offiziell wissen: «Ich ertheile meinem Sohne Carl Marx nicht allein die Erlaubniß, sondern es ist mein Wille, daß er das nächste Semester die Universität zu Berlin beziehe, um daselbst seine zu Bonn angefangenen Studien der Rechts- und Kameral Wissenschaft fortzusetzen.»

Der Wechsel nach Berlin brachte eine bedeutende Änderung in Karls Leben. Der Heimweg zu seiner Familie wurde sehr viel länger und erforderte eine viertägige Fahrt mit der Postkutsche, weil es erst Ende der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts eine Eisenbahnverbindung zwischen der preußischen Hauptstadt und ihren westlichen Provinzen geben sollte. Berlin, mit seinen 300000 Einwohnern rund zwanzigmal so groß wie Bonn, war von der kleinen rheinischen Universitätsstadt grundverschieden.

In Berlin machte Marx Bekanntschaft mit dem Großstadtleben, das für den Rest seines Lebens zur Regel werden sollte. Berlin war noch nicht ganz das Zentrum von Industrie, Handel und Finanz, zu dem es einige Jahrzehnte später werden sollte. Soweit es schon dampfbetriebene Fabriken und Industriearbeiter gab, standen sie im Schatten der zahlreichen Handwerker, die sich in kleinen Werkstätten abrackerten, und der allgegenwärtigen Eckensteher, die als Tagelöhner eine amtliche Genehmigung hatten, an Straßenecken zu stehen und auf Arbeit zu warten.

Die Stadt war vor allem eine königliche Residenz und der Sitz der Regierung einer europäischen Großmacht. Das Kulturleben und die Künste blühten: Mit seinen Theatern, Opernhäusern und Ballettcompagnien lockte es die Besucher; auf Kunstliebhaber wartete sein hervorragendes, neu errichtetes Kunstmuseum, Musikfreunde durften sich auf Konzerte der Sing-Akadamie freuen, des weithin bekannten Chors der Stadt, oder dem virtuosen Spiel des Pianisten Franz Liszt lauschen.

Sarkastische Musik- und Theaterkritiker sowie eine wachsende Schar von bissigen Humoristen analysierten die künstlerischen Bestrebungen und legten die Vortäuschungen von Künstlern und ihren Rezipienten bloß. Das geistige Leben der Stadt war vielfältig, aber in seinem Mittelpunkt stand die Universität. Die Berliner Universität war wie Bonn eine ausgesprochen preußische Institution, aber sie war bekannt für ihren hohen geistigen Rang und ihre nüchterne, ernsthafte und wissenschaftliche Atmosphäre. Das lockte neugierige Studenten aus ganz Europa herbei, darunter Jacob Burckhardt und Søren Kierkegaard.

Ermöglicht wurde diese intellektuelle und kulturelle Blüte durch die Präsenz des Hofes und der staatlichen Bürokratie, aber daraus erwuchs auch eine deutliche Spannung zwischen einem weitgehend autoritären Regime und einer Gruppe von Künstlern und Denkern, die durchaus eigene Ideen hatten.

Heinrich Marx setzte, als er seinen Sohn zum Studieren in die preußische Hauptstadt schickte, auf den nüchternen und ernsthaften Ruf des geistigen Lebens von Universität und Stadt. Dort konnte Karl sein wildes Jahr hinter sich lassen und einen systematischen, geordneten Weg zu seinen beruflichen Zielen beschreiten. Natürlich war es denkbar, dass die weite Entfernung von seiner Familie und viele Eigentümlichkeiten des Großstadtlebens für Karl eine ganz andere Ablenkung schufen als das Saufen, die Raufhändel, das Duellieren und die ungeordneten Finanzen in Bonn und dass Heinrichs Hoffnungen für seinen Sohn auf diese Weise vereitelt wurden.

Der Weg des jungen Karl Marx vom Schüler des Gymnasiums zum erfolgreichen Juristen, von der Adoleszenz zum Mannesalter, war überall gefährdet durch Abwege und Hindernisse, unerwartet sogar in Trier selbst, von Seiten der Westphalens, die mit der Familie Marx befreundet waren. Johann Ludwig von Westphalen war ein höherer preußischer Staatsbeamter, Geheimrat in der Trierer Bezirksverwaltung. Er und Heinrich Marx kannten sich, vertraten politisch den Standpunkt einer liberalen konstitutionellen Monarchie und hatten zugleich eine propreußische Haltung. In ihrer religiösen Haltung waren sie aufgeklärte Protestanten. Sie verkehrten in den gleichen gesellschaftlichen Kreisen – beide waren Mitglied der Kasino-Gesellschaft –, und vermutlich hatten sie auch beruflich miteinander zu tun, denn Johann Ludwig war der für die Gefängnisse zuständige Beamte des Bezirks und Heinrich ein Anwalt, der auch als Strafverteidiger tätig war. Ihre Kinder spielten miteinander, Johann Ludwigs Tochter Jenny mit Karls älterer Schwester Sophia und Johann Ludwigs Sohn Edgar mit Karl. Als die Knaben älter waren, besuchten sie gemeinsam das Trierer Gymnasium.

Irgendwann während Karls Adoleszenz wandte sich seine Aufmerksamkeit der Schwester seines Spielkameraden zu, und er begann, ihr den Hof zu machen. Der Übergang vom Freund der Familie zum Liebhaber war alles andere als problemlos oder einfach. Karl war der ungestüme, aufdringliche Verehrer und Jenny das zurückhaltende Ziel seiner Avancen. Machte er ihr Liebeserklärungen, antwortete sie, sie habe ihn lieb. Später gestand Jenny, dass Karls ungestümes Verhalten und seine stürmischen Liebeserklärungen ihr Angst gemacht hatten. Sie zögerte, ihm nachzugeben, gestand sich selbst ein, dass ihre Gefühle gegenseitig waren, verlor sich in ihrer Liebe zu ihm, sah voraus, dass seine Leidenschaft im Laufe einer Beziehung erkalten werde, sodass sie am Ende einen Mann lieben werde, der «kalt und zurückhaltend» war.

Doch im Sommer 1836, als Karl aus Bonn nach Hause kam, bevor er nach Berlin ging, gab sie seinem Drängen nach, und die beiden verlobten sich. Diese Verlobung, der Beginn einer lebenslangen gegenseitigen Bindung, ist wiederholt als eine märchenhafte Romanze geschildert worden, als Verbindung einer schönen jungen Frau, eines der «schönsten Mädchen von Trier», der «Ballkönigin», einer «verwunschenen Prinzessin», Tochter eines hohen preußischen Beamten aus einer vornehmen Adelsfamilie, mit einem behaarten, dunkelhäutigen Bürgerlichen, der eine verdächtig semitische Vorgeschichte hatte, als ein außergewöhnlicher Triumph der Liebe und Zuneigung über Vorurteile und gesellschaftliche Unterschiede.

Diese Darstellung machte schon zu Marxens Lebenszeiten die Runde. Als seine Frau im Jahr 1881 starb, erschien in der französischen Zeitung Justice ein Nachruf auf sie, verfasst von Marx’ Schwiegersohn Charles Longuet, in dem es hieß: «Man ahnt, daß ihre Ehe mit Karl Marx, Sohn eines Trierer Anwalts, nicht ohne Probleme zustande kam. Viele Vorurteile waren zu überwinden, vor allem das der Rasse. Der berühmte Sozialist war bekanntlich israelitischer Abstammung.» In einer Mitteilung, die er seiner und Jennys Tochter Jenny Longuet zukommen ließ, schnaubte Marx: «Die ganze Geschichte ist glatt erfunden; es gab keine Vorurteile zu überwinden», und in scharfen Bemerkungen äußerte er sich über die Dummheit seines Schwiegersohns.

Für Marxens sarkastische Bemerkung sprach einiges. Die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Familien Westphalen und Marx waren geringer, als man auf den ersten Blick glauben könnte, und dass Jenny Karls Antrag annahm, wird verständlicher, wenn wir ihre Aussichten berücksichtigen. Manches an dem Verhältnis zwischen Karl und Jenny war ungewöhnlich, ja sogar umstürzlerisch in ihrer Auflehnung gegen überkommene Vorstellungen von Männlichkeit und von schicklichen Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Das führte in beiden Familien zu Skepsis und Widerstand gegen die Verlobung, aber nicht so sehr wegen Karls semitischer Vergangenheit als vielmehr wegen seiner ungewissen Zukunft. Jennys Vater Johann Ludwig von Westphalen war ein höherer preußischer Beamter und zugleich ein staatlich anerkannter Aristokrat, nachdem er dafür gesorgt hatte, dass man ihn in die offizielle Liste der in den rheinischen Besitzungen Preußens lebenden Adligen aufnahm.

Nimmt man die Ursprünge seines adligen Status, seinen Lebensweg und die Ergebnisse seiner zwei Ehen genauer unter die Lupe, beginnt dieses Bild von einem preußischen Aristokraten und hohen Regierungsbeamten zu verschwimmen und sich aufzulösen. Als man in den ersten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts daranging, die Ständegesellschaft in Deutschland abzuschaffen, reagierte der Adel, der die meisten Privilegien und Sonderrechte in dieser Gesellschaft genoss, auf die seine Stellung gefährdenden Veränderungen mit einer Umgruppierung und Neuorientierung.

Die Mehrheit der blaublütigen Aristokraten, die ihre adlige Abstammung über Jahrhunderte zurückverfolgen konnten, begannen sich nun als «Uradel» zu bezeichnen; sie wiesen jede Verbindung mit dem «Briefadel» oder dem «Dienstadel» von sich und griffen bisweilen zu persönlichen Beleidigungen, war doch der Adel der letztgenannten Kategorien jüngeren Datums und bürokratischen Ursprungs. Johann Ludwig von Westphalen war genau ein solcher zweitrangiger Adliger, nachdem sein Vater 1764, sechs Jahre vor Johann Ludwigs Geburt, für seine Dienste als Geheimsekretär des Herzogs von Braunschweig einen Adelstitel erhalten hatte.

Nicht nur Westphalens Adelsstatus war verdächtig zweitklassig, auch seine persönliche Vergangenheit war verdächtig napoleonisch. Er trat seine Beamtenlaufbahn wie sein Vater im Herzogtum Braunschweig an. Als dieses Herzogtum zusammen mit einem großen Brocken preußischen Territoriums in dem 1807 von Napoleon geschaffenen Königreich Westphalen aufging und dessen Bruder Jérôme anvertraut wurde, verwandelte sich Westphalen in einen Beamten französischen Stils und diente von 1809 bis 1813 als Unterpräfekt in der Stadt Salzwedel. Nachdem Napoleons Herrschaft in Mitteleuropa zusammengebrochen war, wurde er wie andere napoleonische Beamte in den preußischen Staatsdienst übernommen, zunächst in Salzwedel und dann in Trier, wo er über den Rang eines Geheimrats in der preußischen Bezirksverwaltung nicht hinauskam.

Es gab für diese gestutzte Karriere viele Gründe, aber ein Grund war sicherlich seine politische Einstellung: Johann Ludwig von Westphalen neigte wie so viele Überlebende der napoleonischen Ära – etwa Heinrich Marx – zu liberalen Anschauungen, zum Beispiel der Idee einer konstitutionellen Monarchie, und diese Einstellung war seiner Beamtenlaufbahn nicht förderlich.

Schließlich war Johann Ludwig von Westphalen zweimal verheiratet, mit ganz verschiedenen Frauen. Seine erste Frau, Lisette von Veltheim, die aus einer alten preußischen Adelsfamilie jener Sorte stammte, die sich nunmehr als Uradel zu bezeichnen begann, starb an den Folgen einer komplizierten Entbindung im Jahr 1807. Fünf Jahre später heiratete Ludwig erneut, diesmal Caroline Heubel, deren Vater ein pensionierter Stallmeister der preußischen Armee war. Die Kinder aus der ersten Ehe, die unter dem Einfluss von Ludwigs frommer Mutter und seiner aristokratischen Schwiegereltern aufwuchsen, wurden alle zu Anhängern der Erweckungsbewegung und politisch konservativ, während die Kinder von Caroline, Jenny und ihr jüngerer Bruder Edgar, nach dem Vorbild ihrer Eltern religiöse Rationalisten waren und politisch links standen.

Der Unterschied zwischen den Kindern aus den beiden Ehen war am ausgeprägtesten bei Lisette von Veltheims ältestem Sohn Ferdinand, der die religiösen Neigungen seiner Verwandten mit einer ausgesprochenen Feindseligkeit gegenüber seiner Stiefmutter verband. Nach der Niederschlagung der Revolution von 1848/49 sollten Jenny und Karl mitsamt ihren Kindern die fünfziger Jahre als politische Flüchtlinge in London verbringen, während ihr Halbbruder Ferdinand preußischer Innenminister war und in der Reaktionsära als der starke Mann des Ministeriums galt.

Berücksichtigt man diese Eigenheiten des Lebens von Johann Ludwig von Westphalen, erscheint es nicht ganz so außergewöhnlich, dass seine Familie während der zwanziger und dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts freundschaftliche Beziehungen mit der von Heinrich Marx pflegte; die Art dieser Beziehungen kennen wir allerdings nicht aus zeitgenössischen Beschreibungen, sondern aus kurzen Erinnerungen, die Karl Marx im hohen Alter seiner treuen Tochter Eleanor vortrug. (Dafür, dass es kaum zeitgenössische Darstellungen gab, sorgte Eleanor, indem sie die meisten Liebesbriefe ihrer Eltern nach deren Tod verbrannte; nur Bruchstücke davon haben sich erhalten.)

Karl berichtete häufig, wie Johann Ludwig ihn, als er noch Kind und Heranwachsender war, unter seine Fittiche genommen hatte, wie er mit ihm spazieren gegangen war und wie er ihn in die Werke Shakespeares eingeführt hatte – so begann eine lebenslange Anhänglichkeit. Diese Bewunderung für seinen späteren Schwiegervater wird oft erwähnt; nicht so oft wird vermerkt, dass Westphalens Tochter Jenny Heinrich Marx kannte, schätzte und bewunderte. Tatsächlich gehört es zu den bemerkenswerten emotionalen Besonderheiten der Beziehung zwischen Karl und Jenny, dass beide den Vater des anderen achteten und schätzten. Seine Mutter blieb, wie des Öfteren in Karls Gefühlsleben, unberücksichtigt. Heinrichs schwierige und ungesellige Frau Henriette verstand sich nicht mit den Westphalens, und die machten sich ihrerseits nichts aus ihr.

Trotz der sich zwischen ihm und Jenny entwickelnden Gegenseitigkeit der Gefühle blieb Karl während der gesamten Verlobungszeit der besorgte, unsichere Liebende, der wiederholt Zweifel an Jennys Treue hatte, der sich wegen verleumderischer Behauptungen über diese Treue beinahe duelliert hätte und der ständig klagte, dass sie ihm nicht schrieb. Das Schreiben war wichtig, weil die jungen Liebenden sich in den fünf Jahren nach dem Verlöbnis – vom Sommer 1836, bevor Karl fortging an die Universität Berlin, bis zum Sommer 1841, als er mit erlangtem Doktortitel ins Rheinland zurückkehrte – nur ein einziges Mal leibhaftig begegnet sind, und da hatten sie einen furchtbaren Streit und wären beinahe auseinandergegangen. Ihre Beziehung existierte fast ausschließlich in Briefform und manchmal nicht einmal das, sondern nur in ihrer Phantasie. Dennoch hielt Jenny während der ganzen siebenjährigen Verlobungszeit zu Karl.

Dass sie ihre Zuneigung einem zweifelhaften Individuum schenkte, obwohl sie nach verbreiteter Meinung sehr begehrenswert war – fünf Jahre vor Karls Antrag war sie kurz mit einem preußischen Leutnant verlobt gewesen –, sei nach einer häufig zu hörenden Meinung nur mit wahrer Liebe zu erklären. Auch das ist Teil der märchenhaften Geschichte von Karl und Jenny, und es ist ungefähr so wahr wie die Behauptung, die Westphalens seien den Marxens gesellschaftlich überlegen gewesen. Dass Jenny das hübscheste Mädchen in der Stadt und die Ballkönigin, ja sogar eine verwunschene Prinzessin gewesen sei, stammte von ihrem Mann, dreißig Jahre später, und er sagte es, um sie aufzuheitern, nach einer beängstigenden Pockenerkrankung, die sie beinahe das Leben kostete und Narben in ihrem Gesicht hinterließ. Jenny war sicherlich eine attraktive junge Frau, bekannt für ihre Lebhaftigkeit und ihre guten Umgangsformen, die sie freilich zu vergessen schien, denn in Karls Gegenwart versank sie oft in ein peinliches Schweigen.

Was Jennys Verhältnis zu Karl betrifft, gibt es eine Einzelheit, die in den meisten Darstellungen übersehen wird, belegt in einer einzigen Zeile eines vertraulichen persönlichen Dossiers, das ihr Vater über Karl wie über alle preußischen Staatsbeamten führte: «[Er hat] kein Vermögen.» Johann Ludwig von Westphalen hatte im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts seinen gesamten Anteil am Vermögen seiner Familie mit dem gescheiterten Versuch durchgebracht, Gutseigentümer, Freizeitlandwirt und Immobilienspekulant zu sein. Nach diesem Debakel waren er und seine Familie gänzlich auf sein Gehalt als Staatsbeamter und nach seiner Pensionierung 1834 auf seine bescheidene Pension angewiesen, die nur drei Vierteln der Jahreseinkünfte von Heinrich Marx entsprach. Eine nennenswerte Mitgift hatte Jenny also wohl nicht und damit auch keine Aussicht auf eine glänzende Partie.

Nicht einmal ein junger Mann aus der Elite von Trier kam in Frage, denn diese Stadt verachtete sie als borniert, rückständig und klerikal, als «Ort des Jammers, das alte Pfaffennest mit seiner Miniatur-Menschheit». Es gab noch die Option ihres früheren Verlobten aus dem niedrigsten Rang des Offizierskorps und augenscheinlich auch ein Langweiler. Karl Marx war eine fragwürdige Wahl mit problematischen Zukunftsaussichten, aber er hatte etwas Erregendes an sich, etwas, das über das enge und provinzielle Trier hinaus auf abenteuerliche Aussichten hindeutete und deshalb im Vergleich zu anderen Möglichkeiten nicht so übel erschien. Eine solche berechnende Haltung schien mit den starken romantischen Empfindungen, welche die jungen Liebenden zum Ausdruck brachten, nicht zusammenzupassen, doch Jenny selbst, «ganz Verstandsmensch», der sie war, meinte, sie «erinnere [Karl] öfter an äußere Dinge, an das Leben, an die Wirklichkeit, statt ... mich ganz an der Welt der Liebe ... festzuhalten und alles andre in ihr zu vergessen, Trost und Seligkeit allein in ihr zu finden».

Genau diese praktischen Dinge lagen den Eltern der Verliebten auf der Seele, ihre Reaktionen verweisen auf den wahrhaft ungewöhnlichen, entschieden rebellischen Charakter des Verhältnisses von Karl und Jenny. Karl war so jung, gerade erst achtzehn damals. Er hatte nicht die Mittel, um seine künftige Braut zu unterhalten – und er sah gut zehn Jahren ohne jegliches Einkommen entgegen, bevor er auch nur entfernt in der Lage sein würde, sie zu ernähren. Für junge Männer aus Mittelschichtfamilien war nach der damals herrschenden Überzeugung an eine Heirat gar nicht zu denken, bevor sie nicht eine Stellung erlangt hatten, die es ihnen erlaubte, eine Familie zu ernähren.

Für Frauen von einer ähnlichen Herkunft wie Jenny war es nicht ungewöhnlich, jung zu heiraten, aber man erwartete von ihnen, dass sie einen älteren Mann mit besseren und gefestigten Aussichten heirateten. Die Eltern von Karl und Jenny passten jedenfalls in dieses Muster, denn sowohl Heinrich Marx als auch Johann Ludwig von Westphalen waren etwa zehn Jahre älter als ihre Gattinnen. Dass ein Mann eine Frau heiratete, die älter war als er – Karl war vier Jahre jünger als Jenny –, war unerhört, es verstieß gegen anerkannte Normen der Männlichkeit und der Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Lange bevor er seine kommunistischen Theorien formulierte oder sich die radikalen, atheistischen Ideen der Junghegelianer zu eigen machte, war Karl Marx’ Heiratsantrag seine erste Rebellion gegen die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.

Wie viele Rebellionen, so hatte auch diese ihre Momente des Zauderns. Karl war sich des ungewöhnlichen Altersunterschiedes schmerzlich bewusst; seine Unsicherheit in der Beziehung und Befürchtungen einer Untreue Jennys beruhten auf der Vermutung, dass Jenny, wenn sie die Vernunft und Einsicht benutzte, die sie in hohem Maße besaß, erkenne, dass er ungeachtet des romantischen Gefühlssturms, den er aus- drücken und an guten Tagen in ihr entfachen konnte, untauglich war. Die stets praktisch denkende Jenny verstand die Schwierigkeiten, die Karls Aussichten für ihr Verlöbnis aufwarfen. Ein Brief von ihr, der ihn daran erinnerte und leider nicht erhalten ist, machte auf Karl einen so starken Eindruck, dass er einem Nervenzusammenbruch nahe war.

Anfangs wussten nur Karls Eltern von der Verlobung. Heinrich unterstützte das junge Paar und diente, als sein Sohn in Berlin war, sogar als Vermittler. Henriette war offenbar skeptischer, wenn sie das Verhältnis nicht sogar bekämpfte. In diesen unterschiedlichen Haltungen äußerte sich vielleicht ein Urteil über die praktische arrangierte Ehe von Heinrich und Henriette Marx, wobei Heinrich bedauerte, dass es in seinem Leben an dem jugendlichen Ungestüm und der romantischen Einstellung seines Sohnes mangelte, während Henriette davon weniger beeindruckt war, zumal die Familie, in die sie geraten war, ihr keine sonderliche Wertschätzung entgegenbrachte. Jenny wollte ihre Eltern zunächst nicht einweihen, aber dieses Zögern war ungerechtfertigt, denn als sie informiert wurden, waren sie entzückt, besonders ihr Vater war begeistert, dass sie sich für seinen Schützling entschieden hatte; er bezeichnete sich als «unaussprechlich glücklich» über ihre Verlobung mit einem «so treflichen, edelen, seltenen» jungen Mann.

Bei aller Begeisterung sah Johann Ludwig Karls Ehe mit seiner Tochter erst in späteren Jahren, wenn sein angehender Schwiegersohn eine feste Stellung erlangt habe und seine Tochter in dem Stil, an den sie gewöhnt war, unterhalten könne. Er machte diese Bemerkungen über Marx in einem Brief an Jennys Halbbruder Ferdinand, der, ebenso wie andere Verwandte der ersten Frau ihres Vaters, über ihre unkonventionelle Wahl eines jüngeren Mannes mit bestenfalls unklaren Berufsaussichten alles andere als unaussprechlich glücklich war. Man hat vielfach spekuliert, dass Karls jüdische Abstammung zu dieser Skepsis beigetragen haben könnte, aber konservative deutsche Pietisten hatten durchaus nichts gegen Juden, die wie Karl zum Christentum übergetreten waren. Friedrich Julius Stahl, einer ihrer geistigen Anführer, war genau ein solcher konvertierter Jude.

Die Verwandten sollten Jenny mit ihrer fortgesetzten Opposition während der gesamten Dauer des Verlöbnisses das Leben schwer machen. Als Karl im Herbst 1836 sein Studium an der Universität Berlin aufnahm, wurden die mit seinem langfristigen Berufswunsch ohnehin verbundenen Schwierigkeiten durch das Verlöbnis nur noch verschärft. Wenn er Jenny wirklich heiraten wollte, würde er so rasch wie möglich eine sichere Anstellung brauchen. Um ihm die Realitäten ins Bewusstsein zu rufen, erinnerte ihn sein Vater daran, dass «es für den Mann keine heiligere Pflicht [gibt], als die er gegen das schwachere Weib übernimmt», und er ermahnte ihn: «Aus Dir muß die Gewißheit hervorgehn, daß troz Deiner Jugend Du ein Mann seyest, der die Achtung der Welt verdient, sie im Sturmschritte erobert.»

Heinrichs Briefe an seinen Sohn stellten die durch die Verlobung von Karl und Jenny aufgeworfenen Probleme stets als eine Frage der Männlichkeit Karls dar. Doch was Karl wirklich trieb, hatte wenig Ähnlichkeit mit männlichem Vorwärtsdrängen oder auch nur mit einem mühsamen Hinarbeiten auf eine Juristenkarriere. Mit dem Zechen und Raufen, das sein Bonner Jahr zu einem guten Teil ausgefüllt hatte, war es zwar vorbei, wie sein Vater gehofft hatte, doch fand Marx andere Ablenkungen vom juristi- schen Pfad der Tugend. Von der lebendigen Kulturszene Berlins angelockt, entwickelte er starke literarische Interessen, und einen Großteil des ersten Semesters an der Universität verbrachte er damit, das «Buch der Liebe» zu schreiben, eine Sammlung romantischer Gedichte, die er Jenny schickte. Er versuchte, ein Theaterstück und einen satirischen Roman zu schreiben, danach Theaterkritiken, und er unternahm einige nicht sehr erfolgreiche Bemühungen, ein Jahrbuch zu diesem Thema herauszubringen.

Über die Inhalte dieser Jugendschriften, zumindest derjenigen, die sich erhalten haben (einige hat Karl in begründeter Unzufriedenheit verbrannt), schweigt man am besten. Eine sinnvolle Aussage lässt sich über sie machen: Die Jenny gewidmeten Gedichte waren nicht nur romantisch, sondern hochromantisch, der literarischen Form zufolge geprägt von stark individualisierten Äußerungen von Sehnsucht und Leidenschaft und einem tiefen Einssein mit der Natur. Marx hat während der längsten Zeit seines Lebens die Romantik verabscheut, aus politischen ebenso wie aus ästhetischen Gründen. Seine romantischen Gedichte hat er später als jugendliche Verirrung abgetan, aber sie zeigen doch, wie stark seine Liebe zu Jenny seine Ansichten über die Welt beeinflusst hatte.

Die größte Ablenkung vom Pfad zu einer Juristenkarriere war Marxens Begegnung mit den Ideen des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel – auf ihre intellektualisierte Weise ebenso berauschend wie das Bier, das Marx in Bonn konsumierte, und emotional ebenso stimulierend wie seine Liebe zu Jenny von Westphalen. Hegels Ideen sind bekanntermaßen komplex und verschlungen; eine angemessene Darstellung würde mindestens ein ganzes Buch erfordern, weshalb die Leser mir die nachfolgende summarische Skizze verzeihen werden, die aus dem Denken des Philosophen nur jene Aspekte herausgreift, die den Weg für Marxens eigene Ideen bereiteten. Ausgangspunkt für Hegels Philosophie war seine Kritik an Immanuel Kant, an den Ideen dieses deutschen Philosophen des 18. Jahrhunderts und an ihrer Verbreitung. Die beiden größten Gestalten des deutschen Idealismus waren ihr Leben lang Junggesellen, verheiratet, wenn man so will, mit der ätherischen Welt der Philosophie. Persönlich waren sie ganz verschieden, der zurückgezogene, genügsame Kant und der aktive und umgängliche Hegel, der 1806 Probleme hatte, seine Phänomenologie des Geistes abzuschließen – wegen der bevorstehenden Geburt eines illegitimen Kindes, das er mit einer Kellnerin gezeugt hatte. Auch intellektuell unterschied sich Kants nüchternes und stringentes Denken von Hegels verwickelten und weitläufigen philosophischen Formulierungen.

Ungeheuer beeindruckt von der Erkenntnistheorie der Aufklärung und dem Empirismus, von der intellektuellen Einsicht, dass gültiges Wissen über die Welt nur durch sinnliche Wahrnehmung erlangt werden kann, fragte sich Kant, welche Garantie es gibt, dass unsere sinnlichen Wahrnehmungen ein gültiges Wissen von den Objekten dieser Wahrnehmungen vermitteln, von den «Dingen an sich», wie er sagte. Er kam zu dem Schluss, dass es eine Garantie nicht gibt, dass wir die Dinge an sich nicht erkennen können, dass wir aber die Natur und Prägung unseres Wahrnehmungsapparats erforschen und auf diese Weise eine bestimmte, von Wahrnehmungen unabhängige Art von Wissen über sie erlangen können, die berühmten synthetischen Urteile a priori.

[...]

12:44 18.04.2013

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